Votivgaben: Kühe für den Heiligen Leonhard
Deutschland, Bayern, um 1900; Schmiedeeisen, L: 16,2 cm und 13,3 cm, H: 4,5 cm und 4,1 cm; Inv. Nrn.: 43.19: 2, 35: 13, Kauf: 1935, Überweisung der Finanzverwaltung Lübeck, 1943

Votivgaben aus Eisen waren vor allem in Leonhards-Kirchen gebräuchlich. Leonhard stammt aus einem fränkischen Geschlecht und soll nach einer im 11. Jahrhundert geschriebenen Biografie seine Jugend am Hofe Chlodwig I. (466-511) verbracht haben. Er widmete sich später dem Mönchsleben und wirkte als Prediger in Aquitanien. Er starb um 559. Besondere Verehrung wurde ihm seit dem 11. Jahrhundert in Bayern zuteil. Seit dem ausgehenden Mittelalter war der sehr volkstümliche Heilige vorwiegend als Patron und Fürsprecher für das Vieh zuständig. Insbesondere von Bauern und Stallknechten wurde er angerufen und ihm wurden tiergestaltige eiserne Opfergaben dargebracht. Der Mittelpunkt seines Kultes in Bayern war Inchenhofen.







