
So hat sich der FNU in der Zeitung vorgestellt:

Spannende Naturerfahrungen
Sie wissen nicht, was der Förderverein des Museums für Natur und Umwelt Lübeck e.V. macht, und möchten es gerne erfahren? Dann lade ich Sie ein zu einer Führung durch das Museum.
Guten Morgen! Haben Sie gut hergefunden? Als Vorstandsmitglied des Fördervereins begrüße ich Sie recht herzlich zur Führung durch das Museum für Natur und Umwelt. Wie sie sehen, ist unsere Gruppe etwas größer geworden. Einige Leser des Wochenspiegels haben sich uns angeschlossen. ... Sie meinen, das ginge nicht? Dies sei eine Privatveranstaltung? ... Nein, da täuschen Sie sich. Alle Veranstaltungen des Fördervereins sind öffentlich, da darf jeder teilnehmen! ...Also, heute werde ich Ihnen allen etwas über die Arbeit des Fördervereins des Museums für Natur und Umwelt Lübeck e. V. erzählen. Aber weil mir der Name zu lang ist, werde ich ab jetzt die Abkürzung FNU benutzen.
Wir stehen hier bereits mitten im ersten Projekt, das ich Ihnen auf unserer Tour zeigen möchte. Rechts und links des Museumseingangs sehen sie den so genannten Immengarten. Wir vom Verein kümmern uns um die Wege und sorgen dafür, dass die Anlage durch einen Gärtner gepflegt wird. Im Moment blüht und duftet alles, so dass der Zweck des Gartens schnell klar wird. Wie Sie sehen, leben hier verschiedene Wildbienen, die ihre Eier in der Wildbienenwand dort vorne ablegen. ...Sie dort! Junger Mann! Nicht nach dem Tier schlagen! Das ist bloß eine Mauerbiene, die fliegt gleich wieder weg. Bleiben Sie einfach ruhig stehen. Wo war ich? ...Ach ja, der Garten. Er wird ergänzt durch die Immenwiese dort um die Ecke, die schon mehr als dreißig Pflanzenarten aufweist und auch von uns gepflegt wird.
Wenn Sie sich nachher zu einer Mitgliedschaft entschließen, bedeutet das aber nicht, dass sie automatisch zur Gartenarbeit abkommandiert werden. Im Gegenteil, Sie können sich aussuchen, ob sie aktiv im Verein mitarbeiten möchten oder nicht. Allerdings würden Sie als Aktiver freien Eintritt in alle Lübecker Museen erhalten. Wissen Sie, unsere Aktiven machen sich nicht nur im Garten nützlich. Sie helfen auch im Besucherservice oder bei Veranstaltungen wie der Museumsnacht. ... Ach, Sie waren Ende August da? Na, da haben Sie ja schon einige zukünftige Vereinskollegen von weitem gesehen. Bei solchen Veranstaltungen organisieren und betreuen wir nämlich das Kinderprogramm, diesmal stand eine spannende Museumsrallye im Mittelpunkt. Wem das alles nicht liegt, der darf uns auch gerne nur durch seinen Jahresbeitrag unterstützen. Dafür bekommen Sie dann am Jahresende eine Spendenbescheinigung; denn der FNU ist als gemeinnützig anerkannt.
So, nun wollen wir aber endlich mal ins Haus gehen. ...Was dort auf der Wildbienenwand steht? ... Da steht „FÖJ". Eigentlich wollte ich Ihnen das ja drinnen erzählen, aber dann machen wir das eben hier. Das Freiwillige Ökologische Jahr, kurz FÖJ, ist eine Einrichtung für Jugendliche und junge Erwachsene. Man nimmt sich ein Jahr Zeit und arbeitet in einer der mehr als 130 Einsatzstellen in Schleswig-Holstein, im Sinne der Natur. ... So etwas Ähnliches wie das Freiwillige Soziale Jahr? ...Ja, kann man so sagen, nur dass man sich im FÖJ für ökologische Belange einsetzt. ... Jedenfalls stellt der FNU seit 1998 dem Museum diese Stelle zur Verfügung und finanziert sie mit. Wir sind wirklich froh, dass diese Stelle seitdem jedes Jahr besetzt werden konnte. Die FÖJler leisten hier wirklich großartige Arbeit in der Museumspädagogik und verwirklichen im Museum eigene Projekte. Sie sehen ja die Wildbienenwand. Und soll ich Ihnen was sagen? Die erste FÖJlerin war ich selbst. Ehrlich! Das ist allerdings schon fast zehn Jahre her.
So, folgen Sie mir nun bitte in den Domhof. Auf dem Weg dahin erzähle ich Ihnen am besten, welche Vergünstigungen Sie als Vereinsmitglied haben. Zunächst einmal erhalten Sie Einladungen zu jeder Veranstaltung des Museums und des FNU, die sie dann kostenlos besuchen dürfen. Und dann gibt es regelmäßig Bustouren zu naturkundlich oder geologisch interessanten Orten...Das haben Sie schon mal in der Zeitung gelesen? ... Stimmt. Diese Exkursionen sind selbstverständlich auch öffentlich, aber Vereinsmitglieder können sich vorher anmelden und zahlen auch weniger. ... Wo die letzte Tour hinging? ...In den Schweriner Zoo. Anschließend gab's eine Wanderung durch den Schlosspark von Ludwigslust. Wir waren auch schon auf Rügen und im Meeresmuseum Stralsund.
Hier drüben an der Rückseite des Museums sehen Sie das Walhaus. In diesem gläsernen Anbau ist das 14 Meter lange Skelett eines Pottwals untergebracht. Dies ist eines der Projekte, die der FNU finanziell unterstützt hat; denn die Mitgliedsbeiträge und Spenden, die an den Verein gehen, werden satzungsgemäß für Ausstellungen und Veranstaltungen des Museums verwendet. Auch das „Studio Natur" im dritten Stock wurde vom Verein als Schulungsraum mit Binokularen, Büchern und Arbeitsmaterial ausgestattet.
Nun führe ich Sie noch in den ersten Stock. Hier wollen wir einen Blick durch die Glastüre werfen. ...Sieht eher wie eine Baustelle aus? ... Stimmt. Hier entsteht die neue Ausstellung „Im Reich des Wassermanns". ...Warum Wassermann? ...Lassen Sie sich überraschen! Es geht jedenfalls um Wakenitz, Trave und Ostsee. Dies ist zurzeit unser größtes Anliegen. Es fehlt noch ein bisschen Geld. Deswegen hat das Museum die Aktion „Ein Floh für den Wassermann" ins Leben gerufen. Möchten Sie sich daran beteiligen? Beim Besucherservice erfahren Sie Näheres. Unsere Zeit ist um. Und auf dieser Seite des Wochenspiegels ist auch kein Platz mehr. Ich mache es kurz: Der FNU ist eine tolle Sache. Wir unterstützen das Museum für Natur und Umwelt finanziell und aktiv. Mitgliedsanträge gibt es hier drüben. Ich danke Ihnen fürs Zuhören. Auf Wiedersehen.
Dieser Artikel erschien im Lübecker Wochenspiegel vom 10.11.2007
Der 14 Meter lange Pottwal ist eine Attraktion des Museums für Natur und Umwelt. Die Präparation des Skelettes und der Bau der gläsernen Walhalle wurden vom FNU finanziell unterstützt.



