

Harry Kramer „Ein Frisör aus Lingen“
* 25. Januar 1925 in Lingen (Ems); † 20. Februar 1997 in Kassel
Der Tänzer, Künstler und Professor für Bildhauerei an der Kasseler Kunstakademie wurde als Vertreter der Kinetischen Kunst und als Teilnehmer der documenta III 1964 international bekannt. Inspiriert von Oskar Schlemmer und Jean Tinguely baute er diverse Figuren und Skulpturen, die er zum Teil in seinen preisgekrönten Filmen in Szene setzte.
In der Sammlung Fritz Fey des TheaterFigurenMuseums befinden sich 17 im Werkverzeichnis verschollen geglaubte Figuren des Künstlers, die nun in der Sonderausstellung „Fundsache Kramer“ zu sehen sind. Weitere Skulpturen wie der "Schlappe Reifen", eine Porträtfigur von Harry Kramer aus Pappmaschee sowie eine Figur aus dem Projekt „Kinderlieder“ wurden als Leihgabe angeworben.
Die Ausstellung wird durch drei Hörstationen und einen Film ergänzt. In einem Interview erzählt Günter Grass von seiner Bekanntschaft mit Harry Kramer und dem Einfluss der Skulpturen auf die Werke „Die Blechtrommel“ und „Hundejahre“.
Begleitend zur Ausstellung sind diverse Publikationen wie eine Broschüre und der Film "Harry Kramers Mechanisches Theater" von Fritz Fey erhältlich.
"function: mensch": Am 30. Juni präsentieren die Studenten der Hochschule "Ernst Busch" Berlin und der Musikhochschule Stuttgart ihre Performance "function: mensch", die in Anlehnung an das Mechanische Theater von Harry Kramer entstanden ist.
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