Tee- und Wasserkannen
Usbekistan, Buchara, 19. Jh.; Messing, verzinnt, Messing, Kupfer, verzinnt, H: 31-40,5 cm; Inv. Nrn.: Kar 722a, Kar 724e, Kar 724a, Geschenk: Prof. Dr. Richard Karutz, Lübeck, 1913 (erste und zweite Zentralasienreise, 1903 und 1905)

In der Oasenstadt Buchara erreichte das Kunsthandwerk der spezialisierten Kupfer- und Messingschmiede, die ihre Werkstätten in den Bazaren hatten, im 19. Jahrhundert seinen Höhepunkt. In ausgeprägter Arbeitsteilung wurden verschiedenste Gefäßformen gefertigt, die sich in jedem usbekischen Haushalt fanden. Das harmonische Zusammenspiel von Funktion, Form und Dekor verleiht diesen Gefäßen ihren unbestrittenen künstlerischen Rang. Kannen mit einem eng am Gefäß anliegenden Ausguss werden stets als Teekannen genutzt. Gefäße mit oft emporsteigenden, geschwungenen Ausgusstüllen dienen als Wassergefäße zum rituellen wie auch profanen Abspülen der Hände. Sie wurden immer in Verbindung mit Handwaschbecken benutzt. Industrieware aus Emaille, Aluminium und Plastik hat diese Metallgefäße inzwischen ersetzt.







