Brustschmuck eines Mannes
Papua-Neuguinea, Nordküste, Region um Aitape, zweite Hälfte 19. Jh.; Rotang, Pflanzenfasern, Eberhauer, Nassaschnecken, Abrus precatorius-Samen, Baumharz, geschwärztes Pech, H (mit Fransen): 36,5 cm; Inv. Nr.: 70.16: 5 (SK 5), Geschenk: Admiral Max Kühne, Lübeck/Kiel, vor 1915

Dieser Brustschmuck ist wesentlich durch die symmetrisch übereinander angeordneten gespaltenen Eberhauer geprägt. Rote Abrus-Samen und weiße beschliffene und durchbohrte Nassaschnecken bilden weitere Verzierungselemente des aus verschiedenen Materialien zusammengesetzten Schmuckstückes. Getragen wurde dieser annähernd herzförmige, in der Region um Aitape hergestellte Männerschmuck nur zu festlichen Gelegenheiten. Er soll im Kampf auch als Schutz gegen Pfeile gedient haben. Vielfach wurden Schmuckstücke dieser Art gegen Produkte aus anderen Regionen verhandelt.







