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die LÜBECKER MUSEEN im Detail

die LÜBECKER MUSEEN im Detail


Besuchen Sie die LÜBECKER MUSEEN erst online und anschließend vor Ort.

 

Über das Navigations-Menü auf der linken Seite

gelangen Sie direkt zu den einzelnen Museen.

 

Dort können sie umfangreiche Informationen zu jedem Haus abrufen.

 

Lübeck war und ist etwas ganz Besonderes. Im späten Mittelalter nach Köln die größte deutsche Stadt und als Haupt der Hanse ein nordeuropäisches Machtzentrum, ist die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte historische Altstadt heute ein Kunstraum mit ganz eigenen Qualitäten. Von ganz besonderer Bedeutung sind dabei die Museen, die sich bis auf eine Ausnahme nicht nur alle auf der Altstadtinsel, sondern zudem fast ausnahmslos in denkmalgeschützten Häusern und Klöstern befinden. Mit einem Wort: Die Häuser der Lübecker Museumslandschaft sind ein Ensemble von größter Vielfalt in geringster Entfernung. Sie stellen eine ganze Welt im Kleinen dar und sind als solche unter dem Dach der Kulturstiftung Hansestadt Lübeck zu einem Verbund zusammengefasst. Wir laden Sie herzlich ein, diese Häuser zu besuchen, die wir Ihnen nachfolgend kurz vorstellen möchten.


Als zentraler Ort des Handels und der Seefahrt ist Lübeck im Museum Holstentor zu entdecken, dem schon zum Mythos gewordenen Wahrzeichen der Hansestadt. Kaufleute und Seefahrer brachten Schätze aus aller Welt an die Trave - die Grundlage der umfangreichen Sammlungen von Kunst-, Kult- und Gebrauchsgegenständen fremder Kulturen. In einem alten Kaufmannshaus befindet sich das TheaterFigurenMuseum - auch hier ist die Welt zu Hause, denn das Museum besitzt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Handpuppen und Marionetten von allen Kontinenten. In ferne Zeiten der Erdgeschichte versetzen im Museum für Natur und Umwelt fossile Wale, die vor 10 Millionen Jahren hier schwammen. Überaus gegenwärtig und lebendig hingegen sind die Bewohner der Aquarien und Terrarien, die einen Einblick in die artenreiche Tierwelt des Landes geben.

 

Mit dem Kulturforum Burgkloster betritt man eine der bedeutendsten Klosteranlagen Norddeutschlands und ein Zeugnis der wechselvollen Lübecker Geschichte: Das 1229 gegründete Kloster diente nach der Reformation zunächst als Armenhaus, ab Ende des 19. Jahrhunderts als Gericht und Untersuchungsgefängnis. Während des Dritten Reiches waren die Gerichtsräume Schauplatz nationalsozialistischer Unrechtsjustiz, heute widmet sich hier eine Fotodokumentation Aspekten jüdischen Lebens in Lübeck. Der beeindruckende Bau mit seinen gewölbten Klausurgebäuden und faszinierenden Wandmalereien beherbergt seit 2005 auch das Museum für Archäologie. Wie er lebte, der mittelalterliche Lübecker, wie er sich kleidete und arbeitete, lässt sich an den hier ausgestellten Grabungsfunden aus der Altstadt ablesen. Der Lübecker Münzschatz erzählt vom Reichtum des Hansekaufmanns und seinen Handelsverbindungen.


Jenseits der Altstadt zeigt das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk das Gesicht der Stadt im Zeichen von Arbeit und Industrie des letzten Jahrhunderts: Zeitgeschichte »zum Anfassen« findet sich auf dem Gelände des ehemaligen Hochofenwerks, wo die Lebensbedingungen der Arbeiter erfahrbar werden.

 

Vom Mittelalter bis in die Gegenwart spannt sich auch der weite Bogen der Kunst, den Lübecks Museen präsentieren: Einmalige Werke sakraler Kunst beherbergt das St. Annen-Museum im Aegidienviertel, darunter eine der bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher Schnitzaltäre, dazu Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts, außerdem Epochenräume als begehbare Beispiele historischer Wohnkultur vom Mittelalter bis 1800. Auf den Ruinen der Klosterkirche wurde - im direkten Anschluss an das St. Annen-Museum - ein moderner Museumsbau, die Kunsthalle St. Annen, errichtet, die Ausstellungen zur Klassischen Moderne und zur Gegenwartskunst zeigt.


Zu den bedeutendsten Zeugnissen norddeutscher Backsteingotik gehört die Katharinenkirche mit dem expressionistischen Figurenzyklus von Ernst Barlach und Gerhard Marcks in den Nischen der Fassade. Nur wenige Meter entfernt begegnet dem Besucher im Museum Behnhaus Drägerhaus der Geist der Goethezeit und der Romantik. Aber nicht nur die wichtigsten Vertreter dieser Kunstperiode wie Friedrich Overbeck und Caspar David Friedrich, sondern auch die Meister der Klassischen Moderne wie Edvard Munch sind dort zu finden. Mit der Neueröffnung des Hauses nach einer umfangreichen Sanierung wird es als Galerie des 19. Jahrhunderts und der Klassischen Moderne mit seinen neuen Leihgaben noch stärker strahlen als zuvor, zumal die Einheit von Kunst und Architektur des 18. und 19. Jahrhunderts hier so erfahrbar ist, wie sonst kaum in Deutschland.


Nobelpreisgekrönte Literatur ist in Lübeck gleich an zwei Orten zu Hause. Das Buddenbrookhaus ist eines der beliebtesten Literaturmuseen Deutschlands. Am authentischen Ort, dem Schauplatz von Thomas Manns »Buddenbrooks«, wird die Atmosphäre des Romangeschehens wachgerufen und zugleich über die bewegenden Lebensläufe der Schriftsteller-Familie informiert. Seit 2002 gibt es das Günter Grass-Haus, das sich nicht nur dem Werk - insbesondere dem bildkünstlerischen Schaffen - von Günter Grass widmet, sondern als Forum für Literatur und Bildende Kunst auch für wechselnde Ausstellungen anderer Künstler mit Mehrfachbegabung offen steht.

 

Alle diese Museen liegen in fußläufiger Entfernung und in diesem Internet-Portal nur einen Mausklick entfernt.

 
Prof. Dr. Hans Wißkirchen

Prof. Dr. Hans Wißkirchen
Geschäftsführender Direktor der Lübecker Museen