Fruchtbarkeitsfigur akua-ba der Fante
Ghana, 19. Jh.; Holz, Haare, Pflanzensamen, Farbpigmente, H: 35 cm; Inv. Nr.: 6618a, Kauf: 1911

Kinder sind in afrikanischen Gesellschaften von großer Bedeutung, nicht zuletzt als Garanten einer ununterbrochenen Abfolge der Generationen. Durch Opfergaben und Ehrungen ermöglichen sie es den Verstorbenen, in die Welt der Ahnen einzutreten. Aufgrund der großen Angst der Frauen vor dem Makel der Kinderlosigkeit sind Fruchtbarkeitsfiguren bzw. -puppen in Afrika weit verbreitet. Sie sollen den gewünschten Kindersegen sichern und werden bei erfolgter Schwangerschaft weiterhin am Körper wie Babys getragen, um eine sichere Geburt und ein schönes Kind zu gewährleisten. Typisch für Fruchtbarkeitsfiguren der Fante ist die als längliches Rechteck stilisierte Form des Kopfes. Diese weibliche Figur hat zwei nebeneinander liegende Köpfe mit zwei langen dünnen Hälsen und einem gemeinsamen Rumpf. Auf der Rückseite der Köpfe sind weiße geometrische Muster angebracht.







