Übergewand chalat für Frauen

 

Usbekistan, Taschkent, 19. Jh.; Seide, gefärbt, L: 124 cm; Inv. Nr.: Kar 149, Geschenk: Prof. Dr. Richard Karutz, Lübeck, 1913 (erste Zentralasienreise, 1903)

  

Typisch für Zentralasien ist das mantelartige Übergewand, das Männer wie Frauen gleichermaßen trugen und für das die russische Bezeichnung chalat gebräuchlich ist. Im Schnitt in ganz Zentralasien ähnlich, variierte es in Farbigkeit und Material erheblich.

 

Eine hohe künstlerische Qualität zeichnet die in Ikat-Technik gefärbten seidenen chalate aus. Vor dem Webvorgang wird das Garn in genau berechneten Partien bündelweise fest umwickelt. Beim späteren Eintauchen in das Färbebad nehmen die umwickelten Partien keine Farbe an. Mehrfache Wiederholungen des Färbevorgangs mit neu abgebundenen Garnbündeln ergeben die gewünschte Musterung. Dieser chalat wurde zusammen mit einer dazu passenden, nicht abgebildeten Hose von Karutz in Taschkent erworben.

 

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