Tuschereibstein mit Deckel

 

China, 19. Jh.; Marmor, 10,5 x 16,6 cm; Inv. Nr.: 70.5: 11, Geschenk: Hildegard Vogt, Yokohama, 1969

 

Zu den wertvollen Utensilien eines Gelehrtenschreibtisches in China gehörten die so genannten Vier Schätze der Bibliothek: Tuschereibstein, Tusche, Pinsel und Papier. Die höchste Wertschätzung erfuhr der Reibstein, auf dem Tuschestücke mit Wasser angerieben wurden. Die Auswahl des Steines erfolgte mit großer Sorgfalt, da die Qualität der fertigen Tusche auch von der Form und dem Material des Steines abhing. Der Deckel dieses marmornen Reibsteines zeigt ein shan shiu („Berge-Wasser“)-Landschaftsbild mit drei Personen, u.a. mit einem Mann, der Wölbbrettzither spielt, und einem Jungen als Trommler.

 

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