• Kleinlibellen, © Alberto Ghizzi Panizza

Dauer- und Sonderausstellungen der LÜBECKER MUSEEN im August 2022

Pressemitteilung als PDF hier

Dauer- und Sonderausstellungen der LÜBECKER MUSEEN im August 2022

 

Buddenbrookhaus

 

Interimsausstellung

„Buddenbrooks im Behnhaus“

BIS voraussichtlich 31.12.2022

Das Buddenbrookhaus ist seit dem 01.01.2020 für den großen Umbau geschlossen. Nach der sanierungsbedingten Schließung des Museums Behnhaus Drägerhaus heißt die Interimsausstellung des Buddenbrookhauses seit 14. April wieder Besucher:innen willkommen: In einer etwas konzentrierteren und den neuen Räumlichkeiten angepassten Variante ist in der Festraumfolge des Drägerhauses die Ausstellung „Buddenbrooks im Behnhaus“ zu sehen. In der gemeinsam vom Buddenbrookhaus und Behnhaus genutzten Diele sollen zudem die Bezüge zwischen den Manns und den Buddenbrooks zur Sammlung des Behnhauses verstärkt herausgearbeitet werden.

Museum Behnhaus Drägerhaus
Eintritt: 8 € / Ermäßigte 4 € / Kinder 2,50 €
Öffnungszeiten:
1. April bis 31. Dezember: Di-So von 10-17 Uhr

 

Sonderausstellung 

„Geschichten aus der Sammlung“

Ein Kooperationsprojekt des Buddenbrookhauses und des IMIS der Universität zu Lübeck

BIS voraussichtlich 01.01.2025 

Gehen Sie in unserem Infocenter und Museumsshop Buddenbrooks am Markt auf eine Forschungsreise. Was verraten Ihnen die Objekte aus unserem Archiv über die Familie Mann und ihre literarischen Werke? Wir erzählen Ihnen große und kleine Geschichten aus der Sammlung des Buddenbrookhauses. Mit Ihrem Smartphone und der Infogrid App sowie einer InteractiveWall können Sie Spannendes und Kurioses rund um die wohl bekannteste Familie der Literaturgeschichte entdecken. Sie haben an neuesten Forschungen teil und können den Biografi en der Manns anhand von Briefen und persönlichen Gegenständen auf den Grund gehen. Thomas Mann und seine Kinder Erika, Klaus, Golo, Monika, Elisabeth und Michael lernen Sie in virtuellen Bilderpanoramen ebenso kennen wie Heinrich Mann mit seiner Tochter Leonie. Die digitale Sammlungspräsentation des Buddenbrookhauses ist technisch eine Neuheit. Hier erprobt das Institut für Multimediale und Interaktive Systeme der Universität zu Lübeck (IMIS) neue Museums- und Lernsoftware. Ihr Feedback zählt bei der Weiterentwicklung!

 

Infocenter und Museumsshop

BUDDENBROOKS AM MARKT

Markt 15, 23552 Lübeck

 

Eintritt: frei

Öffnungszeiten:

1. Januar bis 31. Dezember: Mo-Sa von 11-17 Uhr

 

Günter Grass-Haus

 

Neue Dauerausstellung

„Das ist Grass”

Günter Grass-Fans aufgepasst: Seit 9. März ist die neue Dauerausstellung im Günter Grass-Haus eröffnet. Ihr Titel: „Das ist Grass“! Sie zeigt erstmals in der Geschichte des Museums, das dieses Jahr im Oktober übrigens sein 20jähriges Bestehen feiert, eine werkbiografische Übersicht von Leben und Werk des berühmten Literaturnobelpreisträgers von der Geburt im Jahre 1927 bis zu seinem Tod 2015. Dabei wird deutlich, wie sehr sich die deutsche Geschichte in der Biografie von Grass widerspiegelt. In verschiedenen Abschnitten werden Kindheit und Jugend in Danzig (1927 bis 1945), seine Jahre als Bildhauer in der Nachkriegszeit (1946 bis 1956), sein Weg als Schriftsteller zum Weltautor mit dem Erscheinen der Blechtrommel (1956 bis 1959), sein Schaffen als Grafiker und Maler parallel zum Schreiben, sein Erhalt des Literaturnobelpreises 1999 sowie sein Tod und seine Bedeutung für die Weltliteratur beleuchtet. Dabei stehen Originalexponate im Vordergrund: Die Besucher:innen können Zeichen- und Schreibwerkzeuge, Manuskripte, ein Skizzenbuch, Plastiken, Zeichnungen, Druckgrafiken, Aquarelle, Umschlagentwürfe, historische Dokumente u. v. m aus dem Besitz von Grass entdecken – darunter die Olivetti, seine Schreibmaschine, auf der er die Blechtrommel schrieb. Ergänzt wird die Schau durch Fotos, Texttafeln, Wandzitate und Skulpturen sowie einem exklusiv produzierten Film mit dem Schlagzeuger Bela B.

 

Exkursion

„Tour de Grass“ 

Mit App und Rad auf den Spuren des Literaturnobelpreisträgers!

BIS 31.12.2025

Erfahren Sie mit der Smartphone-App »Tour de Grass« die Landschaft des Künstlers Günter Grass und erleben Sie seine Werke an jenen Orten, an denen sie geschaffen wurden.

Die mobile Erlebnistour führt Sie von der Hansestadt Lübeck bis zur Eulenspiegelstadt Mölln entlang des Elbe-Lübeck-Kanals. Dazwischen liegt Behlendorf – ein beschaulicher Ort, in dem sich Günter Grass ganz in Ruhe auf sein literarisches und bildkünstlerisches Werk konzentrieren konnte.

Ob Sie die Vielfalt der Endmoränenlandschaft mit dem Rad oder zu Fuß erkunden, ob Sie Pilze sammeln, Landluft atmen, scheinbar Gewohntes neu sehen oder Unbekanntes entdecken wollen – mit der »Tour de Grass« bereichern Sie Ihren Ausflug. Hören Sie Geschichten und Gedichte von Günter Grass, vergleichen Sie seine Aquarelle mit der aktuellen Landschaft und lösen Sie verschiedenste Aufgaben mit Hilfe von Augmented Reality. So können Sie zum Beispiel ein Plattboden-Schiff virtuell nachbauen, mit dem vor 500 Jahren das Salz nach Lübeck kam. 

Entdecken Sie den Maler, Grafiker, Bildhauer und Schriftsteller Günter Grass und die facettenreiche Region, die für ihn zur Ersatzheimat wurde. Mit der »Tour de Grass« folgen Sie einem ganz besonderen Erzählstrom durch die beeindruckende Landschaft entlang der Blauen Ader des Herzogtums Lauenburg.

Die Nutzung der App ist kostenlos. Sie kann in den offiziellen App-Stores von Android und Apple abgerufen werden. 

 

„Tatort Gerresheim”
Augmented Reality-Tour

Ein Kriminalfall aus der »Blechtrommel«

BIS 31.12.2025

Mit der Augmented Reality-Tour »Tatort Gerresheim« können Besucher:innen den dritten Teil des Jahrhundertromans und gleichzeitig das Günter Grass-Haus vollkommen neu entdecken. Sie ermitteln auf den Spuren von »Kommissar Lux«, jenem Hund, der Oskar Matzerath den entscheidenden Hinweis über das Verschwinden der Krankenschwester Dorothea Köngetter lieferte.

 

„Die Blechtrommel” - Das Quiz mit Smudo

Brausepulver aufschäumen, Erinnerungen zurücktrommeln, Oskar Matzeraths dreißigsten Geburtstag feiern? Das alles ist jetzt kontaktlos im Günter Grass-Haus möglich. Bei unserem »Blechtrommel«-Quiz entdecken Sie den weltberühmten Debütroman von Günter Grass mit Hilfe eines gestenbasierten Sensors. Die verschiedenen Aufgaben lösen Sie also virtuell. In über zehn Fragen stellt unser Quizmaster Smudo Ihr Wissen zur »Blechtrommel« auf die Probe. Viel Glück! 

 

Sonderausstellung

„Die fantastische Welt der TOVE JANSSON”

28.03.2022 BIS 25.09.2022

Mumin, die Kleine Mü, Schnupferich oder das Snorkfräulein sind fantastische Wesen, die im Mumintal leben – eine Welt voller Freude und Abenteuer. Die Geschichten über die weißen Trolle, die in mehr als 40 Sprachen übersetzt werden, machen die finnische Künstlerin Tove Jansson (1914–2001) weltberühmt. Seit Jahrzehnten begeistern die Mumins Generationen von Kindern und Erwachsenen.

Aufregend ist auch das Leben ihrer Schöpferin. Als Malerin, Karikaturistin und Schriftstellerin schafft Tove Jansson ein einzigartiges Werk, das von der Leidenschaft für Bilder und Geschichten geprägt ist. Bis heute gilt sie in Skandinavien als Identifikationsfigur. Als junge Künstlerin karikiert sie den Nationalsozialismus und lebt später ihre Homosexualität frei aus – zu einer Zeit, in der gleichgeschlechtliche Liebe in Finnland strafrechtlich verfolgt wird. 

Die Ausstellung zeigt die Entstehung der geheimnisvollen Muminwelt. Sie spannt den Bogen über das in Deutschland bisher kaum bekannte malerische Œuvre von Tove Jansson bis hin zu ihrer späten Literatur für Erwachsene. Zu sehen sind über vierzig hochkarätige Leihgaben aus Finnland. Die Schau nimmt kleine und große Museumsgäste mit auf eine lange Reise durch das unkonventionelle Leben und Schaffen von Tove Jansson!

 

Günter Grass-Haus

Eintritt: 8 € / Ermäßigte 4 € / Kinder 2,50 €

Öffnungszeiten:

1. Januar bis 31. März: Di-So von 11-17 Uhr

1. April bis 31. Dezember: Mo-So von 10-17 Uhr
 

 

St. Annen-Museum / Museumsquartier St. Annen

 

Sonderausstellung

„Das Holstentor steht Kopf. Die Camera obscura und Werke von Martin Streit vor dem Holstentor und im St. Annen-Museum“

21.05.2022 BIS 28.08.2022

Das Projekt der begehbaren Camera obscura vor dem Holstentor fügt sich lückenlos in das Schaffen des 1964 in Koblenz geborenen Kölner Künstlers Martin Streit ein, das im St. Annen-Museum gezeigt wird. Nach einer Ausbildung zum Kunstglaser in Trier und dem Studium an den Kunstakademien in Münster und Düsseldorf hat der Meisterschüler von Gotthard Graubner seine künstlerischen Erfahrungen in Arbeitsaufenthalten in Paris, Rom und New York vertieft. 

Eine Fotoserie mit einer tragbaren Camera obscura war dem Projekt „Lichtkammer“ bereits vorangegangen. Immer, so auch in seiner Malerei, hat der Künstler einen sehr poetischen Blick auf die Dinge. Er konzentriert sich auf ein Motiv und setzt es in einen zeitlosen Kontext, in dem Farbe und Licht zu den bestimmenden Koordinaten werden. Dabei gewinnen Formen an Kontur und lösen sich zugleich wieder auf. Mit feinsten Nuancierungen und Abstufungen schafft er Atmosphäre und eine gewisse Unschärfe. Auf den ersten Blick scheinbar leicht zu erfassen, gewinnen die Motive an Vielfalt und Lebendigkeit, je länger sich der Betrachtende damit auseinandersetzt. Sie werden konkreter und gleichzeitig abstrakter, räumlich und flächig zugleich und spielen mit uns ein variantenreiches Spiel menschlicher Wahrnehmung.

Diesen Prinzipien liegt eine intensive Auseinandersetzung mit der Malerei an und für sich zugrunde. Ausgehend von einem einfachen Gegenstand setzt sich Martin Streit mit Fläche und Linie, Farbe und Form auseinander, um dem Geheimnis der Wirkung des Lichts auf die Spur zu kommen und damit in seinen Bildern, seien es Fotografien oder Malereien zu spielen. In diesem Sinne ist er ein zutiefst klassischer Maler.

So wird die Ausstellung letztlich zur konsequenten Fortführung der Leitprinzipien von Cranach – Kemmer – Lübeck in unserer Zeit: Es geht einmal mehr um die Auseinandersetzung eines Malers mit den Prinzipien der Malerei und den Menschen der Hansestadt Lübeck.

 

Dauerausstellung

Das große Fest – Danziger Textilschätze II

Das St. Annen-Museum bewahrt einen ganz besonderen Schatz: die Danziger Paramente. Dabei handelt es sich um kostbarste Gewänder für den Gottesdienst. 2019 wurde erstmals seit zehn Jahren wieder eine Auswahl der wertvollen Stücke ausgestellt. Sie alle unterliegen strengen konservatorischen Bedingungen. So müssen sie nach etwa eineinhalb Jahren wieder eine Zeit ohne Licht verwahrt werden. Jetzt zeigt das St. Annen-Museum die nächsten frisch restaurierten Stücke aus diesem besonderen Konvolut. 

Rund 100 der erhaltenen Objekte des berühmten Danziger Paramentenschatzes gehören als Dauerleihgabe der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK), Hannover seit 1990 zu den Highlights des Hauses. Feinste Stickereien mit purem Gold und byzantinische Seiden zeigen den hohen Wert, der diesen Gewändern ehemals zugemessen wurde. Sie stammen aus der ehemaligen Marienkirche in Danzig und sind vorwiegend im 14. und 15. Jahrhundert entstanden. In der Danziger Marienkirche versteckt, überdauerten sie Reformation und Kriege. Erst im 19. Jahrhundert hat man sie zufällig bei Bauarbeiten wiederentdeckt. Das macht sie so besonders wertvoll, wurden sie doch über Jahrhunderte weder benutzt noch verändert.

Es ist unglaublich und zugleich äußerst selten, wie gut sich die Farben der Seidenstickereien, die feinen Samte und auch die Partien aus purem Gold erhalten haben. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Teil der textilen Schätze nach Lübeck gebracht. Weitere rund 100 Stücke befinden sich wieder in Danzig, einige wenige im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg sowie weitere an anderen Standorten.

Bei der Präsentation wird erneut großer Wert auf das Miteinander der Künste des Mittelalters gelegt. So werden die Gewänder gemeinsam mit Architektur, Glasmalerei, Kirchenausstattung, liturgischem Gerät und Altären ein schönes und stimmiges Gesamtbild präsentieren. All die Objekte dienten dazu, den Gottesdienst als großes Fest für die Christen zu gestalten.

 

Dauerausstellung

Geheimnis Mittelalter.

Die größte Sammlung norddeutscher Schnitzaltäre

Im Kreuzgang des ehemaligen Klosters haben viele der großen alten Meisterwerke Lübecks und seiner Umgebung einen historischen Ort gefunden. Das Museum präsentiert mit seinen 28 prächtigen Altären, seinen Tafelbildern und etlichen Holz- und Kalksteinskulpturen die Welt des Mittelalters in Lübeck vom 13. bis zur ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

 

Dauerausstellung

Das Innere des Lübecker Weltkulturerbes

Ein Blick ins Wohnzimmer – Leben im historischen Lübeck

Wie wohnten und lebten die Bürger, Kaufleute und Handwerker hinter den Fassaden ihrer Backsteinhäuser? Davon kann sich der Lübeck-Besucher heute nur noch im St. Annen-Museum ein Bild machen: In seinen Ausstellungsräumen zeigt das St. Annen-Museum, mit welchem Mobiliar sich die Bürger umgaben, wie sie ihre Wohnräume dekorierten und ihre Tische deckten, wie sie sich kleideten, wie sie feierten und an welchen Werten und Normen des Zusammenlebens im Alltag sie sich orientierten.

 

St. Annen-Museum

Eintritt: 8 € / Ermäßigte 4 € / Kinder 2,50 €

Öffnungszeiten:

  1. April bis 31. Dezember: Di-So von 10-17 Uhr
     

 

 

Kunsthalle St. Annen / Museumsquartier St. Annen

 

Sonderausstellung

„60er –70er, Die Zukunft ist nah!“

22.07.2022 BIS 03.10.2022

Im Depot der Kunsthalle St. Annen schlummern zahlreiche Schätze aus den 1960er und 1970er Jahren, die lange nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt wurden. Dies soll sich nun ändern: Ab Freitag, 21. Juli, sind in der Ausstellung „60er - 70er: Die Zukunft ist nah! Sammlungspräsentation der Kunsthalle St. Annen“ rund 50 Werke von ca. 45 Künstler:innen aus dieser Zeit zu sehen, die sich alle entweder im Besitz oder als Dauerleihgabe im Museum befinden. Präsentiert werden hauptsächlich Gemälde, beispielsweise der Künstler:innen Harald Duwe, Günter Fruhtrunk, Rupprecht Geiger, Gotthart Graubner, Gerhard Hoehme, Ernst Wilhelm Nay, Arnulf Rainer HA Schult, Kai Sudeck, Heide Rose-Segebrecht und Günther Uecker. Ihnen gemein ist die zentrale Bedeutung von Form, Geste und Farbe. Jede:r der ausgestellten Künstler:innen experimentiert auf seine Weise, macht Vorschläge und interagiert mit und durch seine Werke.
Die Schau ist gegliedert in die Themengruppen "Mensch sein", "Natur", "Moderne Welt" und "Form-Farbe-Licht". Sie ist bis 3. Oktober zu sehen.

 

Kunsthalle St. Annen

Eintritt: 8 € / Ermäßigte 4 € / Kinder 2,50 €

Öffnungszeiten:

1. April bis 31. Dezember: Di-So von 10-17 Uhr
 

 

Museum Behnhaus Drägerhaus

 

Sonderausstellung

„Von Caspar David Friedrich bis Edvard Munch. Die Highlights der Sammlung im Drägerhaus“

13.03.2022 BIS 31.12.2022

Die Sanierung des Museums Behnhaus Drägerhaus, die 2021 bereits im Keller begonnen wurde, wird 2022 in den oberen Etagen fortgeführt. Der Bereich des Behnhauses bleibt für die Dauer der Sanierungsarbeiten für ca. zwei Jahre geschlossen. Am 13. März jedoch wurde in den Räumen des Drägerhauses der museale Betrieb wiederaufgenommen. Die Schau „Von Caspar David Friedrich bis Edvard Munch“ präsentiert komprimiert die ausgewählten Highlights der Sammlung des Museums. Auf die Besucher:innen warten Gemälde und Plastiken international renommierter Künstler des 19. Jahrhunderts und der klassischen Moderne. Zu sehen ist große Kunst mit Lübecker, norddeutscher und nordeuropäischer Ausrichtung.

 

Museum Behnhaus Drägerhaus

Eintritt: 8 € / Ermäßigte 4 € / Kinder 2,50 €

Öffnungszeiten:

  1. April bis 31. Dezember: Di-So von 10-17 Uhr

 

Museum Holstentor

 

Sonderausstellung

„Das Holstentor steht Kopf. Die Camera obscura und Werke von Martin Streit vor dem Holstentor und im St. Annen-Museum“

21.05.2022 BIS 28.08.2022

Das Holstentor ist nach dem Kölner Dom die zweite Station der begehbaren Camera obscura von Martin Streit, mit der große Bauwerke und Wahrzeichen neu erlebbar werden. Das Projekt wurde auf der Raketenstation der Insel Hombroich in Neuss entwickelt. Die Camera obscura, die auf der Holstentorwiese stehen wird, hat eine Gesamtgröße von 13,6 m Länge, 2,40 m Breite und eine Höhe von 5,20 m. Sie wiegt ca. 13 Tonnen und bietet die außergewöhnliche Gelegenheit, das Holstentor ganz neu zu erfahren.

Im dunklen Inneren der Camera obscura erscheint die Außenwelt wie ein gemaltes Bild. So wird das reale, bis heute vielfach fotografierte Bauwerk, in eine poetische Bildsprache transformiert und lehrt uns das Sehen neu, ohne dass sich der Künstler aktiv einbringt. Es dauert 3-5 Minuten, die sich unser menschliches Auge an die Dunkelheit des Innenraums gewöhnen muss, während das Abbild immer mehr an Präsenz und Klarheit gewinnt. Hier wird in konzentrierter und fast meditativer Atmosphäre das Sehen selbst und der Bild erzeugende Prozess zum Thema. Genau das hat sich der Kölner Künstler Martin Streit mit seinem außergewöhnlichen Projekt „Lichtkammer“ vorgenommen. Als Maler setzt er sich intensiv mit den Bedingungen von Licht, Farbe und Form auseinander, so dass seine Arbeiten mit dieser speziellen Kamera geradezu folgerichtig sein malerisches Streben fortsetzen.

Die Camera obscura ist der Vorläufer aller Kameras. Ihr liegt ein optisches Prinzip zugrunde, das bereits seit der Antike bekannt ist und Naturwissenschaftler, Astronomen und Künstler wie etwa Jan Vermeer, nutzen sie seither für ihre Forschungen und um die Welt darzustellen. Sie wiederholt im Prinzip die Wahrnehmung des menschlichen Auges: Fällt durch eine Lochblende oder Linse Licht in einen ansonsten dunklen Raum, so erzeugt es auf dessen gegenüberliegender Fläche ein seitenverkehrtes und auf dem Kopf stehendes Abbild. Unser Gehirn stellt dabei allerdings im Gegensatz zur Camera obscura die spiegel- und seitenverkehrten Bilder wieder „richtig“. 

Martin Streit verzichtet in seiner begehbaren Camera obscura bewusst auf jegliche Form von Spiegeln oder Linsen. In der Außenwand der begehbaren Installation befindet sich in etwa 4 Metern Höhe lediglich ein Loch von 2-3 cm Durchmesser, durch das das Tageslicht in den Innenraum dringt. Je kleiner die Lochblende ist, desto gebündelter sind die Strahlen und schärfen das Abbild.

In der Ausstellung im St. Annen-Museum werden weitere Arbeiten von Martin Streit gezeigt, die seine Faszination im Umgang mit diesem Prinzip und im Dialog mit seiner Malerei zeigen. Die jüngsten Werke sind in diesem Frühjahr in Lübeck entstanden.

Camera Obscura

Eintritt: 4 € / Ermäßigte 2 €

Online Buchungsmöglichkeit: https://museum-holstentor.de/tickets-buchen 

Öffnungszeiten:

Mo-So 10-18 Uhr

 

Dauerausstellung

Die Macht des Handels

Lübeck als bedeutendster Handelsplatz im ganzen Ostseeraum

Lübecks Position im Zentrum der nordeuropäischen Handelswege machten die Stadt zur Königin der Hanse - das Holstentor ist ihr Wahrzeichen. In der Ausstellung wird man in die Wirkungsstätten des Fernhandelskaufmanns sowie in die Geschichte der Stadt, in ihre Topografie und Architektur eingeführt.

 

Holstentor

Eintritt: 8 € / Ermäßigte 4 € / Kinder 2,50 €

Öffnungszeiten:

1. April bis 31. Dezember: Mo-So von 10-18 Uhr

 

 

Museum für Natur und Umwelt

 

Wanderausstellung

Facettenreiche Insekten

Vielfalt, Gefährdung, Schutz

13.08.2022 BIS 19.02.2023

Insekten sind die artenreichste Klasse der Tiere und halten erstaunliche Rekorde. Ohne sie geht nichts – oder nicht gut! Obwohl wir Menschen auf die Dienste von Bienen, Schmetterlingen, Käfern und Co. angewiesen sind, tragen wir die Verantwortung für ihren Rückgang. Die Wanderausstellung „Facettenreiche Insekten: Vielfalt I Gefährdung I Schutz“ bietet Information, Spaß, Überraschung, Beteiligung und Zuversicht. Jede:r kann helfen, Insekten zu schützen. Neuste Forschungserkenntnisse des Museumsverbundes der Nord- und Ostsee Region e. V. (NORe) beleuchten die Situation in Norddeutschland.

Vom 13. August 2022 bis zum 19. Februar 2023 können Interessierte die Ausstellung im Museum für Natur und Umwelt in Lübeck besuchen – Lübeck brummt! Die Ausstellung wird begleitet von zahlreichen Vorträgen, Exkursionen, Workshops und Veranstaltungen rund um das Thema der facettenreichen Insekten und deren Artenschutz.

 

Sonderausstellung

Wissenschafts-Schaufenster SCIENCE AKTUELL

Faszination Kulturlandschaft. Das Dummersdorfer Ufer

BIS 25.09.2022

Das „Wissenschafts-Schaufenster“ im Museum informiert mit "FASZINATION KULTURLANDSCHAFT. DAS DUMMERSDORFER UFER" über die Landschaft am Dummersdorfer Ufer im Mündungsbereich an der Trave nahe der Ostsee. Gezeigt wird die kulturhistorische Entwicklung des Dummersdorfer Ufers und die ökologische Bedeutung der einzigartigen Pflanzengesellschaft. Im Naturschutzgebiet Dummersdorfer Ufer wächst eine besondere, wärme- und lichtliebende Pflanzengemeinschaft, der sogenannte Magerrasen. Inmitten großer Artenvielfalt finden sich viele Rote-Liste-Arten, die anderswo nicht bestehen könnten. Solche naturnahen Kulturlandschaften entstehen z. B. durch Jahrhunderte lange, extensive landwirtschaftliche Nutzung. Die Landschaftspflege übernehmen heute vor allem Heidschnucken und Ziegen, die die Flächen beweiden. Die Besucherinnen und Besucher erwarten interessante Einblicke in aktuelle, naturwissenschaftliche Forschung. Eine interaktive Medien-Station lädt ein, Filmmaterial und andere spannende Fakten rund um das Dummersdorfer Ufer zu entdecken.

Dipl.-Umweltwissenschaftlerin Oda Benthien hat die kleine Schau begleitend zu ihrem Dissertationsprojekt „Auswirkungen von Klimawandel und Beweidung auf Magerrasengesellschaften“ und innerhalb ihres wissenschaftlichen Volontariats am Museum für Natur und Umwelt erstellt (Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung (ZKFL) der Universität zu Lübeck). Sie arbeitete mit dem Amt für Denkmalschutz und Archäologie der Hansestadt Lübeck, dem Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer   e. V. und dem Institut für Multimediale und Interaktive Systeme (IMIS) der Universität zu Lübeck zusammen.

Das Wissenschafts-Schaufenster SCIENCE AKTUELL ist auf Initiative des Wissenschaftsmanagement Lübeck als Projektidee formuliert und in die erfolgreiche Bewerbung als Stadt der Wissenschaft 2012 aufgenommen worden. Das Museum für Natur und Umwelt präsentiert seit dem Wissenschaftsjahr nun kompakt in einer Ausstellungsstation aktuelle wechselnde Forschungsarbeiten von Lübecker Hochschulen und Forschungsinstituten. SCIENCE AKTUELL wird von der Possehl-Stiftung gefördert.

 

Dauerausstellung

Pottwal

Das originale Skelett eines ca. 14 Meter langen männlichen Pottwals, der Dezember 1997 vor der dänischen Insel Römö strandete, ist eine riesige Attraktion! Es wurde eigens ein gläserner Anbau am Museum für Natur und Umwelt im stimmungsvollen Domhof realisiert.

 

Dauerausstellung

Von Flüssen und Meer

Die Vielfalt von Wakenitz, Trave und Lübecker Bucht entdecken

Die vielfältigen Lebensräume und die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt haben die Lübecker
Region zu einem "Hotspot der Artenvielfalt" gemacht. In der Naturerlebnis-Ausstellung „Von Flüssen und Meer" tauchen die Besucherinnen und Besucher in die Flüsse Wakenitz und Trave, sowie die nahe Ostsee, insbesondere die Unterwasserwelt der Lübecker Bucht, ein.

 

Dauerausstellung

Natur vor der Tür

Stadtökologie, Wald und Wissenschafts-Schaufenster

Die Ausstellung zeigt heimische Säugetiere und Vögel - zum Beispiel einem Storchenpaar bei der Begrüßung am Nest - sowie Insekten. Ein "Gläserner Bienenstock" ermöglicht es unter anderem, die Honigbienen bei ihren verschiedenen Tätigkeiten zu beobachtet und die Sprache der Bienen lernen.

 

Dauerausstellung

Steine erzählen

Zeitreise durch die Erdgeschichte und versteinerte Wale

Gehen Sie im Museum für Natur und Umwelt auf eine Zeitreise durch die verschiedenen Erdzeitalter und erleben Sie, wie sich die Natur an dem Ort, der heute Schleswig-Holstein ist, entwickelt hat.

 

Museum für Natur und Umwelt

Eintritt: 6 € / Ermäßigte 3 € / Kinder 2 €

Öffnungszeiten: Di-Fr von 9-17 Uhr, Sa-So von 10-17 Uhr

 
 

Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk

 

Sonderausstellung

„Im Auftrag des Werks – im Spiegel der Arbeit“

Lübecker Industriekunst vor 100 Jahren

Vom 13.05.22 BIS 14.08.2022

Diese Ausstellung stellt 14 Radierungen des Industriekünstlers Dirk van Hees in den Mittelpunkt. Es handelt sich hierbei um einen eher unbekannten, aber sehr begabten Industriekünstler. Die Radierungen von sehr hoher Qualität stammen aus einer Mappe zum 25-jährigen Werksjubiläum des Hochofenwerkes Lübeck und kamen in einem originalen, an den damaligen Generaldirektor, Dr. Moritz Neumark, adressierten Paket, 1930 in Lübeck an.

Die Radierungen zeigen Szenen und Gebäude sowie Arbeitsabläufe am Lübecker Hochofenwerk in der Anfangszeit des Werksbestehens. Ziel dieser Kunstwerke war es, die Arbeitsabläufe und Werkstätten darzustellen, ebenso wie die Arbeit am Werk zu glorifizieren.

Die Ausstellung im Industriemuseum soll keine reine Kunstausstellung zur Industriekunst sein, obwohl die Werke von sehr hoher Qualität und für sich genommen ein Erlebnis sind. Es geht auch darum, die Radierungen in einen historischen Kontext zu setzen und zu erläutern, was genau dargestellt ist. Jedes Bild begleitet eine detaillierte Erläuterung zum Motiv und zu den dargestellten Abläufen und Gebäuden bzw. den Tätigkeiten der Arbeiter.

Ergänzt wird die Ausstellungen von weiteren Werken von Dirk van Hees sowie 15 anderen Beispielen von Industriekunst der Künstler Eschke (1921), Krausser (1925), Richter (1954), Assmann (1980/81) und Steinbrüggen (1992) aus sehr unterschiedlichen Zeitperioden und mit sehr unterschiedlichen Hintergründen, aber alle zu industriellen Themen.

Des Weiteren wirft die Ausstellung die Frage nach der Industriekunst auf, nach ihren Künstlern und Auftraggebern, nach ihrer Motivation und Faszination - nach der Veränderung der Kulturlandschaft und der Härte der Arbeit.

 

Dauerausstellung

Leben und Arbeit in Herrenwyk

Geschichte des Hochofenwerkes Lübeck und seiner Arbeiter

Die Ausstellung zeigt die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Hochofenarbeiter und ihrer Familien, mit dem Schwerpunkt auf den 1920er und 1930er Jahren.

 

Dauerausstellung

‚Ich erinnere mich nur an Tränen und Trauer…‘

Zwangsarbeit in Lübeck von 1939 bis 1945

Während des Zweiten Weltkrieges mussten Zehntausende von Zwangsarbeiter:innen und Kriegsgefangenen aus allen von der Wehrmacht besetzten Gebieten Europas in der Lübecker Rüstungsindustrie arbeiten. Die Dauerpräsentation zeigt in Form eines Großlesebuches alle Facetten ihrer Geschichte.

 

 

Dauerausstellung

‚Damit was bleibt von Flender…‘

Arbeit und Arbeiter auf der Werft

Die Dauerausstellung gibt anhand von Bild-Texttafeln, Großlesebüchern, Schiffsmodellen und
einzelnen Gerätschaften aus der Arbeit der Schiffbauer einen Überblick über die Geschichte
der Flender Werft von ihren Anfängen 1917 bis zum Ende in den Jahren 2002/2003.

 

Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk

Eintritt: 4 € / Ermäßigte 3 € / Kinder unter 15 J. 2 €

Öffnungszeiten: Freitags von 14-17 Uhr, Sa-So von 10-17 Uhr