Tanzmaske tatanua des Totenerinnerungsfestes malanggan

 

Papua-Neuguinea, Neuirland, 19. Jh.; Holz, Pflanzenfasern, Verschluss von Seeschnecken (Turbo petholatus), Kokosbast, Bananenfasern, Baumbast, Kitt aus Panariumfrucht, Kalk, Samenkapseln, Tuch, Pigmente, Glasperlen, T: 42 cm, H: 35 cm, B: 20 cm; Inv. Nr.: 7379b, Kauf: Frau Kapitän Supmer, Rostock, 1913

 

Malanggan-Masken von der Nordküste der Insel Neuirland sind weltberühmt. Sie waren unentbehrliche Kultgegenstände bei Totengedenkfeiern, die zur Erinnerung an Verstorbene durchgeführt wurden, um die Lebenden von den Seelen der Toten zu befreien. Mit dem Begriff malanggan wird sowohl der Totengedenk-Ritualzyklus bezeichnet, der komplexe religiöse und philosophische Ideen ausdrückt, als auch die während dieser Zeit für die Feierlichkeiten und Tänze eigens hergestellten Bildwerke. Neben Figuren und Friesen wurden insbesondere auch zahlreiche Masken geschaffen. In der Regel gaben Klanälteste die Schnitzereien bei Spezialisten in Auftrag und bezahlten sie. Die Fertigstellung, die oft Monate dauerte, erfolgte in abgetrennten Bereichen, zu denen nur der Schnitzer und seine Auftraggeber Zutritt hatten. Es gibt sehr viele unterschiedliche Maskentypen, am häufigsten sind so genannte tatanua-Tanzmasken. Ihr Kennzeichen ist ein über den Kopf laufender gelber Faserkamm, die traditionelle Trauerfrisur der Neuirländer.

 

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