Aktuell
Täglich
Museum Holstentor
Die Macht des Handels
Lübeck als bedeutendster Handelsplatz im ganzen Ostseeraum
Die Macht des Handels
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Lübecks Position im Zentrum der nordeuropäischen Handelswege machten die Stadt zur Königin der Hanse - das Holstentor ist ihr Wahrzeichen. In der Ausstellung wird man in die Wirkungsstätten des Fernhandelskaufmanns sowie in die Geschichte der Stadt, in ihre Topografie und Architektur eingeführt. Daneben beleuchtet sie die Seefahrt, das Marktgeschehen und das Recht im Mittelalter. Das Museum regt zum Entdecken und Erforschen an: Die gehandelten Waren kann man riechen, man kann den Bürgermeister hören, wie er auf dem mittelalterlichen Markt Recht spricht, das historische Lübeck wird im Film und im großen Stadtmodell vorgestellt, Schiffsmodelle und nautische Geräte zeigen den Kaufmann auf großer Fahrt. Und auch die Strafrechtsinstrumente der mittelalterlichen Rechtsprechung, von der Streckbank bis zum Keuschheitsgürtel, werden gezeigt.
Täglich
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Leben und Arbeit in Herrenwyk
Geschichte des Hochofenwerkes Lübeck und seiner Arbeiter
Leben und Arbeit in Herrenwyk
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Die Ausstellung beschreibt hauptsächlich anhand von Inszenierungen wie z. B. Arbeit am Masselbett, Büro, Labor, Schmiede, Kaufhaus, Arbeiterwohnung die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Hochofenarbeiter und ihrer Familien, mit dem Schwerpunkt auf den 1920er und 1930er Jahren. Neben Originalgeräten und -einrichtungen geben Fotos sowie Ausschnitte aus Zeitzeugeninterviews eine vertiefende Erklärung.
Täglich
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
"Ich erinnere mich nur an Tränen und Trauer ..."
Zwangsarbeit in Lübeck von 1939 bis 1945
"Ich erinnere mich nur an Tränen und Trauer ..."
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Während des Zweiten Weltkrieges mussten Zehntausende von ZwangsarbeiterInnen und Kriegsgefangenen aus allen von der Wehrmacht besetzten Gebieten Europas in der Lübecker Rüstungsindustrie arbeiten. Die Dauerpräsentation zeigt in Form eines Großlesebuches alle Facetten ihrer Geschichte. Fotos und Ausschnitte aus Briefen und Fragebögen rücken das Leben und Leiden des/der Einzelnen in den Vordergrund der Darstellung.
Täglich
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
"Damit was bleibt von Flender ..."
Arbeit und Arbeiter auf der Werft
"Damit was bleibt von Flender ..."
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Die Dauerausstellung gibt anhand von Bild-Texttafeln, Großlesebüchern, Schiffsmodellen und einzelnen Gerätschaften aus der Arbeit der Schiffbauer einen Überblick über die Geschichte der Flender Werft von ihren Anfängen 1917 bis zum bitteren Ende in den Jahren 2002/2003.
Vorschau
Rückblick
10.07.2016 bis 15.01.2017
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Knopfmacher, Bootsbauer, Schriftsetzer
Werkzeuge alter Berufe
Knopfmacher, Bootsbauer, Schriftsetzer
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Wer hat schon eine Vorstellung von der Vielfalt  von Werkzeugen und kann diese auch noch benennen oder sogar noch damit umgehen?

Die Ausstellung zeigt verschiedene alte Handwerkzeuge für die Ausübung mehrerer Berufe aus dem Bestand des Museums. Der Begriff "Werkzeug" tritt ab dem 12. Jahrhundert auf und steht für Grundwerkzeuge über Handwerkzeuge bis hin zu Formwerkzeugen.

Es werden gezeigt: Werkzeuge vom Tischler, Zimmermann, Bootsbauer, Schlosser, ja sogar Schriftsetzer und Knopfmacher. Wer kennt schon Werkzeug zur Ausübung eines „Feuerzeugreparateurs“?

In der Ausstellung ist nicht schwerlich zu erkennen, wie ein Werkzeug ein nicht zum Körper zugehörendes Objekt ist und mit dessen Hilfe die Funktionen des eigenen Körpers erweitert werden können, um auf diese Weise ein unmittelbares Ziel zu erreichen.

Auf Aktionstagen können die alten Techniken zum Teil ausprobiert werden. Die Aktionstage werden auf dieser Seite des Museums bzw. in der örtlichen Presse bekannt gegeben.

09.10.2016 bis 08.01.2017
St. Annen-Museum
zu 2t
Jahresschau des Berufsverbandes Angewandte Kunst Schl.-Holst. e.V.
zu 2t
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Die Jahresschau 2016 des Berufsverbands Angewandte Kunst in Schleswig-Holstein, der in diesem Jahr sein siebzigjähriges Bestehen feiert, ist in den Sonderausstellungsräumen des St. Annen-Museums zu Gast. Zu zweit haben die KunsthandwerkerInnen an einem Objekt gearbeitet oder jeweils in ihren Werkstücken das Thema der Zweiheit exklusiv für diese Ausstellung gestaltet. Neben diesen thematischen Arbeiten finden die Besucher auch alltagstaugliche, klassische Produkte der KunsthandwerkerInnen in der Ausstellung sowie im Museumsshop: die Alternative für alle, die noch rechtzeitig Anregungen für qualitätvolle und ungewöhnliche Weihnachtsgeschenke suchen. Auch eigens entwickelter Weihnachtsschmuck aus Künstlerhand kann erworben werden.

Die vielfältigen Zeugnisse aktueller kunsthandwerklicher Produktion im Norden werden zudem ergänzt von zwei eigenen kleinen Präsentationen: ausgewählten Arbeiten der Preisträgerin des Alen-Müller-Hellwig-Preises 2016, der Goldschmiedin Maria Konschake aus Wismar, und einiger Werke der jüngst verstorbenen Weberin Ruth Löbe, einer Werkstattnachfolgerin von Alen Müller-Hellwig im Burgtor.

18.12.2016 bis 18.12.2016
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Abschmücken des Baumes
Abschmücken des Baumes
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Das Abschmücken des Baumes erfolgt am Sonntag, den 18.12.2016 um 15 Uhr.

Alles, Kerzenhalter, die restlichen Kerzen, die empfindlichen Glaskugeln und das zarte alte Lametta verschwinden wieder sicher in Kartons auf dem Dachboden -  für das nächste Weihnachten in der Geschichtswerkstatt.

Erwachsene / Ermäßigte / Kinder:

3 / 1,50 / 1,50 €

17.12.2016 bis 17.12.2016
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Wiehnachten mit Fritz Reuter
Wiehnachten mit Fritz Reuter
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Am Samstag, den 17.12.2016, 15 - ca. 17 Uhr heißt es dann auf der kleinen schon traditionelle Weihnachtsfeier "Wiehnachten mit Fritz Reuter”, weihnachtliche Geschichten up platt vorgetragen von Hilde Römer, musikalisch begleitet von Lea und Torben auf dem neuen alten Klavier und Geige, bei Kaffee und Gebäck, bei Mandarinen und Nüssen.

Da wir keinen Eintritt erheben, wird um eine kleine Spende gebeten.

Eintritt frei

01.10.2016 bis 13.11.2016
Kunsthalle St. Annen
KunstBetriebe 2
Neue Impulse für Wirtschaft und Kultur
KunstBetriebe 2
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Das Projekt KunstBetriebe beruht auf einer Initiative der Künstlerin Bettina Thierig und wurde erstmals 2012 bis 2014 erfolgreich zusammen mit der IHK zu Lübeck durchgeführt. Eine Fortsetzung des Projektes erfolgt in einer Kooperation mit den Stiftungen der Sparkasse Holstein gGmbH. Beteiligt sind als Förderer des Weiteren die Possehl-Stiftung, die Sparkassen-Stiftung Holstein und die Stiftung Pro Economica und die teilnehmenden Betriebe.Das Projekt KunstBetriebe soll in der Region Lübeck (HL, OD, OH, RZ, SE), Hamburg und darüber hinaus mit Dänemark dem Zusammenspiel zwischen Kultur und Wirtschaft neue Impulse geben. Bildhauerinnen und Bildhauer kommen mit Betrieben zu einem gemeinsamen Vorhaben zusammen. Für die Künstler ergibt sich die neue und anregende Situation mit fremden und möglicherweise ungewöhnlichen Materialien zu arbeiten. Für die Betriebe entsteht durch den Kontakt mit der oder dem, im Betrieb arbeitenden Künstlerin oder Künstler eine Situation, in der bei den Mitarbeitern Verständnis und Interesse für künstlerische Vorgänge geweckt werden können. Ein Zusammenwachsen von Kunst und Betrieb unterstützt aber vor allem den Ansatz, das Bewusstsein von Kunst als Standortfaktor, bis hin zum eigenständigen Wirtschaftselement zu stärken.Teilnehmende Künstler und Betriebe:Janine Gerber - Christoph Kroschke GmbH , Trine Hoy - Gollan Bau GmbH, Norbert Jäger - Femern A/S, Stephan Jäschke - Freiraum24 -- Gewerbepark Cruse GmbH & Co. KG S, Thomas Judisch - H. & J. Brüggen KG, Tim Maertens - Richter Baustoffe GmbH & Co. KGaA, Anke Müffelmann - EUROIMMUN AG, Pia Obel - Sparkasse Holstein, Winnie Schaak - Hass + Hatje GmbH , Sebastian Schröder - Friedrich Klatt GmbH, Bettina Thierig - Gut Selchausdal A/S

01.10.2016 bis 13.11.2016
Kunsthalle St. Annen
Aus dem Nachlass Emil Grassert
Aus dem Nachlass Emil Grassert
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Erstmals zeigt die Kunsthalle St. Annen in ihrem Untergeschoß eine Werkauswahl aus dem Nachlass des 2003 in Stockelsdorf verstorbenen Künstlers Emil Grassert.

Der 1919 im Sudetenland geborene Emil Grassert war Maler, Graphiker und Glasmaler. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte er 1945 schwer verwundet nach Lübeck. Seine Ausbildung erhielt der Künstler an der Staatsfachschule in Haida/Brandenburg und an der Kunsthochschule in Hamburg als Gebrauchsgraphiker.

Größere Glasfenster schuf er u. a. 1957 für die Lübecker Philippus-Kirche und 1963 für die Thomaskirche in Espelkamp/Westfalen. Von 1964 bis 1984 war Emil Grassert als medizinischer Graphiker für die Medizinische Universität Lübeck (heute: Universität zu Lübeck/Stiftungsuniversität) tätig. Da die Lübecker Maler die Arbeiten Grasserts in der damaligen Zeit ablehnten, blieb der Maler zeit seines Lebens ein weitgehend unbekannter Einzelgänger.

Viele seiner künstlerischen Werke entstanden in seinem Haus in Stockelsdorf, indem sich auch das Atelier befand. Bis auf einige wenige kleine Ausstellungen, die er u. a. in seiner Kirchengemeinde in Stockelsdorf durchführte, sind seine Gemälde und Graphiken bisher noch nie einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt worden. Bislang gibt es zudem auch noch keine genauere wissenschaftliche Analyse bzw. Einordnung seines Schaffens, das sich von naturalistischen Darstellungen der Anfangsphase, später in Teilen als von der abstrakten Malerei der Fünfziger Jahre beeinflusstes Werk, zu erkennen gibt.

18.09.2016 bis 13.11.2016
TheaterFigurenMuseum
Ausgedacht & handgemacht. Theaterfiguren & ihre Schöpfer.
Begleitausstellung zum 4. Figurentheaterfestival Lübeck
Dulcinella
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Zehn spannende Figurengestalter und Figurengestalterinnen von heute stehen im Zentrum der Ausstellung. Kristiane Balsevicius, Jürgen Maaßen, Michaela Bartonova, Christian Werdin, das Figurentheater Wilde&Vogel u. a. präsentieren die ganze Bandbreite der zeitgenössischen Theaterfigurengestaltung in Deutschland. Verschiedene Werkphasen zeigen, wie sich die Künstler und Künstlerinnen weiterentwickeln und welche unterschiedlichen Gestaltungstechniken eingesetzt werden. In den Gastspielen des diesjährigen Figurentheaterfestivals „Figuren Theater Gestaltung“ erleben die ZuschauerInnen für die jeweiligen Inszenierungen gestaltete Figuren im Spiel. Die Künstlerpersönlichkeiten hinter den Figuren zeigt das Museum.

15.04.2016 bis 18.09.2016
Museum für Natur und Umwelt
"Bienen - Bestäuber der Welt"
Fotos von Heidi und Hans-Jürgen Koch und mehr aus der Welt der Bienen
"Bienen - Bestäuber der Welt"
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Sie leben in komplexen Staatsgebilden, praktizieren eine perfekte Arbeitsteilung und bauen mit geometrischer Präzision kunstvolle Waben. Wir verdanken ihnen die Blütenpracht des Sommers, sämtliches Obst, allerlei Gemüse, und manche süße Köstlichkeit: Bienen.

Highlight der neuen Sonderausstellung „Bienen – Bestäuber der Welt“ im Lübecker Museum für Natur und Umwelt sind herausragende Fotos aus dem verborgenen Leben der Honigbienen von Heidi und Hans-Jürgen Koch. Das Fotografen-Paar gehört international zu den besten Tierfotografen. Mit ihren Aufnahmen haben sie zahlreiche Preise gewonnen und Auszeichnungen erhalten. Die Bilder zeichnen sich durch ungewöhnliche Blickwinkel, Witz und Perfektion aus.

Die Fotos der Ausstellung sind in fünf Kapiteln geordnet: „Die Bestäuber“, „Die Brüter“, „Das Personal“, „Die Architekten“ und „Die Futuristen“. So noch nicht gesehene Makroaufnahmen zeigen z.B. wie die Arbeiterinnen Pollen transportieren oder Details der Entwicklungsstadien der Bienenlarven, der Puppen und beim Schlupf. Arbeiterinnen, Königin und Drohnen werden aus nächster Nähe vorgestellt. Thematisiert wird auch der Bau der Waben mit ihren charakteristischen sechseckigen Zellen. Für die exakte Geometrie nutzen die Bienen die physikalischen Eigenschaften ihres Baumaterials Wachs. Schließlich gibt es futuristisch anmutende Bilder aus der modernen Bienen-Forschung zu Verhalten, Physiologie und Genetik. Angesprochen wird auch die immense Bedeutung der Bienen für den Erhalt der Biodiversität, also den Erhalt der Fülle an Pflanzen, Tieren und ihrer Lebensräume, sowie ihre Bedeutung für die Bestäubung unserer Nutzpflanzen.

Fotos: Heidi & Hans-Jürgen Koch / www.heidihanskoch.com

In der großen Bienenausstellung gibt es neben den exzellenten Fotografien der Kochs noch mehr aus der Welt der Honig- und Wildbienen zu entdecken. Das Museum für Natur und Umwelt hat die Schau um zahlreiche Objekte bereichert. Der Gemeinnützige Imkerverein Lübeck von 1884 e.V präsentiert Spannendes und Wissenswertes rund um Honigbienen und den neuen Trend Stadtimkerei. Illustrationen der Grafikerin Iris Kinzelbach zeigen das Leben der Honigbienen auf amüsante und ungewohnte Weise und regen zum Schmunzeln an.

Ganz zentral in der Ausstellung ist das lebende Bienenvolk im „Gläsernen Bienenstock“ des Museums. Die Bienen können live bei allen ihren Tätigkeiten beobachtet werden. Es gibt Gelegenheit die Bienensprache zu entschlüsseln und zu verstehen!

Auch der bunte Museums-Bienengarten draußen ist Teil der Ausstellung. Hier gibt es z.B. ein großes Wildbienenhaus, das heimischen Arten Nistmöglichkeiten bietet.

Die Bienen-Ausstellung findet drinnen und draußen statt. Die ausschwärmenden Honigbienen schaffen eine lebendige Verbindung zum Bienengarten. Das Museum möchte über die Wichtigkeit der Honigbiene als wichtige Bestäuberin von Nutz - ebenso wie von Wildpflanzen informieren. Gleichzeitig soll auch die Aufmerksamkeit auf weitere oft verkannte Bestäuber lenken - auf die zahlreichen Wildbienenarten, Fliegenarten und manche Käferarten die sich ebenfalls an der Aufgabe beteiligen.

Die Ausstellung wurde durch die finanzielle Unterstützung durch die Possehl-Stiftung und die Gemeinützige Sparkassen-Stiftung ermöglicht.

Die Bienen-Ausstellung „Bienen – Bestäuber der Welt“ wird von zahlreichen Veranstaltungen viele auch in Kooperation mit Mitgliedern des Imkervereins begleitet. Ein besonderer Termin wird z.B. die Feier des 30-jährigen Jubiläums des bunten Bienengartens des Museums für Natur und Umwelt Anfang Juli sein.  

19.06.2016 bis 18.09.2016
Kunsthalle St. Annen
Sehnsuchtsfels MALLORCA
Fotografien von Anja Doehring - Texte von Charlotte Kerner
Sehnsuchtsfels MALLORCA
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Der Deutschen liebste Insel, MALLORCA, liegt für Ostsee-Touristen und Daheimgebliebene im Sommer 2016 mitten in Lübeck: Während der Hauptreisezeit werden in der Kunsthalle St. Annen brillante Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Fotografin ANJA DOEHRING gezeigt, kommentiert und bereichert durch literarische Texte der Autorin CHARLOTTE KERNER. In diesem Dialog von Wort und Bild zeichnen die beiden kreativen Lübeckerinnen ein ungewöhnliches und vielschichtiges Porträt der scheinbar allzu bekannten Isla Mallorca als „Sehnsuchtsfels".

In Liegestühlen können sich die Besucher in die Bilder und Texte vertiefen und ihre Sehnsüchte nach „der" Insel schweifen lassen. Die sommerlichen Museumsgärten, Kreuzhof und Puppenhof, laden dazu ein, mitten in der quirligen Touristenstadt erholsame Ruhe an verborgenen Orten zu genießen.

05.06.2016 bis 04.09.2016
St. Annen-Museum
Aklama - Hilfsgeister der Ewe und Dangme
aus der Studiensammlung Horst Antes
Aklama - Hilfsgeister der Ewe und Dangme
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Der Künstler Horst Antes ist ein leidenschaftlicher Sammler, dessen suchender Blick immer wieder Neues ausspäht und entdeckt. Für ihn ist die Sammeltätigkeit Teil seiner künstlerischen Arbeit. Nach der berühmten Katsinam-Sammlung, die im Jahre 2000 für ein Jahr in Lübeck in der Völkerkundesammlung gezeigt wurde, können wir jetzt erstmalig seine weltweit umfangreichste Aklama-Sammlung der Öffentlichkeit vorstellen. Es handelt sich dabei um handgroße, holzgeschnitzte Figuren und Tiere, die den im südlichen Ghana lebenden Ethnien Ewe und Dangme als Hilfsgeister dienen. Diese Figuren sind bislang in der Wissenschaft weitgehend unbekannt und unbearbeitet geblieben.

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog erschienen: AKLAMA - Hilfsgeister der Ewe und Dangme aus der Studiensammlung Horst Antes / Helping spirits of the Ewe and Dangme People from the Study collection of Horst Antes Herausgeber: Studienstiftung Horst Antes Autor: Nii O. Quarcoopome Mit Beiträgen von Wolf-Dieter Dube, Gigi Pezzoli, Philipp Plath, Joachim Sartorius und Brigitte Templin Fotos: Rémi Bazan, 506 Seiten, deutsch/englisch, Hardcover ISBN: 9783981802603, 140,- EUR.

Wir danken unseren Förderern und Partnern:

Possehl-Stiftung Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck Studienstiftung Horst Antes Kulturpartner NDR Kultur

05.06.2016 bis 04.09.2016
TheaterFigurenMuseum
Pinocchio und seine Brüder
Ein Stück Holz wird lebendig
Pinocchio-Marionette
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Die Ausstellung Pinocchio und seine Brüder setzt mit internationalen Leihgaben die Serie der erfolgreichen Sonderausstellungen am TheaterFigurenMuseum Lübeck fort.

Das widerspenstige Stück Holz wird lebendig – Carlo Collodi gestaltete in seinem Roman „Pinocchio“ den Ursprung des Figurentheaters: die Erschaffung und Verlebendigung der Puppe.

Die Ausstellung zeigt Pinocchio als Romanfigur, als Marionette und Handpuppe sowie als Held von Trickfilmen.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Werk des DDR-Puppenspielers Carl Schröder, der sich intensiv mit Pinocchio auseinandersetzte und auch einen DEFA-Film drehte. Schröders Figuren (aus den Sammlungen Dresden und Bad Kreuznach) sowie Ausschnitte des Films werden zu sehen sein.

Collodis Roman inspirierte den russischen Schriftsteller Alexej Tolstoj zu der Geschichte „Das goldene Schlüsselchen“. In Russland gibt es deshalb einen „eigenen“ Pinocchio namens Burattino. Die Verfilmung mit Figuren des berühmten sowjetischen Filmregisseurs Alexander Ptuschko wird in der Ausstellung präsentiert. Die einzigen vier noch erhaltenen Figuren des Films kommen aus Moskau (Museum Sergej Obraszow) als Leihgaben nach Lübeck.

Daneben zeigen wir Ausschnitte aus der Pinocchio-Serie der japanischen Studios Nippon Animation von 1976.

Die Figur des Pinocchio leitet sich aus der Tradition der frechen Figuren im Theater her: in Italien ist es Pulcinella, in Frankreich Polichinelle/Guignol, in Deutschland der Kasper, in England Mr. Punch. Diese Vorläufer sind in der Dauerausstellung zu sehen.

Die Ausstellung wird von einem vielfältigen Programm für Familien mit Kindern begleitet.

Fotos C Olaf Malzahn

06.03.2016 bis 05.06.2016
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Im Umkreis des Hochofens
Aquarellierte Zeichnungen von Holger Jörn
Im Umkreis des Hochofens
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Von dem mühevollen Leben, den harten Arbeitsbedingungen und dem einfachen Wohnen zu Beginn des vorigen Jahrhunderts ist in der Werkssiedlung rund um das ehemalige Hochofenwerk heute nicht mehr viel zu spüren. Geblieben sind die Architektur und die Parzellenaufteilung mit Gärten und Schuppen, aus denen sich die jetzigen Bewohner eine den neuen Bedürfnissen angepasste Idylle geschaffen haben. Umgeben von Handel, Hafenumschlag und kleineren Betrieben lebt der Künstler Holger Jörn hier seit zehn Jahren. Er hat versucht, etwas von dieser Nischen-Poesie zeichnerisch einzufangen.
07.02.2016 bis 29.05.2016
Kunsthalle St. Annen
Ken Aptekar - Nachbarn
Ken Aptekar - Nachbarn
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Nach der der mittelalterlichen Kunst gewidmeten, großen Jubiläumsausstellung „Lübeck 1500 – Kunstmetropole im Ostseeraum“ zeigt die Kunsthalle St. Annen vom 7. Februar bis 29. Mai 2016 die Ausstellung „Nachbarn“ des amerikanischen Konzeptkünstlers Ken Aptekar.

Die als Gesamtkunstwerk zu verstehende Präsentation setzt sich dabei auf ungewöhnliche Weise mit einer Reihe von Motiven auseinander, die direkt den mittelalterlichen Retabeln des St. Annen-Museums entstammen. Ausgangspunkt der Überlegungen Aptekars war die Tatsache, daß das von christlicher Kunst geprägte St. Annen-Museum im ehemaligen Klosterkomplex von 1515 unmittelbar an das Grundstück der im 19. Jahrhundert errichteten Synagoge steht und somit beide Institutionen unmittelbare Nachbarn sind.

Ken Aptekar thematisiert künstlerisch, mit Hilfe von in den Bildern auftauchenden Schriftbändern, sowohl Ereignisse der Lübecker Geschichte zur Zeit des Dritten Reichs, wie das der Familie Carlebach, aber auch das nachbarschaftliche Zusammenleben, die Verhaltensweisen und Umgangsformen in unserer Gegenwart.Zur Ausstellung ist ein Katalog (dt./engl.) zum Preis von 19,50 EUR erhältlich.Website des Künstlers/Artist Website: www.kenaptekar.netKen Aptekar geboren / born 1950 in Detroit, Michigan Ausbildung / Education1975 Master of Fine Art, Pratt Institute, Brooklyn, New York, NY, US1973 Bachelor of Fine Art, University of Michigan, Ann Arbor, MI, US

Stipendien & Auszeichnungen / Grants & Awards2013 New York Foundation for the Arts/Artspire Grant2008 Memorial Foundation for Jewish Culture1998 Mid-Atlantic Arts Foundation, Artist-as-Catalyst Award1995, 1987 National Endowment for the Arts Fellowship in Painting1991, 1994 Djerassi Resident Artists Program Residency, Woodside, California1992 Rockefeller Foundation Artist Residency, Bellagio, Italy1992 Ucross Foundation Artist Residency, Wyoming1989 Pollock-Krasner Foundation Award

In Sammlungen vertreten (Auswahl) / in collections represented (selection)Corcoran Gallery of Art, Washington, D.C., USNational Museum of American Art, Washington, D.C., USJewish Museum, New York, NYMint Museum, Charlotte, North Carolina, US Victoria and Albert Museum, London, UK Contemporary Art Society, UKKemper Museum of Contemporary Art Jewish Museum, New York, NY, US San Jose Museum of Art, California, US, Memorial Art Gallery, Rochester, New York, USHuntington Museum of Art, Huntington, West Virginia, USBlanton Museum of Art, Austin, Texas, USDenver Art Museum, Denver, Colorado, USWorld Bank, Washington, DC, US

21.02.2016 bis 08.05.2016
St. Annen-Museum
hautnah – unsere Heiligen unter der Lupe
Fotografien von Maire Müller-Andrae
hautnah – unsere Heiligen unter der Lupe
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Im September 2015 wurde im Museumsquartier die Ausstellung "Lübeck 1500 - Kunstmetropole im Ostseeraum“ eröffnet. Einige der ausgestellten Werke mussten für die große Jubiläumsschau konservatorisch und restauratorisch bearbeitet werden.

Die Diplom-Restauratorin Maire Müller-Andrae hat von dieser Arbeit spektakuläre Detailfotos gemacht, die die 500 Jahre alten Kunstwerke aus einem völlig ungewohnten Blickwinkel und in absoluter Nahaufnahme zeigen. 46 großformatige Arbeitsfotos, aufgenommen mit Makroobjektiv, zeigen Schadensbilder und Alterungszustände von Kunstwerken aus der Sammlung des St. Annen-Museums, die Maire Müller-Andrae für die Ausstellung "Lübeck 1500" konserviert und restauriert hat. Ihre persönliche, nur der ausgebildeten Fachkraft vorbehaltene Sicht aus nächster Nähe auf die jahrhundertealten Oberflächenstrukturen entwickelt in ihrer fotografischen Umsetzung eine eigenständige, ja fast abstrakte Ästhetik.

Die Fotos sind in den Sonderausstellungsräumen des St. Annen-Museums zu sehen. Mit dieser Präsentation schließt sich der Kreis des Jubiläumsjahres, in dem die hervorragende Mittelaltersammlung im Fokus stand.

Eine Präsentationsmappe zu den vier abschließenden Themen des Jubiläumsjahres ist an der Kasse erhältlich:

Ken Aptekar – Nachbarn

hautnah – unsere Heiligen unter der Lupe

hinzugewonnen – Neuzugänge in der Mittelaltersammlung

Der Memling-Altar

12.03.2016 bis 01.05.2016
Buddenbrookhaus
HAND/WERK
Das neue Heinrich-Mann-Konvolut im Buddenbrookhaus
HAND/WERK
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Das Archiv des Buddenbrookhauses erweiterte im Februar 2015 seine Sammlung durch den Ankauf eines Teilnachlasses zu Heinrich Mann. Postkarten, Briefe, Werkmanuskripte und Notizen aus den Jahren 1891 bis 1949 befinden sich in dem umfangreichen Konvolut, welches mit Hilfe des Bundes, der Kulturstiftung der Länder und der Lübecker Possehl-Stiftung von den Enkeln des Schriftstellers erworben werden konnte. Wie nahe Biographisches, Zeitgeschehen und Literatur in der Familie Mann beieinander liegen, zeigt die Korrespondenz Heinrich Manns mit seiner Mutter, seiner Verlobten Ines Schmied und seiner Ehefrau Maria Kanova. Neben eigenhändigen Briefen Heinrich Manns enthält das Konvolut eine Vielzahl von Briefen von Freunden und Kollegen an den Schriftsteller z.B. von Arthur Schnitzler, Max Oppenheimer, Rene Schickele, Jakob Wassermann und Max Reinhardt.Die Sonderausstellung, welche auch die Arbeitsweise Heinrich Manns aufzeigt, präsentiert erstmals ausgewählte Teile der größtenteils unbekannten Materialien.

24.03.2016 bis 10.04.2016
Museum für Natur und Umwelt
Bei uns piept ´s!
Quirlige, piepsende Küken im Museum für Natur und Umwelt
Bei uns piept ´s!
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Osterzeit ist Kükenzeit. Auch in 2016 tummelt sich eine Schar quirliger, flauschiger Küken im Museum für Natur und Umwelt.

13.11.2015 bis 10.04.2016
TheaterFigurenMuseum
Christophe Loiseau. Manipulierte Porträts | Portraits manipulés
Eine Fotoausstellung
Yael Rasooly mit Maske im Gras liegend
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Das TheaterFigurenMuseum zeigt in seiner ersten Fotoausstellung den französischen Künstler Christophe Loiseau mit seiner Serie „Manipulierte Porträts | Portraits manipulés“. In dieser Serie hat der Fotograf gemeinsam mit internationalen Puppenspielerinnen und Puppenspielern spannende Porträt-Geschichten inszeniert. Es ist die erste Ausstellung von Christophe Loiseau in Deutschland. Sie steht unter der Schirmherrschaft des französischen Generalkonsuls in Hamburg, Serge Lavroff.

15.01.2016 bis 22.03.2016
Günter Grass-Haus
SEHQUENZEN
Klaus Peter Dencker: 50 Jahre VISUELLE POESIE
SEHQUENZEN
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Im Zusammenspiel aus Schrift, Zeichen und vorgefundenen Materialien komponiert Klaus Peter Dencker Textbilder, die im Kopf eines jeden Betrachters andere Geschichten entstehen lassen. Die künstlerische Karriere des gebürtigen Lübeckers, der zur Finissage der Ausstellung »SEHQUENZEN« am 22. März 2016 im Günter Grass-Haus seinen 75.Geburtstag feiert, beginnt Ende der Sechzigerjahre mit der Veröffentlichung erster literarischer Arbeiten. Schon früh jedoch bezweifelt der Schriftsteller, dass sich allein mit Sprache die Welt erklären ließe und er beginnt seine Texte visuell zu gestalten.Mit dem Einsatz von Farben, Formen oder Fotos in einer ausgefeilten Collagetechnik bricht er die Bedeutung der Wörter auf. Durch Sprachspielereien, Provokationen und Irritationen entstehen Bilder, die auf den ersten Blick rätselhaft erscheinen. Doch wer seine Augen über die Bildflächen wandern lässt, kann darin eine Vielzahl von Geschichten entdecken und erfinden.

Denn die eigentliche Poesie findet im Kopf des Betrachters statt, der auf diese Weise zum unverzichtbaren Teil des Kunstwerks wird.

07.02.2016 bis 21.02.2016
St. Annen-Museum
Lübeck 2015
Schülerausstellung zu >Lübeck 1500<
Lübeck 2015
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Arbeiten von OberstufenschülerInnen der Geschwister-Prenski-SchuleKann mittelalterliche Kunst einen Bezug zur heutigen Welt haben? Wie lassen sich Heiligenlegenden und Christusfiguren modern interpretieren?

49 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 12 und 13 der Lübecker Geschwister-Prenski-Schule sind dieser Frage im Kunstunterricht nachgegangen. Unter der Leitung ihrer Kunstlehrer, Edda Holl und Burkhard Dierks, entstanden Skulpturen, Fotoserien, Gemälde, Zeichnungen, Daumenkinos und Videosclips. Anlass dazu gab die Jahrhundertausstellung „Lübeck 1500 – Kunstmetropole im Ostseeraum“, die aktuell im Museumsquartier gezeigt wird.

Die Kunstwerke der Schülerinnen und Schüler werden im Kreuzgang direkt neben den mittelalterlichen Schätzen zu sehen sein – ein Experiment, das bislang im St. Annen-Museum noch nie versucht wurde.

Die Ausstellung wird verlängert bis zum 21.2.2016.Bitte beachten Sie: das St. Annen-Museum ist vom 11.1.2016 - 6.2.2016 geschlossen

04.10.2015 bis 21.02.2016
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Art of Selfmade
Von der Notwendigkeit und Lust des Selbermachens
Art of Selfmade
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In Notzeiten - vor allem in Wirtschaftskrisen und Kriegs- und Nachkriegswirren - war es für weite Teile der Bevölkerung unbedingt notwendig, Dinge des täglichen Gebrauchs seibst zu machen, da das Geld zum Kaufen fehlte. Kleidung, Haushaltsgeräte, Spielzeug für die Kinder wurden in Handarbeit aus allen möglichen Materialien selbst hergestellt. Aber auch in "besseren Zeiten" wird viel kreative Arbeit geleistet, um das tägliche Leben zu verschönern. Die Ausstellung zeigt Beispiele für solche selbst hergestellten Gegenstände und versucht, ihre Geschichten zu erzählen.
22.11.2015 bis 31.01.2016
Buddenbrookhaus
Emanuel Geibel. Aufstieg und Fall eines Umstrittenen
Emanuel Geibel. Aufstieg und Fall eines Umstrittenen
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Gei |bel, Ema|nu|el; geb. 1815 in Lübeck, gest. 1884 ebenda; war einer der meist bewunderten und auflagenstärksten deutschen Dichter der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts rechnete man ihn zun den wichtigsten deutschen Schriftstellern und stellte ihn zeitweise sogar neben Goethe und Schiller. Inzwischen ist er weitestgehend vergessen und wenn nicht, schwankt seine Wahrnehmung zwischen zwei Extremen: Er gilt entweder als harmloser Liederdichter oder als ein Vertreter einer unzeitgemäßen nationalistischen Lyrik.Das Werk und die Person Geibels zeichnen sich durch scheinbar gegensätzliche Bestrebungen aus. Über seinen Tod im Jahr 1884 hinaus ist Geibel ein Umstrittener, der nicht nur verehrt und gefeiert, sondern auch angefeindet und literarisch abgewertet wird.Die Sonderausstellung gibt Antworten darauf, wie es zu einem so rasanten Aufstieg und dann zu einem ebenso schnellen Fall kam. Sie porträtiert den Lübecker Dichter und die anhaltenden Kontroversen um seine Person.
29.10.2015 bis 17.01.2016
Museum für Natur und Umwelt
Faszination Spinnen
Faszination Spinnen
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Für manche sind sie das Grauen auf acht Beinen, für andere pure Faszination: Spinnen.

Man kann den den schaurig-schönen Wesen im Lübecker Museum für Natur und Umwelt "hautnah" begegnen. Dort können Besucher unter anderem große tropische Vogelspinnen und Skorpione ganz aus der Nähe beobachten. Die Ausstellung Faszination Spinnen wurde am Mittwoch, 28. Oktober eröffnet. Spinnen sind die ältesten Gliedertiere der Erde und auf der ganzen Welt verbreitet. Über 40.000 sind aktuell wissenschaftlich beschrieben - die Anzahl der Arten weltweit ist ein Vielfaches größer. Die große Lebend-Ausstellung mit 40 Terrarien präsentiert die unterschiedlichsten Spinnentiere, darunter die größte Spinne der Welt, Theraphosa blondi, die „Schwarze Witwe“, sowie Skorpione und Tausendfüßer. Texte, Tafeln, Filme und Fotos ergänzen die Präsentation. Spannende und überraschende Einblicke in die Welt der geheimnisvollen Achtbeiner sind garantiert. Wussten Sie zum Beispiel, dass Spinnen mit Sinneshaaren an den Beinen „hören“? Dass Spinnen „aus der Haut fahren“ können? Dass Spinnen keine Insekten sind? Oder dass Spinnenseide in der Medizin bei manchen chirurgischen Operationen zum Nähen verwendet wird?

Neugier, Faszination, Abscheu - Spinnen lösen beim Betrachter ganz unterschiedliche Emotionen aus. Die Ausstellung zeigt, dass Spinnen weitaus mehr als gruselige „Ekeltiere“ sind. Die Tiere verfügen über erstaunliche Sinnesleistungen, viele beeindrucken durch spektakuläre Farben und Formen sowie ausgefallene Techniken des Beutefangs.

29.01.2015 bis 10.01.2016
Günter Grass-Haus
"War eigentlich ein schönes Schiff..."
Eine Ausstellung zur Novelle IM KREBSGANG von Günter Grass
"War eigentlich ein schönes Schiff..."
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Mit Arbeiten von Magnus Petersson (SE), Jonas Dahm (SE), Jörg Herold (DE), Evgieni Umansky (RU), Anna Steller (PL) und Hubert Czerepok (PL)In den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs fliehen Millionen Deutsche aus den Gebieten Ostpreußen, Pommern, Brandenburg und Schlesien in den Westen. Viele versuchen mit Schiffen über die Ostsee nach Kiel, Lübeck oder Dänemark zu gelangen. Doch nicht alle erreichen ihr Ziel. Schätzungsweise 40.000 Menschen sterben auf der Überfahrt, weil ihre Transportschiffe durch Luftangriffe oder Torpedos versenkt werden.

Die meisten Menschenleben fordert der Untergang der „Wilhelm Gustloff“. Einst als Unterhaltungsdampfer für die nationalsozialistische Organisation „Kraft durch Freude“ gebaut, soll sie am 30. Januar 1945 mehr als 10.000 Flüchtlinge, Soldaten und Marinehelferinnen nach Kiel bringen. Doch nur wenige Stunden nach dem Auslaufen aus Gotenhafen wird das Schiff von drei Torpedos des sowjetischen U-Boots S-13 getroffen und sinkt. Etwa 9.000 Menschen finden den Tod in der eiskalten Ostsee – die meisten von ihnen Frauen und Kinder.

Die Ausstellung „War eigentlich ein schönes Schiff...“ ist in Zusammenarbeit mit der Städtischen Galerie in Danzig entstanden und zeigt im ersten Teil, wie Günter Grass dieses Ereignis in seiner 2002 erschienenen Novelle „Im Krebsgang“ verarbeitet. Sie geht den literarischen Vorläufern im Gesamtwerk des Autors nach und beleuchtet die Entwicklungsgeschichte des Werks. Auf einem Hörpfad, den Mario Adorf eingesprochen hat, wandern die Besucher durch das literarische Schaffen des Nobelpreisträgers und erfahren, in welcher Form das Thema „Flucht und Vertreibung“ bereits in seinen früheren Werken auftaucht. Das Originalmanuskript in verschiedenen Stadien sowie zahlreiche Recherchematerialien geben Einblick, wie die Novelle vom ersten Entwurf bis zur druckfertigen Version entstanden ist. Kritiken und Reaktionen aus Deutschland sowie aus Polen, Russland und Schweden zeigen, wie „Im Krebsgang“ in den verschiedenen Ländern aufgenommen wurde und wird.

Der zweite Teil der Schau präsentiert Reflexionen über den Untergang der „Wilhelm Gustloff“ von zeitgenössischen Künstlern aus Polen, Russland, Deutschland und Schweden. Die Versenkung dieses und anderer Schiffe während des Zweiten Weltkriegs, die heute als Seekriegsgräber und Denkmäler tief unter der Meeresoberfläche liegen, wird in den jeweiligen Ländern sehr unterschiedlich betrachtet und bewertet. Die Arbeiten von Magnus Petersson, Jonas Dahm, Jörg Herold, Evgieni Umansky, Anna Steller und Hubert Czerepok beleuchten diese verschiedenen Blickwinkel der Nachbarländer und die unterschiedliche symbolische Bedeutung, die das Ereignis dort hat, von einem künstlerischen Standpunkt aus. Die von Iwona Bigos, Tatjana Dübbel, Martin Schibli und Jörg-Philipp Thomsa kuratierte Ausstellung will so in einem weiteren Kontext auch neue Perspektiven für eine gemeinsame Zukunft öffnen.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, die Sparkasse zu Lübeck, die Schwedische Botschaft, die von Keller-Stiftung, das Radisson Blu Senator Hotel, den Freundeskreis des Günter Grass-Hauses, Christian Kroeger und durch das Kunsthaus Lübeck.

Bei Schulklassen und einer Gruppenanzahl ab 10 Personen wird um Anmeldung gebeten unter 0451 122 4230.

ENGLISH VERSION

From January 29, 2015 to January 6, 2016"She was a beautiful ship, actually..."An exhibition on the novella CRABWALK by Günter GrassWith works by Magnus Petersson (SE), Jonas Dahm (SE), Jörg Herold (DE), Evgieni Umansky (RU), Anna Steller (PL) and Hubert Czerepok (PL)During the final months of the Second World War, millions of Germans flee to the west from the former German territories of East Prussia, Pomerania, Brandenburg and Silesia. Many of them try to reach Kiel, Lübeck or Denmark by ship over the Baltic Sea. Yet not all of them reach their destination. An estimated 40,000 people are killed during the crossing, when their transport ships are air-raided or torpedoed.The sinking of the "Wilhelm Gustloff" claims the most lives. Originally constructed as a cruise ship for the National Socialist organisation "Strength through Joy", she was assigned to transport more than 10,000 refugees, soldiers and female naval auxiliaries to Kiel on January 30, 1945. But mere hours after the departure from Gotenhafen, the ship is hit by three torpedoes from the Soviet submarine S-13 and sinks. About 9,000 people, mostly women and children, die in the cold waters of the Baltic Sea.The exhibition "She was a beautiful ship, actually..." was organised in collaboration with the Gdansk City Gallery. The first part of the exhibition shows how Günter Grass handles the sinking of the "Wilhelm Gustloff" in his novella "Crabwalk" published in 2002. It traces the literary forerunners in the complete oeuvre of the author and outlines the development of the book. An audio parcours, spoken by Mario Adorf, leads the visitors through the literary oeuvre of the Nobel laureate, pointing out the theme of flight and expulsion in his earlier works. Various stages of the original manuscript and a large amount of research material give an insight into the process of the novella's creation, from the first draft to the printed version. Reviews and reactions from Germany as well as from Poland, Russia and Sweden highlight the reception of "Crabwalk" in the different countries today and in the past.The second part of the exhibition presents reflections on the sinking of the "Wilhelm Gustloff" by contemporary artists from Poland, Russia, Germany and Sweden. The sinking of this and other ships during World War II as well as the fact that today they represent cemeteries of naval warfare and memorial deep below the sea are regarded and assessed very differently in the respective countries. The works by Magnus Petersson, Jonas Dahm, Jörg Herold, Evgieni Umansky, Anna Steller and Hubert Czerepok take an artistic point of view to these various perspectives and to the different symbolic meanings attached to it in the neighbouring countries. It is the intention of the exhibition – curated by Iwona Bigos, Tatjana Dübbel, Martin Schibli and Jörg-Philipp Thomsa – to create an additional context for opening new perspectives for a common future.The exhibition is sponsored by the Federal Government Commissioner for Culture and the Media, Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, Sparkasse zu Lübeck, Freundeskreis Günter Grass-Haus e. V., Radisson Blu Senator Hotel, Christian Kroeger, von Keller-Stiftung and by the Kunsthaus Lübeck.

14.11.2015 bis 03.01.2016
St. Annen-Museum
35 Jahre echte Freunde.
Ankäufe der Freunde der Museen für Kunst und Kulturgeschichte
35 Jahre echte Freunde.
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2015 ist ein wirkliches Jubiläumsjahr: 500 Jahre St.-Annen-Kloster, 100 Jahre St. Annen-Museum und 35 Jahre Verein der Freunde der Museen für Kunst und Kulturgeschichte der Hansestadt Lübeck.

Aus diesem Anlass wird in den Wechselausstellungsräumen des St. Annen-Museums eine Auswahl von rund 30 Werken präsentiert, die der Förderverein seit 1980 für die Sammlung der Kunst nach 1945 des Museumsquartiers St. Annen erworben hat.

Darunter befinden sich illustre Künstlerpersönlichkeiten, wie Bernhard Heisig, Walter Stöhrer, HA Schult, Emil Schumacher, Peter Brüning, Arnulf Rainer, Marwan, Bernard Schultze, Fred Thieler, Per Kirkeby, Armando, Hann Trier u. a.

Anlässlich dieses Jubiläums wird die Bundesverbandstagung der Fördervereine der Museen in der Zeit vom 14. bis 16. November in Lübeck stattfinden.

11.09.2015 bis 08.11.2015
Buddenbrookhaus
Bürger auf Abwegen
Thomas Mann und Theodor Storm
Bürger auf Abwegen
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»Man ist als Künstler innerlich immer Abenteurer genug. Äußerlich soll man sich gut anziehen«

(Thomas Mann: »Tonio Kröger«, 1903)

Lebenslang hat Thomas Mann die Novellen und Gedichte Theodor Storms zu den prägenden Vorbildern seines eigenen Schreibens gezählt. Tatsächlich hat er schon früh kongenial Züge an Storms Person und Werk erkannt, die seine Zeitgenossen nicht wahrhaben wollten. Als einer der ersten versuchte der Literaturnobelpreisträger aus Lübeck den Husumer aus der Ecke der Heimatkunst herauszuholen und sprach immer wieder von seiner »ewiggültigen Lyrik«. Dieser Wertschätzung gab er in dem Satz »Er ist ein Meister, er bleibt« Ausdruck. Die Sonderausstellung »Bürger auf Abwegen« widmet sich dieser Beschäftigung Thomas Manns mit Theodor Storm, die von seiner frühen Jugend bis zu seinem Tod anhält. Immer wieder ist es eine brüchig gewordene Bürgerlichkeit der Lebensentwürfe, des Selbst- und Weltverständnisses und der Kunstauffassungen, in der Thomas Mann sich Storm tief verwandt fühlt. So entdeckt Thomas Mann in Storms Leben und Werk genau die Widersprüche, um die sein eigenes Lebenswerk kreist und erkennt sich selbst im großen Realisten von der Nordsee wieder. Für ihn wie für sich selbst hat er proklamiert, Dichtertum sei »die lebensmögliche Form der Inkorrektheit«. Zur Feier des fünfzigjährigen Jubiläums ihres Bestehens arbeitet die Deutsche Thomas Mann-Gesellschaft Hand in Hand mit der Theodor-Storm-Gesellschaft. Zusammen bringen sie im September ein Schleswig-Holstein übergreifendes Literaturprojekt auf den Weg, zu dem eine Doppeltagung und eine Sonderausstellung mit Begleitkatalog gehören. Sie wird eröffnet am 11. September 2015 im Buddenbrookhaus in Lübeck und ist ab dem 26. November 2015 in veränderter Form im Theodor-Storm-Zentrum in Husum zu sehen.Fotos © Keystone/Thomas-Mann-Archiv; Storm-Archiv Husum

02.10.2015 bis 01.11.2015
Museum für Natur und Umwelt
Frische Fische
Große Lebendschau der Aquarien- und Terrarienfreunde Lübeck von 1920 e.V.
Frische Fische
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Farbenprächtige Regenbogenfische aus Australien, seltene Prachtguramis aus Indonesien und eigentümliche Wüstenkärpflinge aus dem heißen Süden der USA und viele weitere schwimmende Schönheiten können die Besucherinnen und Besucher vom 2. Oktober bis zum 1. November 2015 live im Lübecker Museum für Natur und Umwelt erleben. In einer großen Lebendschau zeigen die Mitglieder der “Aquarien- und Terrarienfreunde Lübeck von 1920 e.V.“ und das Museum in über 60 aufwändig eingerichteten Becken die Aquarienfische der subtropischen und tropischen Süßwasserwelt. Jedes einzelne Becken ist mit Know-how und viel Enthusiasmus besonders gestaltet und bestückt. Wer Lust hat beeindruckende Lebensräume zu entdecken, Neues zu lernen und sich an der bunten Vielfalt unter Wasser zu erfreuen, wird ganz sicher auf seine Kosten kommen.

“Frische Fische“ richtet sich an interessierte Laien ebenso wie an Fachleute jeden Alters. Neue Arten und Raritäten, wie z.B. seltene Weichwasserfische aus Südostasien, sind zu bestaunen. Auch eine der kleinsten Fischarten der Welt wird zu sehen sein: Kristallzwergbärblinge (Danionella translucida) messen als erwachsene Tiere nur 12 mm Maximallänge. Neben den verschiedenen Aquarienfischen sind auch Garnelen in der Ausstellung zu sehen. Sie sind sehr beliebt und es macht Spaß die zarten und bunten Tiere bei ihren Aktivitäten zu beobachten. Die Ausstellung macht auf die akute Gefährdung von Arten in deren verschieden Herkunftsgebieten aufmerksam. Anhand konkreter Beispiele, wie dem aparten Zebrawels aus dem brasilianischen Rio Xingu, werden Probleme und Ursachen verdeutlicht und Möglichkeiten und Perspektiven für den Erhalt der Artenvielfalt gezeigt.

Die gemeinsame Lebendschau von Museum und Verein der “Aquarien- und Terrarienfreunde Lübeck von 1920 e.V.“ blickt bereits auf eine lange erfolgreiche Tradition: Alle fünf Jahre gestalten Mitglieder des Vereins die einzigartige Präsentation. In diesem Jahr findet sie bereits zum neunten Mal statt!

Dank geht an die Possehl-Stiftung und Gemeinnützige Sparkassenstiftung für finanzielle Unterstützung. Zudem erhielt der Verein Materialien zur Einrichtung der Becken – die Firma JACOB CEMENT Baustoffe lieferte kostenfrei Sand und Steine.

Bild: Kay Urban

29.03.2015 bis 25.10.2015
St. Annen-Museum
Alles unter einem Dach
500 Jahre Kloster – 100 Jahre Museum St. Annen
Alles unter einem Dach
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Seit 500 Jahren bietet das gotische Gemäuer des St. Annen-Klosters eine Heimstatt: für Nonnen, Waisenkinder, Kunstschätze – sie alle fanden hier ihr Zuhause. Waren es 1515 die unverheirateten Töchter der Hansekaufleute, so folgten 1615 die Armen, Waisen und Ausgegrenzten der Stadt, bis 1915 die Kunstschätze der Hansestadt ins Kloster einzogen. Heute finden die Lübecker im St. Annen-Museum also die Schätze ihrer Heimatstadt, den Reichtum, der einst hinter deren weltberühmten Fassaden verborgen war.

In den drei Sonderausstellungsräumen des St. Annen-Museums erleben Sie die anekdotenreiche und verwirrende Geschichte vom Klosterbau vor 500 Jahren über das vielfältige Sammlungswesen der Gesellschaft für Gemeinnützige Tätigkeit im 19. Jahrhundert bis zur Gründung des Museums für Kunst und Kulturgeschichte in den Klostermauern vor 100 Jahren: 500 Jahre Bürgerengagement und Stiftungswillen haben ihren Ort in St. Annen!

Ausstellungseröffnung: Sonntag, 29. März 2015, 11.30 Uhr

19.02.2015 bis 25.10.2015
Museum für Natur und Umwelt
Wissenschafts-Schaufenster SCIENCE AKTUELL
Schlaf, Neuroplastizität und Umwelt
Wissenschafts-Schaufenster SCIENCE AKTUELL
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Im Wissenschafts-Schaufenster des Museums für Natur und Umwelt in der Reihe SCIENCE AKTUELL wird ein spannendes, neues Forschungsthema „Schlaf, Neuroplastizität und Umwelt" gezeigt. Prof. Dr. Lisa Marshall vom Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Universität zu Lübeck stellt gemeinsam mit Mitarbeitern und Studierenden ihre Arbeiten zu „Schlaf, Neuroplastizität und Umwelt" vor. Besucherinnen und Besucher können bis zum 25. Oktober 2015 spannende Einblicke erhalten.
Die Präsentation informiert über die hirnelektrische Aktivität, und welche Hirnrhythmen uns bei Wachheit und Schlaf begleiten. Die Schlafmuster von Kindern, Jugendlichen und älteren Personen unterscheiden sich deutlich. Das Gehirn verarbeitet und speichert viele Informationen aus der Umwelt. Die Speicherung erfolgt unterschiedlich lang, zum Beispiel für das Erinnern an eine mitgeteilte Telefonnummer oder für das Erinnern an der Kindergartenzeit. Im Langzeitspeicher erfolgt eine Aufteilung der verschiedenen Gedächtnisinhalte z.B. für das Erinnern an Fakten oder Handlungen.
Darüber hinaus wird angesprochen, inwieweit z.B. der Gebrauch bestimmter Kosmetika oder der Verzehr bestimmter Nahrungsmittel, und Wechselwirkungen mit der Umwelt das Gedächtnis beeinflussen können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Gehör und wie (laute) Musik auf lange Sicht das Weiterhören beinträchtigen kann.

 

15.03.2015 bis 30.09.2015
TheaterFigurenMuseum
Sapperlot! Der Räuber Hotzenplotz auf Achse
Eine Ausstellung mit Theaterfiguren nach Otfried Preußler
Sapperlot! Der Räuber Hotzenplotz auf Achse
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Ab 15. März 2015 zeigt das TheaterFigurenMuseum eine Sonderausstellung mit Theaterfiguren zu den Werken des Kinderbuchautors Otfried Preußler. Otfried Preußler (1923-2013) ist einer der populärsten Kinder­buchautoren Deutschlands und fast jeder kennt „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ oder „Der kleine Wassermann“.

Der Räuber Hotzenplotz ist berufsbedingt wie seine Kolleginnen und Kollegen als Theaterfigur ständig auf Achse und unterwegs – nun macht er bis zum 30. September Station im TheaterFigurenMuseum Lübeck. Die Preußler-Protagonisten stellen sich als fantasievolle Handpuppen, Marionetten, Stab- und Großfiguren vor.

Mehr als ein Dutzend Figurensätze, die die Vielfalt der Um­setzungen der Preußler-Geschichten in Theater­­stücke veran­schaulichen, wurden für diese Ausstellung zusammengetragen. So gibt es unterschiedliche Ins­zenierungen von „Der Räuber Hotzenplotz“. Außerdem werden die berühmten Figuren der Verfilmung von „Der starke Wanja“ von Prof. Albrecht Roser zu sehen sein. Weiterhin gibt es beein­druckende Figuren der „Krabat“-Inszenierung des Düsseldorfer Marionettentheaters. Und die Originalmarionette des legendären „Kater Mikesch“ der Augsburger Puppenkiste darf natürlich auch nicht fehlen!

18.03.2015 bis 20.09.2015
Museum für Natur und Umwelt
Von Schmetterlingen und Donnerdrachen
Natur und Kultur in Bhutan
Von Schmetterlingen und Donnerdrachen
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Wer das „verborgene Königreich“ Bhutan entdecken möchte, muss keine weite Reise antreten: Die spannende Sonderausstellung „Von Schmetterlingen und Donnerdrachen - Natur und Kultur in Bhutan“ des Staatlichen Museums für Naturkunde Karlsruhe ist im Museum für Natur und Umwelt, Lübeck zu Gast. An der Südflanke des Himalaya gelegen, befindet sich in dem geheimnisvollen Land ein atemberaubender Naturreichtum. Obwohl das Land kaum größer als die Schweiz ist, reicht die Fülle an Lebensräumen vom subtropischen Wald bis zur Eiswüste - verteilt über enorme Höhenunterschiede von über 7.500 Metern. Im „Land des Donnerdrachens“ ist das Glück Staatsziel. Soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und kulturelle Werte stehen im Vordergrund dieser buddhistischen Kultur. Die Ausstellung bietet spannende Einblicke in die Natur und thematisiert auch Aspekte der Kulturgeschichte. Interaktive Elemente wie Hörstationen, Entdecker- und Spieletische laden zum aktiven Mitmachen ein. Seltene Objekte aus Bhutan bereichern die Ausstellung. Die Lübecker Völkerkundesammlung und Klaus Bronny, Deutsche Bhutan Himalaya Gesellschaft e.V. steuern ausgewählte Gegenstände bei.

07.03.2015 bis 30.08.2015
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Lübeck - Stadt am Wasser
Fotografien von Karen Meyer-Rebentisch
Lübeck - Stadt am Wasser
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Die Lage an der Trave und die Nähe zur Ostsee haben Lübecks Entwicklung zur wichtigsten Hanserstadt im Mittelalter erst möglich gemacht. Die Altstadt ist eine Insel und die "schönste Tochter" liegt direkt am Meer. Industrieanlagen und Hafen prägen bis heute das Stadtbild. Vom alten Anlegeplatz der Stecknitzfahrer an der Obnertrave, vorbei an Salzspeichern und Media Docks bis hin zu den großen Fähren vor dem Travemünder Strand hat die Lübecker Fotografin Karen Meyer-Rebentisch die besondere Stimmung der Stadt am Wasser eingefangen. Ihre Bilderr zeigen die herbe Schönheit Lübecks auf eine unverbrauchte Weise.
21.06.2015 bis 29.08.2015
Buddenbrookhaus
Erzähl mir Meer!
Geschichten von der See
Erzähl mir Meer!
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„Sommerferien an der See! Begriff wohl irgend Jemand weit und breit, was für ein Glück das bedeutete?“

So beginnt das Kapitel aus „Buddenbrooks“, in dem der kleine Johann Buddenbrook, kurz Hanno, seine Sommerferien in Travemünde verbringt. Hanno liebt den Aufenthalt am Meer über alles, doch sein sorgloses Glück verrinnt mit jedem weiteren Tag – schon bald muss er zurückkehren zu einem trostlosen Alltag mit einem enttäuschten Vater, spottenden Mitschülern und strafenden Lehrern.

Thomas Manns Texte sind reich an solchen Aufenthalten am Meer, bei denen nicht nur Glück und Freiheit, sondern immer auch das nahende Ende und der Tod mitschwingen. Sie stehen damit in einer langen kulturellen Tradition, die das Meer als zwiespältigen Sehnsuchtsort verehrt.

Die Sonderausstellung „Erzähl mir Meer!“ bringt dem Besucher diese Zwiespältigkeit nahe durch eine Flut von Texten zum Thema Meer. Auf ganz neuartige Weise wird zudem das Kapitel von Hannos Ferien in eine sinnliche Erfahrung umgewandelt, in die man eintauchen kann. Ergänzend werden einige historische Urlaubspostkarten gezeigt, die Thomas Mann an seinen Bruder Heinrich schrieb.

Eines der wichtigsten Bestandteile der Ausstellung werden jedoch die Geschichten sein, die die Besucher selbst zu erzählen haben. Und so soll auch der Ausstellungstitel verstanden sein: als Einladung an alle.

Die Ausstellung ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Buddenbrookhaus und der Hochschule für Bildende Künste Hamburg.

16.05.2015 bis 16.08.2015
Kunsthalle St. Annen
Die Kunst des Selbstporträts X
Sammlung Leonie von Rüxleben
Die Kunst des Selbstporträts X
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Zum zehnten Mal werden in der Kunsthalle St. Annen Werke aus der Selbstporträtsammlung Leonie von Rüxleben ausgestellt. Wie schon die anderen Präsentationen zuvor, wird die alphabetische Reihenfolge weiter fortgesetzt. Unter den 60 Werken von 34 Künstlern finden sich Namen wie Leopold Graf von Kalckreuth, Hermann Kätelhön, Florian Karsch, Max Kaus, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Kleinschmidt, Walther Klemm, Robert Klemmer, Carl-Heinz Kliemann und Diether Kressel.
16.05.2015 bis 16.08.2015
Kunsthalle St. Annen
Salaam Lübeck
Muslimisches Leben in der Hansestadt
Salaam Lübeck
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Sie kommen aus mehr als 16 Ländern, wohnen zum Teil in der dritten Generation in Lübeck oder sind erst seit kurzer Zeit in dieser Stadt. Ob sehr religiös, gläubig oder nur kulturell mit den muslimischen Traditionen verbunden, die ca. 13.000 in Lübeck lebenden Muslime zeugen von einer wenig bekannten und zum größten Teil positiven Einwanderungsgeschichte Lübecks.

In der Ausstellung „Salaam Lübeck“ gibt die Völkerkundesammlung der Hansestadt Einblicke in den Alltag einiger der in der Stadt lebenden Muslime und zeigt, wie der Islam in Lübeck gelebt und praktiziert wird. Zudem präsentiert die Völkerkundesammlung aus ihrem Bestand zum Teil noch nie bzw. seit Jahrzehnten nicht mehr gezeigte Werke aus muslimisch geprägten Ländern, wie z. B. das so genannte Kairoer Zimmer aus dem 17./18. Jahrhundert. Zu diesen Objekten werden Leihgaben aus persönlichem Besitz Lübecker Muslime in Beziehung treten, die sowohl von der eigenen Zuwanderungsgeschichte als auch von ihrer Religion erzählen.

Eine Presseschau der Lübecker Nachrichten (Schlagzeilen) aus den letzten 60 Jahren gibt die Entwicklung sowie unterschiedliche Betrachtungsweisen dieser Zuwanderungsgeschichte wieder. Lebendig wird sie durch Porträts von Lübecker Bürgern mit muslimischem Hintergrund, fotografiert von Arne Wesenberg an ihren Lieblingsorten oder an Stellen, die in ihrer Lebensgeschichte eine Rolle spielen. Bei aller Unterschiedlichkeit sind sie vereint in ihrer Zuneigung zu Lübeck.

Zahlreiche Fotos von Selman Parlak zeigen Spuren muslimischen Lebens in dieser Stadt. Sie führen den Besucher vom Gemüsehändler über private Einblicke bis hin zu den verschiedenen Moscheen und lassen ihn in den Mikrokosmos Islam eintauchen.

In einer Abteilung werden neun Orte muslimischen Glaubens in Lübeck vorgestellt. Der Koran, die heilige Schrift aller Muslime, wird als verbindende Grundlage der unterschiedlichen Richtungen gezeigt, die in Lübeck die Vielfalt des Islam wie in einem Brennglas spiegeln. Zahlreiche Gebetsteppiche aus unterschiedlichen Regionen zeugen von Schönheit und Glauben.

Was Islam überhaupt bedeutet, wird nicht nur aus wiedergegebenen Zitaten muslimischer Bürger deutlich, sondern darüber hinaus in einer nachempfundenen Koranschule dargestellt. Diese ist mit Elementen aus Lübecker Koranschulen ausgestattet, von allgemeinen Lehrplakaten über spezielle Schultische bis hin zu ausgemalten Buchstaben der arabischen Schrift.

Die Kalligraphie entwickelte sich wegen ihrer engen Verbindung mit dem Koran zu einer der ausdrucksstärksten islamischen Künste. Wie bedeutsam die arabische Schrift für den Islam ist, kommt in einer Kalligraphie-Abteilung zum Ausdruck, die u.a. von der Lübeckerin Melda Yazici gestaltet wird.

Die Ausstellung „Salaam Lübeck“ möchte dazu einladen, einen Blick auf das muslimische Leben in Lübeck mit all seinen reichhaltigen Facetten zu werfen und sich dabei nicht zuletzt ein eigenes differenziertes Bild vom Lebensalltag einer Religion machen zu können, die vielfach nur mit negativen Schlagzeilen in Verbindung gebracht wird.

13.02.2015 bis 31.05.2015
Buddenbrookhaus
Kafka - Der ganze Prozess
Eine Ausstellung des Deutschen Literaturarchivs Marbach und des Buddenbrookhauses Lübeck
Kafka - Der ganze Prozess
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Als Franz Kafka im August 1914 seinen neuen Roman Der Prozess beginnt, ahnt er nicht, dass er Weltliteratur schreibt. Bereits ein halbes Jahr später bricht er die Arbeit ab. 161 handschriftliche Blätter sind entstanden. Die Ausstellung zeigt Abdrucke der Manuskriptblätter. Die gut leserliche Handschrift macht Kafkas Schreibweise, seine Korrekturen, Streichungen und Ergänzungen sichtbar. Einen heutigen Blick auf Kafka bieten Kommentare von namhaften Wissenschaftlern, Schriftstellern und bildenden Künstlern sowie von Insassen der Justizvollzugsanstalt Lübeck. Die Ausstellung macht zudem den Entstehungsprozess des Manuskripts anhand von Kafkas Tagebucheinträgen erfahrbar.Lernort Buddenbrookhaus: Kafka wissenschaftlich, kreativ und filmischFür Schulklassen bieten wir neben Führungen durch die Ausstellung auch besondere Workshops zu Kafkas Schreiben und zum Roman "Der Prozess" an. Julia Woest informiert Sie gern zu diesen Angeboten unter Tel. 0451 122 4243 (Mo-Do 9-13 Uhr)E-Mail: buchungen@buddenbrookhaus.de> Werkstatt: »Prozess-Baukasten«Da Kafka selbst keine endgültige Ordnung der Romankapitel hinterlassen hat, nehmen wir uns die Freiheit und setzen den Prozess neu zusammen. Die Ergebnisse in Form von Collagen können in der Ausstellung präsentiert werden.Voraussetzung: Der Romantext sollte bekannt sein und mitgebracht werden.Dauer: 2 Stunden (inkl. Führung)Kosten: 80 EUR zzgl. 2,50 EUR Eintritt pro Schüler> Kreativ: »Jämmerliches Vorwärtskriechen«Die Tagebucheinträge, die parallel zum Prozess entstanden, dokumentieren das Auf und Ab der Gefühle Kafkas, seine Euphorie und Verzweiflung. Diese Ebene wollen wir beschreiten, die Tagebuchpassagen hören, kommentieren und sie in einer Audiocollage selbst zum Klingen bringen.Dauer: 1,5 Stunden (inkl. Führung)Kosten: 60 EUR zzgl. 2,50 EUR Eintritt pro Schüler> Filmseminar: Orson Welles, »Der Prozess« (1962)Unverfilmbar? Der amerikanische Regisseur Orson Welles hielt sich nicht daran. Mit dem Wissen um Holocaust und Zweiten Weltkrieg interpretierte er den Roman neu. Das Ergebnis war und ist höchst eigenwillig und umstritten - wir erlauben uns selbst ein Urteil.Dauer: 1,5 Stunden (inkl. Führung)Kosten: 60 EUR zzgl. 2,50 EUR Eintritt pro Schüler
22.02.2015 bis 19.04.2015
Kunsthalle St. Annen
Erasmus Zipfel
Innen – Außen - Bilder
Erasmus Zipfel
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Die Kunsthalle St. Annen präsentiert das malerische Werk des in Lübeck lebenden Künstlers Erasmus Zipfel. Rund 50 seiner jüngsten, farbstarken und expressiven Werke werden erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.Erasmus Zipfel wurde 1955 im polnischen Wroclaw (Breslau) geboren. Seit 1970 lebt er in Deutschland und studierte Komposition, Musiktheorie und Klavier an der Musikhochschule Lübeck. Seit 1978 ist er dort Dozent für Musiktheorie und seit 2009 als Professor tätig. Neben seiner musikalischen Profession wandte sich Erasmus Zipfel nach seinem Studium der Malerei zu.Beeinflusst von Werken des amerikanischen Vertreters des Abstrakten Expressionismus, Mark Rothko und der amerikanischen Pop-Art, verbinden sich in Erasmus Zipfels Bildern Abstraktion und Figuration zu vollkommen eigenständigen und kraftvoll-sinnlichen Kompositionen.Die Farben kämpfen bei Zipfel nicht gegeneinander, sondern miteinander und sind sichtbar in vielen Schichtungen über- und untereinander in eine Hauptrichtung verwoben. Erasmus Zipfel kombiniert seine gestische Malerei mit Ruhe spendenden Farbfeldern in dem er jeweils den oberen und unteren Teil seiner furiosen Malerei mit breiten nuancenreichen Farbflächen überdeckt. Dieses Stilmittel erzeugt eine attraktive Spannung zwischen Bewegung und Ruhe.
23.11.2014 bis 01.03.2015
St. Annen-Museum
Auf der Suche nach Harmonie - Die Navajo
Auf der Suche nach Harmonie - Die Navajo
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Die Navajo-Indianer leben mit ihren rund 250.000 registrierten Mitgliedern im Südwesten der Vereinigten Staaten in dem Gebiet, wo die US-amerikanischen Bundesstaaten New Mexico, Arizona, Utah und Colorado zusammentreffen. Sie sind die bei weitem größte in einer Reservation lebende indianische Gruppe in Nordamerika.

Im Bestand der Völkerkundesammlung der Hansestadt Lübeck befindet sich seit dem Jahr 2000 die umfangreiche Ausrüstung des Navajo-Medizinmannes Benet Toehe, ein Geschenk des renommierten Künstlers Horst Antes. Dieses Bündel ist einzigartig in Europa und kann ohne Übertreibung als Rarität bezeichnet werden. Zudem beherbergt die Sammlung eine bemerkenswerte Schenkung des verstorbenen Linguisten, Prof. Dr. Werner Winter aus Preetz, die zahlreiche Teppiche und ein Konvolut von Silberschmuckarbeiten der Navajo enthält.

Mit diesen herausragenden Beständen wird in den Sonderausstellungsräumen des St. Annen-Museums ein Ausschnitt von dem Reichtum und der Schönheit der religiösen Vorstellungswelt der Navajo übermittelt. Zudem werden Einblicke in die Geschichte und gegenwärtige Situation dieser Indianergruppe gegeben. >>> Führungen durch die Sonderausstellung für Erwachsenen- oder Schülergruppen sind buchbar unter Tel. 0451 122 4134 oder andrea.schwarz@luebeck.de >>> Die Ausstellung ist im Rahmen des Schulunterrichts besonders interessant für - Grundschule, Leitthema 8 - Textillehre Klasse 4 - Ev. Religion Sek I Themenbereich 5 -Kath. Religion Sek I Thema "Sprach- und Symbolverständnis" >>> Für Kinder gibt es einen Rallyebogen, mit dessen Hilfe sie die Ausstellung erkunden können. Er ist auch für Schulklassen geeignet. Der Rallyebogen ist kostenfrei an der Museumskasse erhältlich.

21.09.2014 bis 22.02.2015
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
"Oben und Unten" - Bilder aus der Arbeitswelt 1924 - 1935
Holzschnitte von Gerd Arntz
"Oben und Unten" - Bilder aus der Arbeitswelt 1924 - 1935
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Der Im Jahre 1900 in Remscheid geborene Künstler Gerd Arntz verschrieb sich in den 20er Jahren als Künstler voll der alten Technik des Holzschittes. In den Farben Schwarz und Weiß nimmt Arntz Stellung zu gesellschaftlichen und politischen Problemen seiner Zeit wie Ausbeutung, Unterdrückung und Militarismus. Seine Figuren sind ohne Gesicht, aber sie erzählen intensive Geschichten vom gesellschaftlichen Oben und Unten, vom Kampf der Menschen gegeneinander. Die Ausstellung zeigt 15 Werke die sich mit Krieg, Arbeitswelt und der politischen Entwicklung hin zum Dritten Reich beschäftigen.
12.09.2014 bis 15.02.2015
Museum für Natur und Umwelt
TIERREICH
Schwärme I Herden I Kolonien
TIERREICH
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Eine Fotoausstellung von Ingo Arndt

Stare in Europa, Sardinen im Pazifik, Gnus in Kenia - weltweit finden sich riesige Gruppen und Massenversammlungen von Tieren. Der renommierte Naturfotograf Ingo Arndt hat das faszinierende Phänomen auf allen Kontinenten gefunden und atemberaubend dokumentiert. Dem Staunen folgt die Frage nach dem - Warum?

Die großformatigen Fotos erzählen spannende Geschichten dazu. Sie handeln von den Themen Wanderung, Fortpflanzung, Überwinterung, Gemeinschaft und invasiven Arten. Ganz neue Blickwinkel eröffnen sich; es werden komplexe ökologische Zusammenhänge und Verhalten deutlich. Bei der Nahrungssuche bieten Herden und Schwärme z.B. optimalen Schutz vor Feinden. Auch zur Paarung versammeln sich viele Tiere zu großen Gruppen. Ein Film informiert über das vierjährige Projekt und “the making of“.

Die Ausstellung ist zweisprachig in deutsch und englisch.

The Exhibition is bilingual in German and English.

INGO ARNDT PHOTOGRAPHY

www.ingoarndt.com

31.10.2014 bis 01.02.2015
Kunsthalle St. Annen
Die Kunst des Selbstporträts IX - Sammlung Leonie von Rüxleben
Von Helmuth Heinsohn bis Horst Janssen
Die Kunst des Selbstporträts IX - Sammlung Leonie von Rüxleben
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Die diesjährige neunte Ausstellung der Graphiken aus der Selbstporträtsammlung Leonie von Rüxleben in der Kunsthalle St. Annen setzt die bisher begonnene Präsentation dieser Werke in alphabetischer Reihenfolge weiter fort: von Helmuth Heinson bis Horst Janssen.

Darunter befinden sich u. a. so illustre Künstlerpersönlichkeiten wie etwa der Begründer der Leipziger Malerschule Bernhard Heisig, der österreichische Bildhauer Alfred Hrdlìcka, der Maler der Neuen Sachlichkeit Karl Hubbuch, der skandalumwitterte Düsseldorfer Maler Jörg Immendorf oder der Hamburger Graphiker Horst Janssen.

Demzufolge lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch.

31.10.2014 bis 01.02.2015
Kunsthalle St. Annen
Jahresschau der Gemeinschaft Lübecker Künstler 2014
Jahresschau der Gemeinschaft Lübecker Künstler 2014
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Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat sich in und um Lübeck ein starkes kreatives Potential entwickelt, das die Gemeinschaft der Lübecker Künstler seit ihrer Gründung 1946 begleitet.

Die Kunsthalle zeigt zum zweiten Mal eine Auswahl der Lübecker Künstlergemeinschaft. Eine unabhängige Jury hat zuvor die Werke ausgewählt.Es werden 116 Arbeiten von 52 Kunstschaffenden zu sehen sein. Neben den bekannten Medien wie Malerei, Bildhauerei, Graphik und Photographie werden dieses Mal auch speziell auf die Räume bezogene Installationen präsentiert. In der diesjährigen Ausstellung, die sich durch eine große Vielfalt künstlerischer Ziele und Inhalte auszeichnet, findet man auch anregende Werke mit aktuellem politischem Bezug. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Ausstellung zu besuchen.

Besuchen Sie auch die Web-Site der Gemeinschaft Lübecker Künstler:www.gemeinschaft-luebecker-kuenstler.de

21.11.2013 bis 25.01.2015
Museum für Natur und Umwelt
Wissenschafts-Schaufenster SCIENCE AKTUELL
Biotechnologie für unsere Zukunft
Wissenschafts-Schaufenster SCIENCE AKTUELL
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Das „Wissenschafts-Schaufenster“ im Museum für Natur und Umwelt. Das Wissenschafts-Schaufenster SCIENCE AKTUELL ist auf Initiative des Wissenschaftsmanagement Lübeck als Projektidee formuliert und in die erfolgreiche Bewerbung als Stadt der Wissenschaft 2012 aufgenommen worden. Das Museum für Natur und Umwelt präsentiert seit dem Wissenschaftsjahr nun aktuelle wechselnde Forschungsarbeiten von Lübecker Hochschulen und Forschungsinstituten.SCIENCE AKTUELL wird von der Possehl-Stiftung gefördert. Biotechnologie für unsere Zukunft. Nutzung von Algeninhaltsstoffen in der Biomedizin. Antibiotika-resistente Keime stellen ein großes Problem in Krankenhäusern dar, da sie zu Entzündungen und Blutvergiftung führen. Diese Bakterien bilden eine Schutzschicht aus, sogenannte „Biofilme“, die eine Bekämpfung sehr erschweren. Die aktuelle Forschung sucht daher intensiv nach neuen Wirkstoffen, die eine Ausbildung von Biofilmen verhindern. Eine potentielle neue Quelle für solche Wirkstoffe sind Algen. In der Zusammenarbeit von Universität, Fachhochschule und Fraunhofer Gesellschaft entstand zum Forschungsthema eine Präsentation. Sie wird im Wissenschafts-Schaufenster des Museums für Natur und Umwelt in der Reihe SCIENCE AKTUELL gezeigt. Prof. Dr. Uwe Englisch und Prof. Dr. Veronika Hellwig vom Centrum Industrielle Biotechnologie (CIB) der FH-Lübeck stellen gemeinsam mit Prof. Dr. Johannes Knobloch, Institut für medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität zu Lübeck sowie Frauke Symanowski von der Fraunhofer Einrichtung für Marine Biotechnologie (EMB) die Arbeiten zur „Nutzung von Algeninhaltstoffen in der Biomedizin“ vor. Voraussichtlich ab Februar 2015 wird ein neues Forschungsthema präsentiert. Bildnachweis: Rotalge, Fraunhofer-Institut (EMB)

25.04.2014 bis 13.01.2015
Günter Grass-Haus
Cornelia Funke. Eine andere Welt
Cornelia Funke. Eine andere Welt
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In ihren Büchern entwirft Cornelia Funke einzigartige Welten zwischen Imagination und Wirklichkeit. Die Ausstellung Eine andere Welt entführt in das fantastische Universum der Illustratorin, Geschichtenerzählerin und Erfinderin der Spiegelwelt-App – einem interaktiven Lesebuch für mobile Geräte.

Cornelia Funke arbeitet zunächst einige Jahre als Illustratorin, bevor sie 1988 mit Die große Drachensuche ihr erstes eigenes Kinderbuch veröffentlicht. Es folgen zahlreiche weitere Geschichten wie die berühmte Reihe Wilde Hühner . Mit Herr der Diebe wird sie 2002 weltweit bekannt.

Seither werden die Welten, die sie in ihren Büchern erfindet, immer fantastischer und verzweigter. In der Tinten-Trilogie können beispielsweise Figuren aus einem Buch heraus gelesen werden, gleichzeitig verschwinden Personen aus dem Hier und Jetzt in der abenteuerlichen Welt des Mittelalters. Die aktuellen Reckless -Bücher führen die Leser in ein einzigartiges Universum hinter einem Spiegel, in der Mythen und Märchen aus allen Teilen der Erde eine neue Gestalt annehmen.

Die Ausstellung im Günter Grass-Haus zeigt wie die Autorin und Zeichnerin die Bilder, die sie in ihrem Kopf hat, in Worten und Illustrationen zu Papier bringt. Und sie verdeutlicht, wie sich ihre Art zu erzählen von Buch zu Buch weiterentwickelt – von der ersten Drachengeschichte bis zur App MirrorWorld , in der Erzählungen unter Einsatz der unterschiedlichsten künstlerischen Mittel zum Leben erweckt werden.

Die Besucher können in der Ausstellung in die Welten eintauchen, die sich Cornelia Funke in ihren Büchern ausdenkt: das Tal der Drachen und Fabelwesen aus Die große Drachensuche und Drachenreiter , die venezianische Kulisse vor der die Kinderbande aus Herr der Diebe ihre Abenteuer erlebt, das Universum der Büchernarren und mittelalterlichen Spielleute aus der Tinten-Trilogie , die Welt hinter dem Spiegel aus der aktuellen Reihe Reckless sowie die bezaubernde Unterwasserlandschaft der Nixen und Kraken aus Lilli & Flosse .

Jeder Kosmos wird durch einen eigenen Zugang betreten. Dahinter gibt es an den Wänden zahlreiche Original-zeichnungen aus den zugehörigen Büchern zu entdecken sowie Ausschnitte aus Hörspielen und eine filmische Installation. An speziell für jüngere Besucher eingerichteten Entdeckerstationen lassen sich Fabelwesen ertasten, eigene Buchseiten gestalten, Bilder unter die Lupe nehmen und mehr.

Für Kinder und Jugendliche gibt es einen eigenen Ausstellungsführer, in dem die Präsentation anschaulich erklärt wird. Zudem sind darin Arbeitsblätter enthalten, die auf dem Rundgang vervollständigt und als Erinnerung mit nach Hause genommen werden können.

Ein eigener »Raum im Raum« ist der App MirrorWorld gewidmet. An iPads können Besucher sich darin interaktiv auf eine Reise hinter den Spiegel begeben und erfahren so viele zusätzliche Informationen über die eindrucksvolle Welt der Reckless-Romane. Objekte aus dem Privatbesitz von Cornelia Funke erzählen in diesem Raum von dem aufwendigen Entstehungsprozess dieses interaktiven Buchs und zeigen, wie sich mit dem Einsatz digitaler Medien an alte Erzählformen und Illustrationstraditionen anknüpfen lässt.

13.09.2014 bis 06.01.2015
Buddenbrookhaus
Augen auf!
Thomas Mann und die bildende Kunst
Augen auf!
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Der Ausstellungsteil im Buddenbrookhaus zeigt Illustrationen zu Erzählungen und Romanen Thomas Manns und thematisiert damit den Blick der bildenden Kunst auf das Werk des Schriftstellers. Mit Illustrationen u. a. von Emil Preetorius (Herr und Hund), Hermann Ebers (Unordnung und frühes Leid), Thomas Theodor Heine (Wälsungenblut) oder Wolfgang Born (Der Tod in Venedig) sind historische bzw. bereits publizierte Illustrationen zu sehen. Anhand dieser ausgewählten Beispiele lässt sich der Bogen von enger Zusammenarbeit zwischen Illustrator und Autor (Preetorius) über teils widersprüchliche Äußerungen Thomas Manns (Born) bis hin zur Ablehnung der Illustrationen durch den Schriftsteller (Ebers) aufzeigen. Diesen historischen Positionen werden neue Arbeiten an die Seite gestellt, die im Rahmen eines von der Hans-Meid-Stiftung geförderten Illustrationswettbewerbs entstanden. An der HAW Hamburg, Department Design, haben 26 Masterstudentinnen und -studenten von Prof. Bernd Mölck-Tassel als Semesteraufgabe Illustrationen zu einem Werk von Thomas Mann gestaltet: Die literarischen Vorlagen reichen von der frühen Erzählung Gefallen über die Novellen Das Wunderkind, Wälsungenblut, Der Tod in Venedig, Herr und Hund, Unordnung und frühes Leid, Mario und der Zauberer bis zu den Romanen Buddenbrooks, Zauberberg, Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull und Doktor Faustus. Alle eingereichten Arbeiten sind in der Ausstellung zu sehen. Sie zeigen ein breites Spektrum moderner illustratorischer Techniken, unterschiedliche Formen erzählerischer Bildsprache und nicht zuletzt einen neuen Blick der bildenden Kunst auf das Werk Thomas Manns. Am 21. September um 15 Uhr werden die Preisträger im Buddenbrookhaus in Lübeck geehrt. Dort sind auch die Illustrationen zu sehen.

06.07.2014 bis 31.12.2014
TheaterFigurenMuseum
Xaver Schichtls Marionettenvarieté: Feinstes und vornehmstes Familientheater
Xaver Schichtls Marionettenvarieté: Feinstes und vornehmstes Familientheater
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Hochverehrtes Publikum! Treten Sie näher und lassen Sie sich begeistern!

Akrobaten, Artisten, Zauberkünstler und Clowns gehören zu den großen Stars der Varietébühnen. Zur Hochzeit des Varietés wurden auch Marionetten zur Sensation. In unserer neuen Ausstellung führen wir Sie zurück in die Goldenen Zwanziger und präsentieren ausgewählte „Varieté-Stars“ der berühmten Marionettenbühne Schichtl.

Trickfiguren wie der chinesischen Kugelläufer, der von fünf Spielern geführt wurde und eine tanzende Mickey Maus treffen auf Mr. Shelton, den Trompeter auf Stelzen und eine orientalische Bauchtänzerin. Zum internationalen Marionetten-Ensemble gehören zudem russische Tänzer und ein Afro-Amerikanischer Jazz-Trompeter. Außerhalb der Bühne wird die Werkstatt-Atmosphäre der Puppenspieler mit Requisiten, alten Werkzeugen und anderen nützlichen Objekten, etwa zum Bau einer Marionette, eingefangen. Mit historischen Dokumenten und Fotoaufnahmen vermittelt die Ausstellung das schillernde Leben der Jahrmarktskünstler.

Wer sind die Schichtls?

Als weitverzweigte Schaustellerfamilie repräsentieren die Schichtls eine Ära des Marionettenspiels in Deutschland und Europa, die sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Über Jahrhunderte hinweg war die Familie Schichtl auf internationalen Jahrmärkten vertreten. Franz August, der Vater von Xaver Schichtl, legte sich 1901 ein „Marionetten- & Varieté-Theater“ zu und führte es, bis er sich 1913 aus diesem Geschäft zurückzog. Er blieb in München und bereiste bayerische Volksfeste. Die berühmte Zugnummer der Schichtls, „Die Enthauptung einer lebenden Person mittels Guillotine“ wird heute noch auf dem Münchener Oktoberfest gezeigt. Franz August hatte neun Kinder. Sein Sohn Xaver (1888-1965) führte das „Marionetten & Varieté-Theater“ seines Vaters fort.

Xaver Schichtls Erfolgsrezept

Xaver Schichtls Programm genoss zur Hochzeit des Varietés einen erstklassigen Ruf. Auf clevere Weise nutzte er den Bildungsdurst des Bürgertums für das Geschäft und für seine Kunst und machte sein Marionettentheater zu einer guten Adresse für die adäquate Unterhaltung und Bildung vornehmer Familien, die Jahrmärkte aus Angst vor Läusen und Prügeleien ansonsten eher mieden. Vor allem die Themen seiner Stücke prägten den Erfolg seines Theaters, denn insbesondere die feinen Familien konnten sich mit den dargestellten Dramen identifizieren. Mit dem Werbeslogan „Vornehmstes Familientheater“ traten die Schichtls auch in Lübeck und in den Bädern der Ost- und Westküste von Schleswig-Holstein auf.

06.12.2014 bis 21.12.2014
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Weihnachten in der Geschichtswerkstatt
Weihnachten in der Geschichtswerkstatt
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Im alten Glanz steht er wieder: Der Weihnachtsbaum in der Geschichtswerkstatt, geschmückt auf alte und traditionelle Art mit Kerzen, Kugeln und Lametta aus Kücknitzer Familien. Darunter befinden sich kleine Gaben und ein Bunter Teller mit Nüssen für die Kleinen.
03.08.2014 bis 26.10.2014
St. Annen-Museum
„Eine eiserne Zeit ist angebrochen…“
100 Jahre Erster Weltkrieg in Lübeck
„Eine eiserne Zeit ist angebrochen…“
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Am 2. August 1914 begann mit der Generalmobilmachung in Deutschland der Erste Weltkrieg. Die Lübecker Museen zeigen eine Ausstellung zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges zu den Auswirkungen des Krieges auf das Leben in Lübeck. In den vier Jahren der Kriegsdauer wirkte dieser sich mehr und mehr auf das Leben in der Stadt aus. Die Wirtschaft wurde auf Kriegsproduktion umgestellt. Die Ernährungslage wurde immer schwieriger. Nach und nach wurde die gesamte Bevölkerung zur Unterstützung des Krieges mobilisiert – Kinder, Jugendliche, Frauen… In den „Vaterstädtischen Blättern“ wurde Woche um Woche eine „Ehrentafel“ mit Kurzlebensläufen und Fotos der Lübecker Gefallenen veröffentlicht. Große Lazarette – vor allem das Barackenlazarett auf dem Burgfeld – mussten die immer größer werdende Zahl der Verwundeten aufnehmen. Kriegs- und Zivilgefangene aus den gegnerischen Ländern wurden in der Lübecker Wirtschaft eingesetzt.

Die anfängliche Begeisterung nahm bei Teilen der Bevölkerung mit der Zeit ab. Vor allem in der Arbeiterschaft äußerten sich Proteste, die im Januar 1918 in einem Streik gipfelten. Die Arbeiter forderten neben einer Verbesserung der Ernährungslage auch einen schnellen Friedensschluss ohne Annexionen und die Einführung eines demokratischen Wahlrechtes.

Außerdem wird die Geschichte des Infanterie-Regiments 162 „Lübeck“ während des Krieges beleuchtet.

19.10.2014 bis 19.10.2014
Günter Grass-Haus
Grass als Soldat - Einweihung des neuen Ausstellungsmoduls
Anlässlich Günter Grass´ 87. Geburtstag
Grass als Soldat - Einweihung des neuen Ausstellungsmoduls
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In unserer Sammlungsausstellung können die Besucher darüber abstimmen, welches Thema als nächstes im Museum wissenschaftlich aufbereitet werden soll. Zum Geburtstag von Günter Grass wird dann stets ein Ausstellungsmodul erneuert. Im Jahr 2014 haben sich die Besucher für das Thema "Grass als Soldat" entschieden.

Die Einweihung dieses neuen Moduls fand am 19. Oktober im Theater Lübeck anlässlich des 87. Geburtstags von Günter Grass statt. Nach einer Begrüßung durch den Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, Bernd Saxe, gab Museumsleiter Jörg-Philipp Thomsa eine Einführung in das Thema. Den musikalischen Rahmen bildete eine Klanginstallation von Willy Daum, der als Musik-Arrangeur aus dem Theater Lübeck bekannt ist.Als besonderes Geschenk für seinen Freund las der Schauspieler Mario Adorf aus Günter Grass´ autobiographischem Werk "Beim Häuten der Zwiebel". Der Literaturnobelpreisträger nahm als Ehrengast an der Veranstaltung teil.

06.07.2014 bis 12.10.2014
Kunsthalle St. Annen
Mehrdimensional
Mehrdimensional
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"Mehrdimensional" zeigt eine Reihe von Werken aus den Beständen der Kunsthalle St. Annen, die sowohl in den letzten Jahren erworben wurden, als auch seit geraumer Zeit nicht zu sehen waren. Die große Vielfalt und Qualität der Sammlungen zur Kunst nach 1945 steht dabei im Vordergrund.

Ein besonderes Highlight wird die Präsentation der erst kürzlich mit Hilfe der Possehl Stiftung erworbenen 16 Arbeiten des in Lübeck geborenen, aber in Berlin lebenden Bildhauers, Malers und Zeichners Jakob Mattner sein, dessen Werke im gesamten UG der Kunsthalle ausgestellt werden. Darunter ist die Glas-Licht-Skulptur "Zwielicht Seraph" von 1996, bei der das Licht als ein immaterielles Phänomen zwischen den Gegensätzen von Hell und Dunkel das eigentliche Thema ist.

08.09.2014 bis 08.09.2014
Günter Grass-Haus
Avi Primor und Günter Grass im Gespräch über den Ersten Weltkrieg
Mit Ulrich Wickert und Andreas Hutzel
Avi Primor und Günter Grass im Gespräch über den Ersten Weltkrieg
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Im Jahr 2014 jährte sich zum 100. Mal der Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Günter Grass und der Publizist, Diplomat und ehemalige israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor, nahmen den Weltkrieg und das jüdische Leben in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Blick. Ulrich Wickert moderierte.Günter Grass las aus "Mein Jahrhundert", der Schauspieler Andreas Hutzel trug Passagen aus dem Roman "Süß und ehrenvoll" von Avi Primor vor.Es handelte sich um eine Veranstaltung des Günter Grass-Hauses in Kooperation mit dem Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk. Wir danken dem Radisson Blu Senator Hotel, dem Freundeskreis des Günter Grass-Hauses und den Lübecker Funktaxen für die freundliche Unterstützung.

18.05.2014 bis 31.08.2014
St. Annen-Museum
3. Mittelalter-Spotlight - Verborgene Schätze
Das Hochaltarretabel der Lübecker Marienkirche
3. Mittelalter-Spotlight - Verborgene Schätze
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Raus aus dem Depot ins Rampenlicht!

Verborgene Schätze werden hervorgeholt: die letzten Überreste des in der Bombennacht 1942 endgültig zerstörten Hochaltars der Lübecker Marienkirche, die im Museumsdepot überdauerten und erstmals gezeigt werden! Die wenigen erhaltenen, feingeschnitzten Baldachine und Pfeiler lassen sich jetzt im Original mit den alten Fotos und Rekonstruktionszeichnungen dieses für immer verlorenen Prunkstücks Lübecker Schnitzaltäre vergleichen.

Diese Schau setzt als drittes "Mittelalter-Spotlight" die Folge dieses neuen Formates im St. Annen-Museum fort. Die bewährten wissenschaftlichen Flyer zum kostenlosen Mitnehmen erläutern die Präsentation im gotischen Gewölbe des Grönauer Raumes im St. Annen-Museum.

13.04.2014 bis 31.08.2014
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
"Herrenwyk - Heringsbucht" - Silbern spricht der Fluss...
Gruppenausstellung Lübecker Künstler
"Herrenwyk - Heringsbucht" - Silbern spricht der Fluss...
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Silbern spricht der Fluss jedes Jahr aufs neue für die Jäger der Neuzeit, die mit Angel und Eimer bewaffnet dem Heringszug entgegenfiebern. Zwischen Herrenwyk und der Schlutuper Wiek bildete die Trave eine natürliche Enge, in der die Heringe besonders massenhaft gefangen werden konnten. So siedelten sich schon im 13. Jahrhundert dort Fischer an, mit der zunehmenden Industrialisierung im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts dann auch eine fischverarbeitende Industrie. Eine Gruppe Lübecker Künstler, die auf vielfältige Weise dem Hering gefolgt ist, möchte dem Namensgeber dieses Ortes eine Würdigung erweisen.Sie zeigen in der Gerschichtswerkstatt ihre Ausbeute, die das Silber des Meeres - den Hering - in vielfältiger Formgebung kommentiert. Die beteiligten Künstler sind: Eva Ammermann (Kochkunst, Fotografie), Barbara Engel (Malerei), Wolfgang Christophersen und Franziska Koschmidder (Installation), Volkmar Schmidt (Fotografie), Angela Siegmund (Siebdruck), Heinz Vogler (Druckgraphik), Rainer Wiedemann (Mixed Media).
21.03.2014 bis 30.08.2014
Buddenbrookhaus
»Bruderkrieg«
Heinrich und Thomas Mann im Ersten Weltkrieg
»Bruderkrieg«
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Brüder, Schriftsteller, prominente Größen und erbitterte Gegner im Ersten Weltkrieg - die Konstellation ist einmalig. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges entzweiten sich Heinrich und Thomas Mann aufgrund ihrer gegensätzlichen politischen Positionen und wechselten für mehrere Jahre kein Wort miteinander.Erstmals wird gezeigt, wie die Brüder ihre Kommunikation vom Privaten ins Öffentliche verlagerten: In ihren politischen Publikationen entwickelte sich ein Dialog im Krieg, der einen personalisierten Zugang zum geistesgeschichtlichen Konflikt während des Ersten Weltkrieges bietet. Der frankophile Kaiserreichskritiker Heinrich kämpfte für Demokratie und Frieden, während der jüngere Bruder Thomas leidenschaftlich den Machtanspruch des Deutschen Kaiserreichs verteidigte.Die Ausstellung leistet einen Beitrag zum großen Gedenkjahr 2014, in welchem sich der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum hundertsten Mal jährt. Die heftig ausgetragene politische Auseinandersetzung zwischen Heinrich und Thomas Mann bietet sowohl einen Einblick in die Gedankenwelt der Künstlerbrüder als auch in die Mentalitätsgeschichte der Jahre 1914 bis 1918.»Bruderkrieg« folgt Heinrich und Thomas Mann durch diese Schicksalsjahre der Weltgeschichte bis zur Wiederannäherung im Deutschland der Nachkriegszeit und ermöglicht, Originale wie handschriftliche Briefe und Erstausgaben in den Blick zu nehmen.

Lesungen für Schüler auf AnfrageMuseumpädagogik: Julia Bock, 0451-122-4273

Führungen für Schülergruppen auf Anfrage1 Std., 40€ zzgl. Eintritt oder 1,5 Std., 60€ zzgl. EintrittFührungs-Koordination: Maike Wietstock, 0451-122-4243

16.02.2014 bis 17.08.2014
Museum für Natur und Umwelt
Wie Menschen Affen sehen - Looking at apes
Wie Menschen Affen sehen - Looking at apes
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Ob King Kong, Spielzeugäffchen oder „Unser Charly“ - wir Menschen haben unseren nächsten Verwandten schon viele Klischees übergestülpt. Die Ausstellung des Neanderthal Museums Mettmann beleuchtet die widersprüchlichen Beziehungen zwischen Menschen und Menschenaffen.

Gorillas, Schimpansen, Bonobos, Orang-Utans und Gibbons sind unsere nächsten Verwandten. Wir teilen mit den Menschenaffen einen langen Weg Evolution. Wie wir auf Affen blicken, davon handelt die Ausstellung „Wie Menschen Affen sehen - Looking at apes“. Die Schau des Neanderthal Museums Mettmann ist ab dem 16. Februar 2014 im Museum für Natur und Umwelt zu sehen.

Unsere menschlichen Blicke auf die Affen sind fasziniert und faszinierend, weil sie oft sehr zwiespältig sind: Einerseits glauben wir, die Affen zu verstehen, vergleichen uns mit ihnen, lieben und verehren sie. Andererseits distanzieren wir uns weit von ihnen und stellen sogar eine große Bedrohung für sie dar. Zentrale Themen sind unser ambivalentes Verhältnis zu Affen und unseren engen widersprüchlichen Beziehungen.

Weiterhin werden Biologie und Verhalten der Affen packend dargestellt. Die Ausstellung bringt aktuelle Forschungsergebnisse und informiert darüber wie die großen Menschenaffen leben. Interessante Themen sind Gruppen- und Sozialstrukturen, Werkzeuggebrauch, Zoohaltung, aktuelle Bedrohungen durch Vernichtung der Lebensräume, Artenschutz und vieles mehr.

Auch für Kinder und Jugendliche gibt es Spannendes zu erforschen und zu entdecken. Wer möchte kann seine nächsten Verwandten nachahmen oder im Futterkasten mit Stöckchen nach Leckerem stochern.

Spannende Filme, fesselnde Audios und starke Bilder ergänzen Inszenierungen und beeindruckende Ausstellungsstücke.

Die Ausstellung ist zweisprachig in deutsch und englisch und es ist ein Begleitheft, zum Preis von 10,90 Euro erhältlich.

05.05.2014 bis 06.08.2014
Günter Grass-Haus
Funke außer Haus
Lesereihe im Rahmen der Ausstellung "Cornelia Funke. Eine andere Welt"
Funke außer Haus
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Veranstaltungen dieser Lesereihe:"Emma und der blaue Dschinn" in der Moschee Ein Mädchen entdeckt die große Welt des Orients. Lesung in deutscher und türkischer Sprache. Es las Ingrid Noemi Stein, Theater Lübeck, in der Moschee der Ditib türkisch islamischen gemeinde zu Lübeck e.V. (9.5.2014)

"Geisterritter" über dem KirchengewölbeEine aufregende Rittergeschichte hoch über dem Kirchenschiff von St. Marien.Es las Patrick Heppt. (11.6.2014)

Die "Tinten-Trilogie" in der Buchbinderei BlattgoldBunte Spielleute treffen auf flatterhafte Fabelwesen und leidenschaftliche Büchernarren.Es las Andreas Hutzel, Theater Lübeck, im Aegidienhof. (11.7.2014)

"Lilli und Flosse" im Naturbad FalkenwieseTaucht mit den grünen Nixenkindern" in die phantastische Unterwasserwelt von Cornelia Funke ein und begegnet dem gutmütigen Riesenkraken Wilhelm.Es las Tina Eberhardt, freie Schauspielerin (1.8.2014)

"Herr der Diebe" im alten KinoLauscht den Abenteuern rund um einen mysteriösen Auftrag für den Herrn der Diebe..Es las Jörn Kolpe, Theater Lübeck, im Volkstheater Geißler (9.9.2014)

18.05.2014 bis 06.07.2014
St. Annen-Museum
Löwenfinck - Ein Geburtstagsgeschenk
Löwenfinck - Ein Geburtstagsgeschenk
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Die vom Bürgersinn getragene Sammlung des St. Annen-Museums bewahrt einen „königlichen“ Schatz: drei Meissener Porzellanvasen aus dem persönlichen Besitz Augusts des Starken von etwa 1735. Sie sind wohl bemalt von Adam Friedrich Löwenfinck, der phantasievollen Hauptfigur der Porzellan- und Fayencemalerei des frühen 18. Jahrhunderts. Bevor dieser Vasensatz im Herbst als Leihgabe zur Dresdner Jubiläumsausstellung zu Löwenfincks 300stem Geburtstag reist, wird er seinen jetzigen Besitzern, den Lübecker Bürgern, noch einmal vor Augen geführt. In einer Studioausstellung in den neuen Sonderausstellungsräumen des St. Annen-Museums treten diese barocken Vasen in Dialog mit modernen Werken der Keramikerinnen Heidi Manthey (*1929) und Gudrun Gaube (*1961). Die beiden Porzellanmalerinnen müssen den Vergleich mit Löwenfinck nicht scheuen. Ihre Werke schenken reine Augenlust!Öffentliche Führung durch die Ausstellung am 29. Juni 2014 um 15 Uhr

22.05.2014 bis 22.06.2014
Kunsthalle St. Annen
HANSEvideoartWORKS
Zurück in die Zukunft
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Anlässlich der diesjährigen Hansetage, die vom 22. – 25. Mai in Lübeck stattfanden, präsentiert die Kunsthalle St. Annen noch bis zum 22. Juni unter dem Motto "Zurück in die Zukunft" 21 Videokünstler aus 17 Hansestädten.Teilweise wurden die Videofilme von den nationalen und internationalen Künstlern eigens für den spezifischen Ausstellungsort der Lübecker Kunsthalle St. Annen angefertigt. Die Videokunst zeigt zu diesem Thema ein breites Spektrum ganz unterschiedlicher und abwechslungsreicher künstlerischer Umsetzungen. Participating Artists / Teilnehmende Künstler:

Belgium / Belgien

Brügge: Jasper Rigole

Germany / Deutschland

Buxtehude: Tanja Rathjen

Greifswald: Linda Perthen

Herford: Jessica Koppe

Lüneburg: Tilman Küntzel

Münster: Nikola Hamacher

Neuss : Jürgen Hille

Osnabrück: Ulu Braun

Salzwedel: Sheila Swift

Estonia / Estland

Pärnu: Janno Bergmann

Viljandi: Madis Luik

Sweden / Schweden

Visby: Kristina Frank

Netherlands / Niederlande

Harderwijk: Fikret Koç

Zutphen: Jessica Muller

Norway / Norwegen

Bergen: Artist group / Künstlergruppe „Doppler“

Kjersti Sundland, Bjørg Taranger, Maria Øy Lojo

Poland / Polen

Danzig: Mateusz P?k

Russia / Russland

Velikiy Novgorod: Dimitriy Zahv, Mariya Aksentieva, Anton Loginov

06.04.2014 bis 09.06.2014
TheaterFigurenMuseum
Adolph Friedländer
Lithographien und Plakate
Adolph Friedländer
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Menschen, Tiere, Sensationen – in einer Zeit ohne Kino, Rundfunk und Fernsehen waren Plakate das modernste und wirksamste Mittel der Massenwerbung. Der Hamburger Adolph Friedländer war Ende des 19. Jahrhunderts einer der bekanntesten Plakat-Lithographen. Zwischen 1872 und 1935 produzierte die Friedländer- Druckerei über 9000 Plakate, die vor allem für Zoos, Zirkuskünstler und Varietétheater warben. Zu den Kunden gehörten auch der Zirkus Hagenbeck und das Marionetten-Varietétheater Schichtl.

Das TheaterFigurenMuseum verfügt über einige dieser Schichtl-Plakate. 110 Jahre nach dem Tod Adolph Friedländers, dem „König der Lithographen“, werden sie gemeinsam mit einer Auswahl verschiedener Zirkus- und Jahrmarktsplakate in einer Sonderausstellung gezeigt.

23.02.2014 bis 11.05.2014
WALTER LIBUDA. Doppelt stehn, einfach sehn.
Malerei – Zeichnung – Plastik – Objekt
WALTER LIBUDA. Doppelt stehn, einfach sehn.
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Er findet, die Kunsthalle sei wie für ihn gemacht:Der Künstler Walter Libuda präsentiert die neuesten Entwicklungen seines Lebenswerkes.

Er ist ein Künstler von internationalem Rang. Seine Werke wurden in Ausstellungen unter anderem in Venedig, Tokyo, Cambridge, Chicago, New York und Seoul gezeigt und seine Arbeiten befinden sich in deutschen und internationalen Museen und Sammlungen, so etwa in der Galerie Neue Meister in Dresden, dem British Museum in London, dem Puschkin-Museum in Moskau und dem Nationalmuseum in Peking. Nun ist Walter Libuda in Lübeck zu sehen. Das Museumsquartier zeigt vom 23. Februar bis zum 11. Mai die Ausstellung Walter Libuda. Doppelt stehn, einfach sehn. Malerei – Zeichnung – Plastik – Objekt.Der Schwerpunkt liegt auf bisher nie ausgestellten und bislang unpublizierten Werken, die die neuesten Entwicklungen seines Schaffens repräsentieren. Abgesehen von dem Bestand der Berlinischen Galerie werden ausschließlich Werke aus Privatsammlungen gezeigt, die nur in Lübeck zu sehen sein werden. Begeistert und inspiriert von der Kunsthallen-Architektur, die er als „wie für ihn geschaffen“ erlebte, entwickelte der Künstler eigens für Lübeck eine neue Bilderserie. Damit erweist sich Lübeck einmal mehr als Standort wichtiger Positionen zeitgenössischer Kunst. Erstmals wird das gesamte Museumsquartier für eine einzige Ausstellung genutzt: Die Kunstwerke sind auf insgesamt rund 1200 qm Ausstellungsfläche – vier Etagen der Kunsthalle und drei modernen Sonderausstellungsräumen im alten St. Annen-Kloster – zu sehen.Bereits 1992 wurde Walter Libuda, Schüler des Begründers der „Leipziger Malerschule“ Bernhard Heisig, als einem der ersten jüngeren Künstler aus der ehemaligen DDR in der Neuen Nationalgalerie von Mies van der Rohe in Berlin eine viel beachtete Einzelausstellung gewidmet.Zur Ausstellung in Lübeck erscheint ein Katalog. Die rund 50 Fotografien dafür fertigte der Berliner Künstlerfotograf Bernd Kuhnert, der Libudas Werk von Anbeginn dokumentarischbegleitet hat.

06.02.2014 bis 13.04.2014
Günter Grass-Haus
Renate von Mangoldt
Autorenfotos aus fünf Jahrzehnten
Renate von Mangoldt
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Ein halbes Jahrhundert hat Renate von Mangoldt Schriftsteller fotografiert. Diese ungewöhnliche Chronik des literarischen Lebens war ab Februar 2014 im Günter Grass-Haus zu sehen.„Walter Höllerer war der erste Autor, den ich fotografierte. Ihm verdanke ich meine Existenz als Schriftstellerfotografin. Er holte mich 1964 ins Literarische Colloquium Berlin. Von da an war mein Umfeld das der Literatur.“ So beschreibt Renate von Mangoldt den Beginn ihrer Arbeit als Autorenfotografin. Längst haben sich ihre Schwarzweiß- Aufnahmen von Schriftstellern und Schriftstellerinnen einem visuellen Gedächtnis eingeschrieben. 50 Jahre hat sie als Zeitzeugin ihr ‚künstliches Auge‘ auf die Welt der Literatur gerichtet.Die Ausstellung zeigte Bilder dieser Jahre, von den 60ern bis heute, Porträts, Schnappschüsse, Gruppenaufnahmen, Gruppe 47, Veranstaltungsfotos, nationale und internationale Autoren.Renate von Mangoldt wurde 1940 in Berlin geboren. Sie war von 1965 bis zu seinem Tod 2003 mit Walter Höllerer verheiratet und hat zwei Söhne.Die Ausstellung wurde am 7. Februar um 19.30 Uhr mit Felicitas Hoppe eröffnet. Eine Einleitung gibt Janos Frecot, Leiter der Photographischen Sammlung am Landesmuseum Berlinische Galerie i.R.

27.10.2013 bis 23.02.2014
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Radios von gestern - 90 Jahre deutscher Rundfunk
Radioapparate aus der Sammlung Jan Peter Brömme/Peter Dohse
Radios von gestern - 90 Jahre deutscher Rundfunk
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"Hier ist Berlin, Voxhaus!" Mit diesen Worten begann am 28. Oktober 1923 der Rundfunk in Deutschland. Plötzlich gab es Musik und Informationen vom Sender direkt ins Ohr. Nur sehr wenige haben damals die erste Stunde des Rundfunks in Deutschland am Radio verfolgen können, aber die Hörerzahl stieg im Laufe der Jahrzehnte steil nach oben. Was heute ganz selbstverständlich ist war am Beginn des Rundfunkzeitalters eine Revolution: Musik und Sprache aus dem "Nichts". Zu dieserm 90. Geburtstasg des Rundfunks zeigt das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk eine Ausstellung der beiden Sammler Jan Peter Brömme und Peter Dohse aus Reinfeld. Radioapparate, Radiotechnik, Fachbücher und -zeitschriften aus der Zeit von 1930 bis 1960 veranschaulichen diese Geschichte. Vor allem die Geräte, die in diesem Zeitraum wie Möbelstücke gestaltet wurden, geben einen sinnlichen Einblick in die tecxhnische Entwicklung. Und bei der Lektüre von alten Programmzeitschriften kommen bei vielen Menschen die Erinnerungen an spannende und entspannenden Stunden vor dem Radio wieder hervor.
17.11.2013 bis 16.02.2014
TheaterFigurenMuseum
Schweben - Träumen - Leben. Tove Janssons Mumin-Geschichten
Wanderausstellung des Finnland-Instituts in Deutschland
Schweben - Träumen - Leben. Tove Janssons Mumin-Geschichten
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„Eine liebenswerte, unheimliche, aufregende Welt“ – so beginnt das Buch „Mumins lange Reise“, das 1945 erschien. Diesen Winter kann man im TheaterFigurenMuseum in einer Mitmachausstellung in die wunderbare Welt der Mumin-Trolle eintauchen.

Die Mumins leben im idyllischen Mumintal irgendwo in Finnland. In ihren Geschichten erleben sie Abenteuer und Missgeschicke, kehren aber immer wieder glücklich in ihr Tal zurück. Dort herrscht eine Atmosphäre der gegenseitigen Toleranz: Gefühle, Freundschaft, Freiheit und Glückseligkeit, aber auch Angst und Einsamkeit spielen eine große Rolle.

Die finnlandschwedische Schriftstellerin Tove Jansson erfand die nilpferdartigen Trollwesen und schrieb und illustrierte zwischen 1945 und 1970 neun Mumin-Bücher. Die Mumin-Geschichten erfreuen sich dank der liebenswerten und humorvollen Charaktere weltweit großer Popularität, wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt und sichern Tove Jansson einen Platz unter den bekanntesten skandinavischen Schriftstellern.

Im Zentrum der Ausstellung steht ein für Kinder begehbares Muminhaus, durch dessen Fenster man Einblicke in die Muminwelt erhält. Die ausgestellten Bilder basieren auf den Geschichten der finnlandschwedischen Autorin. Ein kleines Handpuppentheater, das Abenteuer-Boot der Mumins, Mumin-Figuren, und eine Lese- und Malecke laden zum Stöbern, Ausprobieren und Verweilen ein. Die Mumin-Figuren zum Anfassen, die Accessoires und Mumin-Reliefbilder bieten insbesondere für Kleinkinder und Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit interessante Materialien zum Ertasten, wodurch man die verschiedenen Eigenschaften der Mumin-Figuren fühlen und miterleben kann.

Für die Mumin-Ausstellung gelten folgende Öffnungszeiten:

Freitag – Sonntag 11 – 17 Uhr, Schulklassen und Kitagruppen nach Vereinbarung

Unsere Dauerausstellung ist von Dienstag bis Sonntag von 11-17 Uhr geöffnet.

21.11.2013 bis 02.02.2014
Günter Grass-Haus
50 Hundejahre
»Künstlerroman, Ammenmärchen, Heimatfibel«
50 Hundejahre
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Mit seinem zweiten, nach der "Blechtrommel" (1959) mit Spannung erwarteten Roman hatte Günter Grass 1963 seine Geltung als sprachgewaltiger Fabulierkünstler gefestigt. Stärker als in seinem Debütwerk stehen in den Hundejahren die Möglichkeiten und Grenzen der Kunst angesichts der tiefen Krise humanistischer Ideale im Mittelpunkt: Künstlerische Auseinandersetzungen bestimmen die von einprägsamen literarischen Bildern und Metaphern geprägte Chronik. Ihr Herausgeber und zugleich die zentrale Künstlerfigur des Buches ist Eduard Amsel, ein kreativer Vogelscheuchenkonstrukteur und Ballettchoreograph. Sein Schaffen erdachte sich Grass mit einem Seitenblick auf Werke realer Künstler wie Oskar Schlemmer und Harry Kramer. Amsels fiktives Werk findet zudem eine Spiegelung in den eigenen grafischen Arbeiten seines Erfinders und in dessen literarischen Nebenprodukten zum Buch – in zahlreichen Zeichnungen, einem Hör- und Theaterspiel, einem Ballett und einer über einhundert Bilder umfassenden Radierfolge, die Grass im vergangenen Jahr schuf. Ausgehend von dem Spannungsfeld zwischen Kunst und Gesellschaft, widmet das Forum für Literatur und bildende Kunst den Hundejahren eine Sonderausstellung zum fünfzigsten Geburtstag. Das Projekt entsteht in Kooperation mit dem Steidl Verlag und dem Theaterfigurenmuseum Lübeck.

10.11.2013 bis 02.02.2014
St. Annen-Museum
Was macht das Zebra an der Krippe?
Weihnachten weltweit
Was macht das Zebra an der Krippe?
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Ho, ho, ho: In diesem Jahr wird es im Museumsquartier St. Annen in Lübeck erstmals eine Weihnachtsausstellung geben. Titel: Was macht das Zebra an der Krippe? Weihnachten weltweit. In den neuen Ausstellungsräumen des Quartiers sind vom 10. November 2013 bis zum 2. Februar 2014 eindrucksvolle Krippenfiguren aus allen Kontinenten zu sehen. Zudem werden Gabenbringer - von Nikolaus bis Väterchen Frost – vorgestellt, nebst ihren Helfern, so etwa dem Krampus aus Österreich und dem Zwarten Piet aus den Niederlanden. Und: Der Blick weitet sich, zum einen in Richtung des jüdischen Lichterfestes Chanukka mit traditionellen und zeitgenössischen Objekten. Zum anderen wird das in den USA verbreitete Kwanzaa-Fest vorgestellt, dass von Afro-Amerikanern zwischen dem 26. Dezember und 1. Januar gefeiert wird. Präsentiert werden insgesamt 500 Exponate, darunter bemerkenswerte Stücke aus der Lübecker Völkerkundesammlung. Die Schau informiert über interessante Phänomene und Entwicklungen rund um Weihnachten und zeigt mit Werken aus aller Welt genau das, was man auf keinem Weihnachtsmarkt findet.Die Besucher erleben, wie das Weihnachtsfest in verschiedenen Ländern der Erde gefeiert wird. In enger Zusammenarbeit mit den Lübecker Museen haben deshalb die Vereine und Institutionen Deutscher Frauenring e.V., Ortsring Lübeck, Deutscher Verband Frau und Kultur e.V., Gruppe Lübeck, Deutsch-Finnische Gesellschaft, Bezirksgruppe Lübeck, Deutsch-Griechische Gesellschaft zu Lübeck e.V., Deutsch-Ibero-Amerikanische Gesellschaft Lübeck e.V., Deutsch-Italienische Gesellschaft Lübeck e.V., Gesellschaft für Geographie und Völkerkunde zu Lübeck e.V., Katharineum zu Lübeck, Kinder- und Jugendkulturhaus Röhre Lübeck, Polnisch-Deutsche Sozial-Kulturelle Gesellschaft "Lubeka 95" e.V., Sverigevänner i Lübeck e.V. (Schwedenfreunde), das Theater Lübeck und die VHS unter der Koordination der Bürgerakademie Lübeck zu einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm mit Musikdarbietungen, Krippenspiel, Vorträgen, Lesungen und Workshops für Kinder und Erwachsene beigetragen. Außerdem bietet die Michael-Haukohl-Stiftung Schülern im Rahmen des Projektes "Jugend ins Museum" Führungen an.Nähere Einzelheiten finden sich unter den jeweiligen Veranstaltungsterminen.Besondere Angebote im Museumsshop und kulinarische Köstlichkeiten im Kunstcafé runden den Besuch des Museumsquartiers ab.> ENGLISH VERSIONChristmas Exhibition in Lübeck atSt. Anne's Museum Quarter, St. Annen-Str. 15

What Is the zebra doing at the crib?Christmas all over the world

November 10, 2013 to February 2, 2014

Ho, ho, ho: Coming this November, St. Anne's Museum Quarter will host Lübeck's first Christmas exhibition. It is entitled: What Is the zebra doing at the crib? Christmas all aver the world. From November 10, 2013 to February 2, 2014, impressive nativity scenes from all continents will be exhibited in the new rooms of the museum quarter. Visitors will additionally be introduced to gift bringers from Santa Claus to Jack Frost and get to know their helpers, from the Austrian "Krampus" to the Dutch "Zwarte Piet". And: the perspective also broadens to include Hanukkah, the Jewish Festival of Lights, with its traditional and contemporary ritual objects. Furthermore, the African-American holiday Kwanzaa will be presented. It is celebrated in the USA from December 26 to January 1. Some 500 exhibits will be shown, among them remarkable objects from Lübeck's ethnological collection. The show will inform about interesting phenomena and events relating to Christmas. Works of art from all over the world will provide a picture of the holiday season that no Christmas market has in store.Special offers at the museum shop and culinary delights at the museum's coffee shop "Kunstcafé" will complete the visit to the museum quarter.

01.12.2013 bis 02.02.2014
Kunsthalle St. Annen
Die Kunst des Selbstporträts VIII - Sammlung Leonie von Rüxleben
Von Albrecht Graupner bis Joseph Hegenbarth
Die Kunst des Selbstporträts VIII - Sammlung Leonie von Rüxleben
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Die Sammlerin Leonie von Rüxleben

Am 21. September 2005 verstarb 85-jährig die 1920 in Berlin geborene Sammlerin Leonie Freifrau von Rüxleben. Die als Getreidemaklerin in Hamburg tätige Kunstfreundin hatte die Kunst des Selbstporträts für sich entdeckt. Über viele Jahre wuchs so nach und nach eine ganz besondere Sammlung graphischer Blätter. Es ist jedoch nicht nur der thematische Schwerpunkt allein, der diese Sammlung auszeichnet, sondern auch die Tatsache, daß es sich bei der Enthusiastin um eine Frau handelte. Wir kennen heute zahlreiche Sammler oder Sammlerehepaare, die allein oder gemeinsam großartige Werkgruppen unterschiedlicher Künstler zusammenbringen und diese dann später häufig als ihr Vermächtnis einem dafür geeigneten Museum als sinnvolle Ergänzung der bestehenden Sammlungen überlassen. Dass dieses eine einzelne Frau als Sammlerin in diesem Umfang tut, ist hingegen seltener.

Achte Auswahlpräsentation

Zum achten Mal werden Werke aus der Selbstporträtsammlung Leonie von Rüxlebens in der Kunsthalle Sankt Annen in der Zeit vom 01. Dezember 2013 bis 02. Februar 2014 ausgestellt. Wie schon zuvor, wird die alphabetische Reihenfolge fortgesetzt. Die 22 Künstlernamen reichen von Albrecht Graupner bis Josef Hegenbarth. Auch sie versprechen wieder eine Reihe von interessanten Kunstbegegnungen. Insgesamt werden dieses Mal 54 ganz unterschiedliche Selbstbildnisse präsentiert.

Unter anderen sind Arbeiten des Berliner Malers und Zeichners Johannes Grützke, einem Vertreter der Schule der neuen Prächtigkeit, zu sehen. Weitere, jetzt gezeigte Werke stammen von dem Norweger Olaf Gulbransson, einem Zeichner der Satirezeitschrift Simplicissimus, vom italienischen Realisten Renato Guttuso, vom Wiener Maler des Phantastischen Realismus Rudolf Hausner, vom Expressionisten Erich Heckel, von dem bedeutenden Maler und Illustrator Josef Hegenbarth und weiteren Künstlern.

Die Auswahl von bekannten und weniger bekannten Künstlern dokumentiert erneut die ungeheure Vielfalt des künstlerischen Schaffens im 20. Jahrhundert anhand des besonderen Selbstporträt-Themas. Was für die zum Teil ganz unterschiedlichen stilistischen Ausprägungen gilt, läßt sich auch in Hinsicht auf die Variationsbreite in der technischen Durchführung feststellen. Das Spektrum reicht von der Bleistiftskizze über das Aquarell bis zum Holzschnitt oder der Lithographie, von schwarz-weißen bis zu farbigen Drucken und Zeichnungen. Da sie sehr unterschiedlichen Regeln gehorcht, erfordert jede Druck- oder graphische Technik auch jeweils ganz eigene, sehr spezifische künstlerische Umsetzungen.

Weil es von den unterschiedlichen Künstlern häufig gleich mehrere Werke in dieser Sammlung gibt und natürlich auch ausnahmslos vorgestellt werden sollen, divergiert die Anzahl der Künstler folglich mit den in der Ausstellung gezeigten Arbeiten.

Die Präsentation in alphabetischer Reihenfolge wird im Verlauf der kommenden Jahre weiterhin kontinuierlich fortgesetzt, um auf diese Weise alle Selbstporträtgraphiken aus der Rüxleben-Sammlung einem breiten Publikum vorzustellen.

01.12.2013 bis 02.02.2014
Kunsthalle St. Annen
KunstBetriebe als Geburtstagsgäste
KunstBetriebe als Geburtstagsgäste
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Anlässlich des 10-jährigen Bestehens freut die Kunsthalle St. Annen das Projekt „KunstBetriebe“ der Künstlerin Bettina Thierig und der IHK zu Lübeck zu präsentieren: 12 Künstler aus der Region erschufen in 12 regionalen Betrieben 12 Skulpturen aus Materialien der Unternehmen. Die aus dieser besonderen Zusammenarbeit von Kunst und Wirtschaft entstandenen dreidimensionalen Objekte sind vom 1.12.2013 bis 2.2.2014 in der Kunsthalle St. Annen in Lübeck zu sehen.

Teilnehmende Betriebe und teilnehmende Künstlerinnen und Künstler: Alte Gutsgärtnerei Sierhagen - Anke Mellin | Birfood GmbH & Co. KG - Susanne Hampe | Emcken Metallbau GmbH - Tim Adam | GABLER Maschinenbau GmbH & Co. KG - Peter Turpin | Hass + Hatje GmbH - Norbert Jäger | H. & J. Brüggen KG - Michèle Ammonn | Joh. Wilh. von Eicken GmbH - Ann-Carolin Zielonka | Max Schön AG - Tim Maertens | Natursteinwerk Rechtglaub-Wolf - Bettina Thierig | Sparkasse Holstein - Atif Gülücü | Sparkasse zu Lübeck - Sylvia Stuhr | Stadtwerke Lübeck GmbH - Winni Schaak

ERÖFFNUNG der Sonderausstellung am Sonntag, den 1.12.2013 um 11:30 Uhr in der Kunsthalle St. Annen

KunstBetriebe im KulturDialogThomas Waldner, IHK zu Lübeck, im Gespräch mit

> Prof. Dr. Hans WißkirchenLeitender Direktor der LÜBECKER MUSEEN

> Ilona Jarabek, Vicepräses IHK zu Lübeck

> Bettina Thierig und weiteren Künstlerinnenund Künstlern der Ausstellung

Zur Teilnahme an der Ausstellungs-Eröffnung wird bis zum 22.11.2013 um Rückmeldung bei Julia Beckmann per E-Mail an jbeckmann@ihk-luebeck.de oder telefonisch unter 0451 - 6006 124 gebeten.

Veranstaltungstipp:Kulturdiskussion Rotes Sofazur Finissage am 2.2.2014um 11.30 Uhr. Moderiert von Björn Engholm

30.11.2013 bis 29.12.2013
Museum für Natur und Umwelt
BUND-Ausstellung „Eingetaucht - Vielfalt in unseren Meeren“
BUND-Ausstellung „Eingetaucht - Vielfalt in unseren Meeren“
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Das Museum für Natur und Umwelt zeigt in Kooperation mit dem BUND die Wanderausstellung "Eingetaucht – Vielfalt in unseren Meeren" vom 30.11. bis 29.12.2013. Die Ausstellung des BUND-Projektbüros Meeresschutz nimmt große und kleine Besucher mit auf eine Reise in die beeindruckenden Lebensräume in den Tiefen unserer Meere. Weit vor den Küsten von Nord- und Ostsee existiert eine Unterwasserwelt aus Riffen und Sandbänken, die bunter und artenreicher ist, als es sich die meisten Menschen vorstellen können.

Attraktive großformatige Fotos zeigen spannende Einblicke in das Leben von z.B. Schweinswalen, Gefleckten Lippfischen und Trottellummen. Zwanzig Banner stellen anschaulich die Vielfalt der Lebewesen in den Schutzgebieten vor und vermitteln wichtige Informationen über die marinen Ökosysteme. Kleine Gäste können sich mithilfe von Taucherbrillen auf einen spannenden „Tauchgang“ zu den Tieren in der Nord- und Ostsee begeben.

13.10.2013 bis 24.11.2013
Kunsthalle St. Annen
Silberschmiede Oehlschlaeger – Tradition der Moderne
Silberschmiede Oehlschlaeger – Tradition der Moderne
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Die Silberschmiede Oehlschlaeger - sowohl die Firma in der Lübecker Pfaffenstraße als auch die drei in diesem Gewerk Tätigen dieses Namens - Werner, Margarethe und Maja - sind ein Begriff in der Hansestadt und in ganz Schleswig-Holstein. Ihre Gefäße und Geräte in strenger Formensprache und höchster handwerklicher Präzision sind so sehr Bestandteil des täglichen und festlichen Lebens von Sammlern und Kirchengemeinden, dass die Ausstellung zu Ehren des Firmengründers Werner Oehlschlaeger im Museumsquartier St. Annen nur sechs Wochen gezeigt werden kann: Länger konnten viele Leihgeber nicht auf ihre Stücke verzichten! So sind einmalig zentrale Werke wie Monstranzen, Vortragekreuze, Kelche, Schalen und Dosen aus Norddeutschland wie auch aus Bonn, Hamburg und Antwerpen wieder an der Wirkungsstätte der Silberschmiede Oehlschlaeger versammelt und zeigen das ganze Spektrum von fast 60 Jahren Silberschmiedekunst aus einer Hand, einer Familie, einem Geist – dem Geist der Bauhaus-Ästhetik.

21.06.2013 bis 17.11.2013
Günter Grass-Haus
»Unruhe im Olymp«
Gedichte, Zeichnungen und Skulpturen von Markus Lüpertz
»Unruhe im Olymp«
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Die Ausstellung zeigt den Maler und Bildhauer von seiner lyrischen Seite. Seine Gedichte hat der Künstler selbst an die Museumswände geschrieben. Im Zusammenspiel mit bisher noch nie gezeigten Arbeiten auf Papier und kolorierten Gipsplastiken führen sie in die Gedankenwelt des Multitalents.

Mit seinen monumentalen Gemälden und Großskulpturen polarisiert Markus Lüpertz in der Öffentlichkeit, mit seinen schillernden Auftritten im maßgeschneiderten Tuch hat er sich die Bezeichnung »Malerfürst« eingehandelt, die seither wie getrocknete Farbe an ihm klebt. Das Günter Grass-Haus wirft einen Blick hinter die große Geste des Künstlers und präsentiert seine Arbeiten als filigranes, poetisches Gesamtkunstwerk.

Wie der Namensgeber des Museums arbeitet Markus Lüpertz in verschiedenen künstlerischen Disziplinen. Als »Doppelbegabung« will er sich trotz seiner intensiven Beschäftigung mit der Poesie und der zahlreichen seit 1975 veröffentlichten Gedichte und Schriften jedoch nicht verstanden wissen: »All meine künstlerischen Äußerungen sind Illustrationen meines Malvorgangs«. Doch anders als die Malerei erlaube ihm die Dichtkunst »ein Öffnen des Herzens«. »In meiner Poesie bemühe ich mich, ehrlich zu sein«, erklärt der Künstler, »... in der Malerei ... verwirkliche ich Vorstellungen.« Dass sich hinter seiner kraftvollen und energiegeladenen Malweise eine geduldige Vorbereitung verbirgt, veranschaulichen die vielen Zeichnungen und Vorarbeiten, die Lüpertz für seine Gemälde und Skulpturen anfertigt und in denen sich die Entwicklungslinien seiner künstlerischen Absicht besonders deutlich verfolgen lassen. Zusammen mit Gedichten zu den Themen Liebe, Tod, Krieg und Kunst eröffnen sie dem Besucher einen intimen Einblick in die Gedankenwelt eines der einflussreichsten Künstler der deutschen Gegenwart.

Die Ausstellung im Günter Grass-Haus zeigt mehr als fünfzig Original-Arbeiten von Markus Lüpertz erstmals als dichte Einzelpräsentation in Lübeck. Die Großskulptur »Odysseus« steht für die Dauer der Sonderausstellung vor dem Holstentor.

29.09.2013 bis 17.11.2013
Kunsthalle St. Annen
Michael Schoenholtz - Ostinato
Michael Schoenholtz - Ostinato
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Michael Schoenholtz gehört neben Lothar Fischer, Michael Croissant und Franz Bernhard - um hier nur einige zu nennen - sicherlich mit zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern der Nachkriegszeit, der trotz aller künstlerischer Reduktion, in seinen Werken noch immer ganz traditionell vom Bild des Menschen, d. h. des heutigen, modernen Menschen ausgeht. Diesem in Form einer Skulptur eine angemessene, spannungsreiche und den Raum prägende Form zu geben, ist stets seine Zielsetzung gewesen.Der in Berlin tätige Bildhauer und Zeichner Michael Schoenholtz, geboren 1937 in Duisburg, wird in der Ausstellung in der Kunsthalle St. Annen eine Reihe neuester Plastiken aus Muschelkalk und Marmor neben zahlreichen großformatigen Bildhauerzeichnungen präsentieren.Das 10-jährige Bestehen der Kunsthalle St. Annen nimmt der Künstler zum Anlass, dieser fünf neuere Skulpturen und eine größere Anzahl großformatiger Kohlezeichnungen zu schenken, um auf diese Weise den Sammlungsbestand an plastischen Werken zu erhöhen.Der vielfach mit Preisen geehrte und sowohl national als auch international bekannte Bildhauer fertigte in den Jahren 1999 – 2005 alle Skulpturen für die Krypta der Dresdener Frauenkirche. Danben befinden sich zahlreiche seiner Skulpturen in ganz Deutschland im öffentlichen Raum.Überaus zahlreich sind die Einzel- und Gruppenausstellungen, in denen die Skulpturen des Bildhauers Michael Schoenholtz im Laufe seines reichen künstlerischen Lebens präsentiert wurden. Umfangreich sind demzufolge auch die Publikationen zu seinem Werk, das neben den dreidimensionalen Arbeiten immer auch beeindruckende Graphiken und Zeichnungen umfasst.Die Kunsthalle St. Annen hat von ihm bereits drei Kohlezeichnungen in ihrem Sammlungsbestand sowie die Skulptur „Torso“, 1989, als Dauerleihgabe des Vereins der Freunde der Museen für Kunst und Kulturgeschichte Lübeck.

Es erscheint ein Katalog zur Ausstellung.

14.06.2013 bis 12.11.2013
Buddenbrookhaus
Traumland und Zuflucht
Heinrich Mann und Frankreich
Traumland und Zuflucht
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Heinrich Manns intensive und vielschichtige Beziehung zu Frankreich bestimmt sein Leben und sein Schreiben gleichermaßen. Das Verhältnis ist genauso emotional wie politisch und intellektuell. Frankreich ist das Land seiner Träume und Sehnsüchte, das er zuerst durch die Literatur und dann durch Aufenthalte kennenlernt.

Heinrich Mann war ein engagierter Vorkämpfer für die deutsch-französische Verständigung als diese noch eine Utopie schien. Frankreich blieb für ihn stets „unser natürlicher Freund“. Diese Haltung spiegelt sich auch in seinen Werken wieder – von politischen Essays, die er im wilhelminischen Kaiserreich schrieb, bis zu seinem großen Exilroman Henri Quatre.

Seine ideale Stadt wurde dabei nicht die Metropole Paris, sondern Nizza an der Côte d’Azur, das er ab 1908 regelmäßig besuchte. 1933 wurde die Küstenstadt – bis zur spektakulären Flucht in die USA 1940 – zu seinem ersten Zufluchtsort im Exil. Von dort kämpfte er publizistisch gegen die Nationalsozialisten.

Die Ausstellung folgt Heinrich Manns Biografie. Anschaulich inszeniert sie dabei seinen lebenslangen Traum von Frankreich inmitten harter politischer Realitäten. Genauso macht sie seine tatsächlichen Erfahrungen in Frankreich durch persönliche Dokumente, Bilder und Selbstreflexionen sichtbar. Die Ausstellung und das Begleitprogramm sind ein Beitrag zum „Deutsch-Französischen Jahr 2013“, mit dem das 50-jährige Jubiläum des Élysée-Vertrags gefeiert wird. Sie ist zweisprachig und wird 2014 in mehreren französischen Städten zu sehen sein.

02.02.2013 bis 02.11.2013
Museum für Natur und Umwelt
Wissenschafts-Schaufenster SCIENCE AKTUELL
Selfish Brain
Wissenschafts-Schaufenster SCIENCE AKTUELL
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Aktuell wird das spannende Ernährungsthema „Das egoistische Gehirn" gezeigt. Anhand eines einfachen physikalisch-hydraulischen Modells, das von Jugendlichen der Oberstufe entwickelt wurde, wird anschaulich gemacht, wie unser Gehirn den Stoffwechsel kontrolliert und die Lieferketten ablaufen. Zu Grunde liegt die Arbeit der Forschergruppe Selfish Brain von Prof. Achim Peters an der Universität Lübeck und sein 2011 erschienenes Buch (Achim Peters, Das egoistische Gehirn: Warum unser Kopf Diäten sabotiert und gegen den eigenen Körper kämpft; Ullstein Verlag 2011)

28.06.2013 bis 31.10.2013
TheaterFigurenMuseum
Die Augsburger Puppenkiste : Stars an Fäden zu Gast in Lübeck
Die Augsburger Puppenkiste : Stars an Fäden zu Gast in Lübeck
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Verlängert bis zum 31. Oktober 2013!„Eine Insel mit zwei Bergen und dem tiefen weiten Meer…“. Wenn sich die Türen der Puppenkiste öffnen, schlagen die Herzen höher. Wer erinnert sich nicht an die Helden der Augsburger Puppenkiste? Das beliebte Urzeittier Urmel, die Mumins, Monty Spinnerratz und Jim Knopf? Selten ist es einem Kinderprogramm gelungen, Erwachsene und Kinder gleichermaßen derart zu begeistern. In diesem Jahr feiert das berühmte Marionettentheater seinen 65. Geburtstag und das TheaterFigurenMuseum feiert mit.Vom 28. Juni bis zum 30. September sind die Augsburger Stars in einer Sonderausstellung zu sehen. Kleine und große Besucher können die berühmten Figuren in der Altstadt bewundern und die Welt hinter den Kulissen kennen lernen.Besuchen Sie das original Urmel im TheaterFigurenMuseum!Erinnern Sie sich an das kleine Urmel, das die Bewohner der Insel Titiwu in der ersten Folge von „Urmel aus dem Eis“ nach dem Schlüpfen aus dem Ei in Entzücken versetzt? Nachdem Wawa und Ping Pinguin das Ei aus der Eiszeit ausbrüteten, schlüpft das Urmel an einem Mittwoch um zehn Uhr fünfunddreißig. Professor Habakuk Tibatong ruft den berühmten Satz: „Oh ja, oh ja! Kein Zweifel, es ist ein Urmel! Was für ein Wunder.“.Dieses „kleine Wunder“ ist nun in unserer Ausstellung zu sehen!In Lübeck ist ein Schatz versteckt. Wer macht sich auf die Suche und findet ihn?Geocaching ist eine elektronische Schnitzeljagd. Während der Laufzeit unserer Ausstellung mit der Augsburger Puppenkiste haben wir einen Schatz versteckt. Der erste Hinweis befindet sich hier.
27.04.2013 bis 27.10.2013
Museum für Natur und Umwelt
Kalte Zeiten - Warme Zeiten
Klimawandel(n) in Norddeutschland
Kalte Zeiten - Warme Zeiten
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Klimawandel(n) in Norddeutschland Eine Sonderausstellung des Landesmuseums für Natur und Mensch, Oldenburg.

Die Wanderausstellung „Kalte Zeiten – Warme Zeiten: Klimawandel(n) in Norddeutschland“, konzipiert vom Landesmuseum für Natur und Mensch, Oldenburg, widmet sich einem hochaktuellen Thema - dem Klimawandel. Die Schau setzt dabei auf sachliche Hintergrundinformationen zum Klimasystem und der globalen Erwärmung.

Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf spannende Einblicke in die Themen Klima, Wetter, Atmosphäre und natürliche Faktoren freuen. Es werden die Ursachen sowie die weltweiten und regionalen Folgen des Klimawandels gezeigt, dabei werden die Auswirkungen auf das norddeutsche Küstengebiet besonders hervorgehoben. Auch das Verhalten und die Rolle des Menschen werden genau unter die Lupe genommen. Anschauliche Beispiele aus Industrie, Energiegewinnung und Einzelhaushalten zeigen vielfältige Lösungswege zur Vorbeugung und Anpassung an den Klimawandel. So ermutigen sie uns alle, sich auch im eigenen Alltag klimafreundlich zu verhalten.

Zahlreiche Infotafeln und Stationen laden zum Entdecken ein. Speziell für kleine Klimaforscher gibt es viele spannende „Kinderstationen“, die altersgerecht und mit lustigen Illustrationen Themen wie Klima, Erdsystem, Wetter und Küstenschutz erklären.

Eigens für die Ausstellung wurden Interviews mit Experten wie Prof. Dr. Mojib Latif vom Geomar in Kiel oder Dr. Renate Treffeisen vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven gedreht, die über die Medienstationen (sieben Monitore und ein Touchscreen) angeschaut werden können. Sie berichten von der Erforschung des Klimas und den Auswirkungen des Wandels und informieren über aktuelle Entwicklungen und Möglichkeiten der weltweiten Klimaforschung.

Ist der Klimawandel in Lübeck bereits zu spüren? Welche Veränderungen werden in der Zukunft auf uns zukommen? Im Museum für Natur und Umwelt werden ergänzend und als Erweiterung der Ausstellung aktuelle Erkenntnisse und Forschungsarbeiten zu den lokalen Auswirkungen des Klimawandels in Lübeck und Umgebung vorgestellt. Interessante Beiträge zum Klimaschutz werden in Kooperation mit der Klimaschutzleitstelle Lübeck, dem Bereich für Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz der Hansestadt Lübeck, dem Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL) und anderen präsentiert. http://www.bne-portal.de/aktionstage

23.06.2013 bis 06.10.2013
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Müll ist schön
Eine Kunstinstallation von Michaela Berning-Tournier
Müll ist schön
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"Müll ist schön" - dieser Titel verdeutlicht den grundlegenden Gedanken dieser Installation. Ein äußerst negativ besetzter Begriff, nämlich Abfall, Müll, Unrat , der sich in der alleruntersten Werteskala der Gesellschaft befindet, wird durch das Attribut "schön" einer ästhetischen Aufwertung unterzogen und widerspricht damit dem üblichen Begriffsverständnis. Mit dem Titel "Müll ist schön" impliziert sich die Aussage, "Müll ist etwas wert", denn Schönheit hat in unserer Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert. Tatrsächlich zahlt man für den Müll einen hohen Preis: Beim Einkauf für die Verpackung und nach dem Konsum für den Abfall. Auch das macht ihn wertvoll. Michaela Berning-Tourniers Idee: das Wertvolle des Mülls soll optisch verdeutlicht werden: Alles, was Wert hat, wird gesammelt und in Alben, Setzkästen und Vitrinen verwahrt und ausgestellt. Der Sammlerwert wird besonders dadurch gehoben, dass jedes Sammlerstück einzeln präsentiert wird, als Unikat. In ihrer Installation will Michaela Berning-Tournier eine Überhöhung des "Wertes" von Müll als Kunstobjekt herbeiführen und den Besucher damit zu Überlegungen über dem Umgang mit Ressourcen unseres Lebens anregen.
05.05.2013 bis 08.09.2013
Kunsthalle St. Annen
Emil Schumacher - Beseelte Materie
Jubiläumsausstellung 10 Jahre Kunsthalle St. Annen
Emil Schumacher - Beseelte Materie
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Jubiläumsausstellung 10 Jahre Kunsthalle St. Annen> VIDEO-Trailer zur AusstellungDer Künstler Emil Schumacher (1912-1999) gehört zu den bedeutendsten Vertretern der informellen Malerei Deutschlands. Demzufolge wurde er im Laufe seines Lebens mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Wie kein anderer Künstler war er ein Wegbereiter der zu Beginn der 50er Jahre einsetzenden freien expressiven und abstrakten Malerei in der Bundesrepublik. Er entwickelte in den 1950er Jahren Werke, die nur aus der Farbe lebten, ohne jegliches konstruktives Gerüst. Dominierendes Thema seiner Arbeiten sind die Eigenwertigkeit der Farbmaterie und deren psychische Wirkung. Emil Schumacher verabschiedete sich vom Gegenstand als Bildmotiv. Er entschied sich für die Ausdruckskraft der Malerei selbst. Die Farbe wurde für ihn zunehmend zu einem eigenen, bestimmenden Bildfaktor. Vor dem Hintergrund eines Zeitstils, der von der französischen École de Paris, dem Tachismus und vom amerikanischen Action Painting geprägt war, wurde dieser biografisch-künstlerische Vorgang von Schumacher konsequent vollzogen. Die Abstraktion als Zeitzeichen, wurde für Emil Schumacher andererseits zum Merkmal seiner persönlichen Handschrift, seiner persönlichen Handschrift.

Emil Schumacher experimentierte Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre mit einem rigorosen Aktionismus. Dieser drückte sich vor allem in den "Hammerbildern" aus. Die Verletzung und Beschädigung des Bildträgers boten dem Künstler die Möglichkeit, die Zerstörung selbst als bildnerisches Mittel in der Kunst einzusetzen. Nach der Teilnahme an der "documenta III" in Kassel 1964 bis in die 1980er Jahre entstanden extrem großformatige Arbeiten. In ihnen manifestiert sich eine große malerische Freiheit. In den späten Arbeiten aus den 1990er Jahren, in denen eindeutig gegenständliche Reminiszenzen auftauchen, hatte Emil Schumacher den Gegensatz zwischen Abstraktion und Figuration überwunden.

Ab 1955 wurde Schumacher durch erste Ausstellungen und Preise bekannt; durch seine Teilnahme an der 29. Biennale von Venedig 1961 gelang der internationale Durchbruch. Von 1958 bis 1960 hatte er eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg inne. 1964 war er mit drei großformatigen Bildern auf der documenta III, und auch im Jahr 1977 auf der documenta 6 in Kassel vertreten. Heute hängen seine Arbeiten zwischen New York und München in allen wichtigen Museen der Welt. Unter seinen zahlreichen Kunstwerken für den öffentlichen Raum finden sich u. a. großformatige Mosaikarbeiten für die U-Bahn-Station Colosseo in Rom. Von 1966 bis 1977 war er Professor an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe.

1998 ehrte der Bundestag mit einem Auftrag für ein Wandgemälde im Berliner Reichstagsgebäude den bedeutenden Maler. In seinem Geburtsort gibt es seit August 2009 das Emil Schumacher Museum, das sich dem Lebenswerk dieses Künstlers und seiner Zeitgenossen verschrieben hat.

Heute erzielen seine Werke höchste Preise auf Auktionen und in Galerien. Aus diesem Grund ist es den Museen kaum mehr möglich, von ihm Arbeiten zu erwerben.

Die Kunsthalle St. Annen hat von ihm das Werk „Goro“ im Bestand.Zur Ausstellung erscheint ein Katalog zum Preis von 19,50 EUR.ISBN 978-3-942310-06-2> VIDEO-Trailer zur Ausstellung

09.06.2013 bis 18.08.2013
St. Annen-Museum
"zugehörig!"
Jahresschau 2013 des Berufsverbandes Angewandte Kunst Schleswig-Holstein e. V.
"zugehörig!"
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"zugehörig!" ist der Titel der Jahresschau 2013 des Berufsverbandes Angewandte Kunst, die in den neu gestalteten Räumen des Museumsquartiers St. Annen vom 9. Juni bis 18. August präsentiert wird. Der Titel reflektiert zum einen den Bezug der angewandten Kunst zum Standort der Ausstellung, dem St. Annen-Museum und seiner Sammlung, zum anderen aber auch die Position der angewandten Kunst/ des Kunsthandwerks im zeitlichen Kontext zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Einige der teilnehmenden Künstler werden sich deshalb aktiv in diesen Dialog begeben und zu Werken aus dem Bestand des Museums arbeiten. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung wird der Alen-Müller-Hellwig-Förderpreis an eine Nachwuchskünstlerin durch den Verband „Frau und Kultur Lübeck” vergeben. Das Baltikum ist in 2013 Schwerpunkt des Kultursommers Schleswig-Holsteins. Deshalb hat der Verband als Gäste fünf Künstlerinnen aus Estland eingeladen und setzt damit seine erfolgreichen Ostsee-Kooperationen fort. Die Internetseiten des Berufsverbands Angewandte Kunst Schleswig-Holstein e.V. finden Sie unter: Berufsverband Angewandte Kunst Schleswig-Holstein e.V.
08.02.2013 bis 02.06.2013
Günter Grass-Haus
The Art of John Lennon
The Art of John Lennon
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> Den Flyer zur Ausstellung "The Art of John Lennon" im PDF-Format finden Sie HIER.Eine der schillerndsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts wird im Grass-Haus von einer nahezu unbekannten Seite präsentiert: Die Schau stellt nicht den Musiker und »Beatle« John Lennon in den Vordergrund, sondern zeigt dessen Karikaturen, Zeichnungen und Lithografien. Seine Begabung verschaffte dem Jungen aus Liverpool bereits vor den ersten musikalischen Erfolgen Ansehen in der Schule. Als 17-jähriger erhielt er einen Studienplatz am College of Art in seiner Heimatstadt, wo er von 1957 bis 1960 studierte. Wie die Ausstellung demonstriert, ebbte diese künstlerische Leidenschaft bis zu seinem Tod im Jahre 1980 nicht ab.Ohne Frage ist John Lennon eine internationale Ikone des Rock ’n’ Roll. Als Mitbegründer und Sänger der Beatles, einer der erfolg- und einflussreichsten Bands der Musikgeschichte, aber auch als Solokünstler und politischer Aktivist wurde Lennon zur Legende. Gemeinsam mit Paul McCartney komponierte und textete er Beatles-Hits wie Love me do oder Please Please Me und kreierte im Alleingang Kompositionen wie Lucy in the Sky with Diamonds für die Gruppe. Auch als Solokünstler stellte er mit Alben wie Imagine sein Können eindrucksvoll unter Beweis.Begleitet wurde Lennons Karriere als Musiker von produktiven Ausflügen in andere künstlerische Disziplinen, in die Grafik und in die Literatur. Diese werden zum Anknüpfungspunkt für die Sonderausstellung des Günter Grass-Hauses, das als Forum für Literatur und bildende Kunst alljährlich Werke von Künstlerpersönlichkeiten zum Thema macht, die sich verschiedener künstlerischer Ausdrucksformen bedienen. Der Blick auf das faszinierende Leben und Werk des Musikers wird dabei für den Besucher um neue Perspektiven erweitert. Yoko Ono, die Konzeptkünstlerin und zweite Ehefrau Lennons, sagte über ihren Mann:»Gitarre, Stift und Papier waren die idealen Werkzeuge für John, um seine komplexen Gefühle auszudrücken.«Der 1940 in Liverpool geborene Künstler zeichnete und schrieb schon als Kind Gedichte und Kurzgeschichten, dieer durch selbst gestaltete Illustrationen ergänzte. Der Öffentlichkeit kaum bekannt, aber für Lennon sehrprägend waren seine Zeit am College of Art in Liverpool. Dort entstanden bereits zahlreiche Zeichnungen, die von skurrilen, blitzschnell geschaffenen Karikaturen bis zu farbig gestalteten Comics reichen. Lennons Leidenschaft für die Grafik blieb auch während des kometenhaften Aufstiegs der Beatles ungebrochen und intensivierte sich nach der Geburt seines zweiten Sohns Sean. Dieser wurde, ebenso wie Yoko Ono, häufig zum Gegenstand, zur Inspiration oder zum Adressaten von Lennons Zeichnungen. Seine bevorzugte Technik war die Linienzeichnung mit Feder, Bleistift oder japanischer Sumi-Tinte. John Lennons Originalzeichnungen und Druckgrafiken eröffnen in den Räumen des Grass-Hauses einen ganz neuen, bildhaften Zugang zum Leben und Schaffen des Musikers.

24.02.2013 bis 02.06.2013
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Fotoausstellung "Kücknitz einst und jetzt"
Fotoausstellung "Kücknitz einst und jetzt"
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Kücknitz hat in den letzten 100 Jahren eine gewaltige Entwicklung durchgemacht. Bestand das Gebiet des heutigen Lübecker Ortsteils zu Beginndes 20. Jahrhunderts aus einer Ansammlung kleiner Dörfer mit wenigen hundert Einwohnern, leben heute knapp 20.000 Menschen hier. Das brachte gewaltige Veränderungen vor allem in der Bebauung mit sich. Seit Beginn der Industriaslisierung mit dem Bau des Hochofenwerkes 1906/1907 erweiterte sich das Gebiet ständig, die ehemaligen Dörfer wuchsen zusammen. Heute reicht der Ortsteil Kücknitz von Pöppendorf bis Dänischburg. Die vom Gemeinnützigen Verein Kücknitz zu seinem hundertsten Geburtstag im Jahre 2011 zusammengestellte Ausstellung dokumentiert diese Veränderungen. Historische Fotos aus privaten Fotoalben, von Sammlern und aus dem Archiv des Industriemuseums stehen hier aktuellen Aufnahmen gegenüber, die für einen Fotowettbewerb des Gemeinnützigen Vereins eingereicht wurden.
12.01.2013 bis 26.05.2013
Buddenbrookhaus
»Fremd bin ich den Menschen dort«
Lebenswege im Exil
»Fremd bin ich den Menschen dort«
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Ein Blick in die Sammlung des Deutschen Exilarchivs 1933 - 1945Eine Ausstellung der Deutschen NationalbibliothekUnter der Schirmherrschaft der Literaturnobelpreisträgerin Herta MüllerLesen Sie hier die Eröffnungsrede von Herta Müller ©Herta MüllerHier auch einige Bilder zur Eröffnungsrede und Ausstellung: Bilder Eröffnung und AusstellungRund eine halbe Million Menschen verloren nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ihre bisherige Heimat. Sie wurden verfolgt und entrechtet, weil sie Juden waren, politisch oder kulturell unliebsam oder als »Volks- und Reichsfeinde« betrachtet wurden. Anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Deutschen Nationalbibliothek wurden von dem dort angesiedelten Exilarchiv Biografien von 16 Persönlichkeiten zu einer inszenierten Ausstellung zusammengestellt, die exklusiv im Buddenbrookhaus zu Gast ist. Vorgestellt werden nicht die prominenten Exilanten, zu denen auch Familie Mann gehörte, sondern weniger bekannte Künstler, Wissenschaftler, Juristen oder Handwerker, denen allen gemein ist, dass ihr weiterer Lebensweg durch die erzwungene Flucht aus dem deutschen Machtbereich geprägt wurde. Dabei bestimmten zum einen der soziale Status der Exilanten, ihr Bildungshintergrund, ihre Qualifikation und Beruf darüber, wie Exil und Emigration verliefen. Aber auch die Aufnahmeregularien der möglichen Fluchtländer, der Zeitpunkt der Flucht und nicht zuletzt der Zufall waren entscheidende Faktoren. Daher erzählt jede der vorgestellten Biografien eine persönliche Geschichte der Emigration. Sie berichten von Heimatverlust, dem Verhaftetbleiben in der alten Kultur, dem Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit, dem Schicksal der geraubten Karriere oder auch der gelungenen Integration. Vorgestellt werden: Margarete Buber-Neumann, George Grosz, Emma Kann, Hilde Loewe-Flatter, Ernst Loewy, Ernst Moritz Manasse, Fritz Neumark, Leo Perutz, Hans Vogel, Clementine Zernik, Rudolf Olden, Eric Schaal, Dora Schindel, Hanns W. Lange, Friedrich R. Eirich, Leon Hirsch, Richard A. Bermann. Gezeigt werden Gegenstände und Dokumente aus den Nachlässen, dabei begleitet ein Audioguide die Besucher.Das Buddenbrookhaus ist Teil des von Kulturstaatsminister Bernd Neumann initiierten Netzwerkes »Künste im Exil«, dessen Ziel es ist, ein virtuelles Museum des Exils zu erarbeiten.Ausblick auf die kommende Sonderausstellung:Traumland und ZufluchtHeinrich Mann und FrankreichExil et Utopie. Heinreich Mann et la France.14. Juni bis 3. November 2013
15.02.2013 bis 12.05.2013
TheaterFigurenMuseum
Knete, Draht und Kamera
Animations- und Puppentrickfilm
Knete, Draht und Kamera
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Das Spiel mit Theaterfiguren hat seit den 20er Jahren den Film und später das Fernsehen geprägt. Das TheaterFigurenMuseum und das Figurentheater Lübeck beschäftigen sich von Februar bis Mai intensiv mit Animations- und Puppentrickfilmen und blicken hinter die Kulissen moderner und klassischer Trickfilmproduktionen.

Kultfiguren aus Film und Fernsehen zu Gast im TheaterFigurenMuseum vom 15. Februar bis 12 Mai

Im TheaterFigurenMuseum werden bekannte Figuren aus klassischen und modernen Trickfilmen gezeigt. Neben Figuren aus „Zwerg Nase“, dem neuen „Sandmännchen“ wartet Michael Ballack auf große und kleine Fußballfans. Die gesamte Mannschaft der „Deutschen Elf Backstage“ und weitere Kultfiguren sind in Kurzfilmen in der Ausstellung zu sehen.

Trickfilmtage im Figurentheater Lübeck vom 15. bis 17. Februar

Filmemacher und Fachleute geben am Freitag, den 15. Februar spannende Einblicke zum Making Of von „Shaun das Schaf“, dem Musikvideo „ZeiDverschwaendung“ der Band „Die Ärzte“ oder über die Geschichte des HB Männchens. Studenten der Kunsthochschule Kassel zeigen am Samstag, den 16. Februar ihre Studienarbeiten, die bereits zum Teil mit Filmpreisen ausgezeichnet wurden. Jim Lacy, einer der bedeutendsten Trickfilmer Deutschlands, erläutert den Einsatz von Marionetten im Trickfilm.

Moderation

Freitag: Dr. Christoph Bungartz, NDR

Samstag: Jim Lacy, Jurymitglied »Nordische Filmtage 2012«

20.01.2013 bis 28.04.2013
St. Annen-Museum
Der Weg zur Wiederöffnung
Eine Foto-Reportage von Michael Haydn
Der Weg zur Wiederöffnung
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Der Fotograf Michael Haydn hat die Umbauarbeiten im St. Annen-Museum mit seiner Kamera begleitet. So entstanden unzählige Fotos des Entstehungsprozesses der neuen Präsentation. Haydn ging es dabei nicht vorrangig um die Veränderung von Räumlichkeiten, sondern um die Menschen, die hinter dem Projekt stehen. Architekten studieren Pläne, Museumsfachleute diskutieren Gestaltungsfragen, Restauratoren kümmern sich um die Exponate, Handwerker richten die Räume her. In den Aufnahmen entsteht eine Verbindung zwischen der portraitierten Person und seinem Werk. Michael Haydn stellt nun eine Auswahl seiner Fotos in den neuen Sonderausstellungsräumen des St. Annen-Museums vor. Der Fotograf beweist, dass er es versteht, Situationen zu erfassen und festzuhalten. Die Fotografien, die oft aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel entstanden sind, nehmen den Betrachter mit auf den Weg zur Wiedereröffnung. Die Ausstellung ist damit soetwas wie das "Making of Museumsquartier". Und dennoch handelt es sich bei den vorgestellten Arbeiten keineswegs um nüchterne Baudokumentationsbilder. Haydn schafft es, selbst im Bauschutt noch ästhetische Reize, das Zusammenspiel von Licht und Schatten und Überraschungsmomente einzufangen.
20.01.2013 bis 14.04.2013
Kunsthalle St. Annen
Helmut Rieger. „Afrika in mir“
Ein Dialog mit außereuropäischer Skulptur
Helmut Rieger. „Afrika in mir“
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Der Münchner Maler Helmut Rieger, Jahrgang 1931, wird in der Ausstellung „Afrika in mir“ Gemälde zeigen, die seinen geistigen Bezug zur afrikanischen Kultur widerspiegeln, der er erstmals in den verschiedenen Völkerkundemuseen begegnete.

Mit der Ausstellung Afrika in mir wird nicht nur das eindrucksvolle Oeuvre des Malers Helmut Rieger gewürdigt, sondern es wird erstmals in einen spannenden Dialog mit ausgewählten, afrikanischen Plastiken gebracht. Neben beeindruckenden Exponaten aus Völkerkundemuseen werden auch außereuropäische Plastiken aus der Sammlung von Lothar & Christel Fischer präsentiert.

In den späten fünfziger und frühen sechziger Jahren gehörte der Maler zu den bedeutenden Künstlergruppen WIR, SPUR und GEFLECHT, zu denen neben anderen auch der Bildhauer Lothar Fischer gehörte, von den die Sammlung der Kunsthalle St. Annen eine Reihe von Werken besitzt.

Gezeigt werden Gemälde und Graphiken dieses mittlerweile national und international bekannten Malers. Die Ausstellung erfolgt in Kooperation mit dem Museum Lothar Fischer in Neumarkt/Oberpfalz. Da der Maler in Niendorf/Ostsee ein Haus besitzt, in dem er sich häufig aufhält, hat dieser Künstler eine enge persönliche Beziehung zu Schleswig-Holstein und Lübeck.

03.02.2013 bis 07.04.2013
St. Annen-Museum
2. Mittelalter-Spotlight: »In dieser Kirche war mein Platz!«
Standorte der Lübecker Heiligenbilder
2. Mittelalter-Spotlight: »In dieser Kirche war mein Platz!«
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Die Mittelaltersammlung des St. Annen-Museums ist einzigartig! Flügelaltäre und Heiligenbilder zeugen noch heute in großer Zahl von der prächtigen Ausstattung der Lübecker Kirchen um 1500. Vermögende Kaufmannsfamilien und exklusive Bruderschaften stifteten mehr und mehr sakrale Kunstwerke, um ihre Kapellen oder Altäre neu zu schmücken. Die Reformation setzte dem ein Ende, doch beließ man in Lübeck die Bilder an ihren Plätzen. Aber wo standen diese Kostbarkeiten genau? Vor welchem Kirchenpfeiler, vor welcher Kapellenwand waren sie aufgestellt? Rechnungsbücher, Kirchenbeschreibungen und Stadtführer geben Auskunft! Machen Sie sich ein Bild von der Lage, erfahren Sie, wo die Stifter ihre Kunstschätze aufgestellt hatten und folgen Sie dem Kirchgänger am Vorabend der Reformation zu den Stätten seiner Andacht. Das neue Mittelalter-Spotlight beleuchtet wiederum für mehrere Wochen schlaglichtartig ausgesuchte Kunstwerke in der Mittelaltersammlung. Im Erdgeschoss des St. Annen-Museums finden Sie an bestimmten Punkten erläuternde Aufsteller. Außerdem erhalten Sie an der Kasse drei kostenlose spezielle Flyer, zu den Mittelalter-Spotlights in einem Pappschuber.Wir empfehlen zusätzlich, eine der Führungen von Dr. Jörg Rosenfeld, Experte für mittelalterliche Schnitzarbeiten und langjähriger Kenner des St. Annen-Museums.
29.09.2012 bis 31.03.2013
Museum für Natur und Umwelt
Evolution unterwegs
Eine Ausstellung des Museums am Schölerberg Osnabrück
Evolution unterwegs
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Die beeindruckende Dynamik des Lebens begegnet uns überall, sobald wir beginnen uns aufmerksam umzuschauen. Die Evolution ist tatsächlich immer in Bewegung und bestimmt als ein ständiger Prozess auch unser tägliches Leben. Das Museum für Natur und Umwelt zeigt seit Ende September 2012 die große interaktive Sonderausstellung „Evolution unterwegs“. Sie ist aus einem Ideenwettbewerb hervorgegangen und als ein Kooperationsprojekt vom Museum am Schölerberg Osnabrück und der Universität Bielefeld entstanden.

Sie führt die Besucherinnen und Besucher ideenreich und mit einer großen Themenvielfalt an die Evolution heran. Sie macht deutlich, wo in unserem Alltag Evolution überall eine Rolle spielt.

Spannende Themenbereiche  sind z.B. Darwins Raum, Evolution der Evolutionstheorie, Wie arbeiten Evolutionsforscher?, Gibt es technische Evolution?, Selektion und Adaptation, Evolution und Vielfalt und vieles mehr.

Auch das Thema „Sex in the City“ wird aufgegriffen: Mechanismen von Selektion und Partnerwahl - die sexuelle Selektion - werden mit Beispielen aus der Tierwelt und bei uns Menschen verdeutlicht. Nicht umsonst sind viele Tiermännchen besonders bunt und schön gezeichnet. Ihre Attraktivität hat sich im Laufe der Evolution als selektiver Vorteil erwiesen.

Unser gesamtes Weltbild würde sicherlich anders aussehen wenn nicht Charles Darwin (1809-1882) im Jahre 1831 seine berühmte Reise mit der Beagle unternommen hätte. Die zahlreichen Pflanzen und Tiere, die er während dieser Reise gesammelt und später untersucht hat, ließen ihn Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Arten erkennen die früheren Beobachtern verborgen geblieben sind. Es war die Geburtsstunde der modernen Evolutionstheorie!

Für Neuinteressierte in Sachen Evolutionstheorie gibt die Ausstellung einen gut strukturierten Überblick, Fortgeschrittenen bietet sie neue ungewöhnliche und brandaktuelle Perspektiven auf die Thematik. Sie räumt mit weitverbreiteten Fehlvorstellungen und Irrtümern zur Evolution auf.

Einzelbesucher, Familien, Erwachsene, Kinder und Jugendliche haben in der Ausstellung die Möglichkeit, viele spannende Beispiele von Evolution selbst zu entdecken!

27.10.2012 bis 10.02.2013
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
"Rückeroberungen" - Landschaftspark Duisburg-Nord und Zeche Zollverein, Essen
Fotografien von Wolfgang Blockus, Travemünde
"Rückeroberungen" - Landschaftspark Duisburg-Nord und Zeche Zollverein, Essen
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Die Fotoausstellung von Wolfgang Blockus nimmt uns mit auf den Weg, das Ruhrgebiet neu zu entdecken. Zu sehen sind Aufnahmen aus dem Jahre 2010 vom Landschaftspark Duisburg-Nord und der Zeche Zollverein in Essen. Der naturverbundene Künstler Wolfgang Blockus ist fasziniert von der erfolgreichen Rückeroberung des brachliegenden Industriegeländes durch die Natur. Gräser und Moose überwuchern nutzlos gewordene Gleisanlagen. Birken und Weiden zwängen sich in Ritzen und Fugen der Stahlbauten mit dem festen Vorsatz. die panzerartigen Eisenplatten und dicken Betonbrocken der Schwerindustrie zu sprengen. In seinen Aufnahmen wird aber auch die Umnutzung einer bizarren Industrie-Rest-Architektur in neue Anlagern der Freizeitgestaltung sichtbar, sowie die Neuschaffung von kulturellen Einrichtungen wie Museen und Galerien auf den erhemaligen Industrieflächen.
09.09.2012 bis 29.01.2013
Günter Grass-Haus
Menschen und Orte. Photographien von Angelika Fischer
Menschen und Orte. Photographien von Angelika Fischer
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»Eigentlich fotografiere ich indirekte Portraits…«

Angelika Fischer

Die Fotografin Angelika Fischer dokumentiert seit 2002 Lebensorte berühmter Persönlichkeiten.Sie besuchte u. a. Ateliers und Wohnungen von Otto Dix, Annette von Droste-Hülshoff, GerhartHauptmann, Thomas Mann, Walter Kempowski oder Edvard Munch und fing mit klassischen Schwarzweißbildern die Atmosphäre ein, die oft noch Jahrzehnte nach dem Tod des Künstlersin den Räumen spürbar und erlebbar ist. Sie ermöglicht damit einen individuellen Zugang zu Leben und Werk ganz unterschiedlicher Künstlercharaktere.

Das Forum für Literatur und bildende Kunst zeigt eine Auswahl ihrer Aufnahmen der Lebensorte sogenannter Doppelbegabungen wie Hermann Hesse, Alfred Kubin, Ernst Barlach, Arno Schmidt, Wilhelm Busch oder Johann Wolfgang Goethe.
Angelika Fischer bekennt, dass sie fasziniert ist von der Aura schöpferischer Persönlichkeiten.
Ihre Häuser, Ateliers und Arbeitsräume erzählen auf besondere Weise von der mühevollen Arbeit, der Selbstisolation und den persönlichen Krisen, die hinter den Werken der Künstler stehen.

Am Schreibtisch des Schriftstellers Arno Schmidt in Bargfeld beispielsweise findet sich noch immer seine unverzichtbare Handbibliothek. Die schweren Hornbrillen mit den dicken Gläsern erzählen von seiner Kurzsichtigkeit. Die Käferkästen Ernst Jüngers und seine zahlreichen Naturpräparate lassen den besessenen Sammler und Naturforscher erkennen. Der Zeichner Alfred Kubin verwandelte sein morbides Schlösschen in Zwickledt schon zu Lebzeiten in einen Traumort, der seinen bizarren Bildschöpfungen entnommen scheint.Im Jahr 2002 beschloss Angelika Fischer, gemeinsam mit Bernd Erhard Fischer diese Arbeiten in einer eigenen, bibliophil gestalteten Heftreihe zu publizieren, die im Shop des Grass-Hauses erhältlich ist.

21.10.2012 bis 06.01.2013
Kunsthalle St. Annen
Dialog über Grenzen
Kunst aus Ost und West in der Sammlung Riese
Dialog über Grenzen
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Als Journalist war Hans-Peter Riese in Prag, Bonn, Moskau, Frankfurt a.M. und Washington tätig, wo er sich intensiv mit der jeweiligen Kunstszene auseinandergesetzt hat. So ist in über vierzig Jahren eine Sammlung von mehr als 300 Objekten der Malerei, Skulptur und Grafik aufgebaut worden. Unter dem Titel „Dialog über Grenzen“ ist nun eine Auswahl von 150 Kunstwerken in der Kunsthalle St. Annen zu sehen. In ihr sind aus Deutschland Künstler wie Uecker, Böhm, Staudt und Hangen vertreten. Die tschechische Kunst wird durch Sýkora, Kubí?ek, Kolá? und Malich repräsentiert. Aus Russland enthält die Kollektion unter anderem Arbeiten von Bruskin, Steinberg, Infante und Tschesnokow-Ladyschinskij und schließlich hat Riese aus den USA Arbeiten von de Kooning und Warhol in seine Sammlung geholt. Die Auswahl konzentriert sich auf die Kunstentwicklung der 1960er und -70er Jahre - unter anderem die Zeit der Konkreten Kunst und der Op-Art. Aber auch das Informel der 50er-Jahre ist mit bedeutenden Beispielen vertreten und nicht zuletzt enthält die Sammlung Beispiele der neuen Figuration.

Die durch Rieses Interessen und Künstlerfreundschaften geprägte Auswahl öffnet den Blick auf eine einzigartige Kunstentwicklung zu beiden Seiten des Eisernen Vorhangs. Riese zeigt eine überraschende Parallelität der Bearbeitung ästhetischer Themen in Ost und West, wie sie bis jetzt nur ansatzweise untersucht worden sind. Die Querverbindungen und die Freundschaften von Künstlern in einer Zeit, in der Kommunikation über nahezu geschlossene Grenzen nicht selbstverständlich war, sind in der Sammlung Riese unmittelbar zu erkennen.

07.12.2012 bis 23.12.2012
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Weihnachten in der Geschichtswerkstatt
Weihnachten in der Geschichtswerkstatt
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Stolz steht er da - der Weihnachtsbaum, in der "guten Stube", geschmückt mit altem Christbaumschmuck aus Herrenwyker Arbeiterfamilien. Drum herum liegen bunte Päckchen und - meist selbst gebasteltes - Spielzeug, das die Augen der Kinder vor 60 - 80 Jahren erstrahlen ließ. Nüsse und Gebäck dürfen natürlich nicht fehlen.
17.06.2012 bis 28.10.2012
Buddenbrookhaus
Elisabeth Mann Borgese und das Drama der Meere
Elisabeth Mann Borgese und das Drama der Meere
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„Wir müssen die Ozeane retten, wenn wir uns selbst retten wollen“ > ENGLISH Version> Film der Eröffnungsveranstaltung 17.06.2012Am 8. Februar 2002 starb Elisabeth Mann Borgese. Im Jahr ihres 10. Todestages beschäftigt sich das Lübecker Buddenbrookhaus intensiv mit der jüngsten Tochter von Katia und Thomas Mann: Im Juni wird die erste Ausstellung über Elisabeth Mann Borgese in Lübeck eröffnet. Als Kooperation mit dem Kieler Geomar, Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, wird sie anschließend auch in Kiel und Berlin zu sehen sein. Zugleich erscheint im Hamburger Mare-Verlag ein Sammelband mit wissenschaftlichen Beiträgen und einer Vielzahl bislang unbekannter Fotos und Dokumente. „Wir werden vor allem Elisabeth Mann Borgeses umweltpolitisches Engagement für das Seerecht und den Schutz der Weltmeere als Lebensleitung würdigen und dies vor dem Hintergrund ihrer Biografie darstellen“, sagt Holger Pils, der Leiter des Buddenbrookhauses, der die Ausstellung gemeinsam mit Karolina Kühn vorbereitet. „Um diesem Engagement und Lebenslauf gerecht zu werden, verfolgen wir einen übergreifenden Ansatz zwischen biografischer Forschung, Literaturwissenschaft, Meeresforschung und Rechtswissenschaft“, ergänzt Kühn, die umfangreiche Nachlassrecherchen nicht nur in Deutschland und der Schweiz, sondern auch im kanadischen Halifax durchgeführt hat, wo Elisabeth Mann Borgese seit Ende der Siebzigerjahre lebte. Das Forschungsprojekt des Buddenbrookhauses steht unter der Schirmherrschaft von Klaus Töpfer, der die Ausstellung am 17. Juni eröffnen wird. Geboren 1918, nahm „Medi“ von Beginn an eine besondere Rolle in der Familie ein. Thomas Mann gestand Elisabeth „vom ersten Tag an mehr ... als die anderen vier zusammengenommen“ zu lieben. In seinem „Gesang vom Kindchen“ aber auch in seinen Erzählungen findet man die Lieblingstochter wieder. Ihre politische Sozialisation erfuhr Elisabeth Mann im Exil: 1933 emigrierte die Familie zunächst in die Schweiz, 1938 nach Amerika. In Princeton lernte Elisabeth Mann ihren Ehemann, den antifaschistischen Schriftsteller Giuseppe Antonio Borgese, kennen. Zusammen arbeiteten sie mit dem Präsident der University of Chicago, Robert M. Hutchins, an dem aufsehenerregenden, utopischen Konzept einer neuen Weltverfassung. Nach dem Tod ihres Ehemanns arbeitete die Mutter zweier Töchter als Redakteurin von Kulturzeitschriften in Italien sowie als „Senior Fellow“ am „Center for the Study of Democratic Institutions“ in Santa Barbara. Inspiriert durch den maltesischen UN-Botschafter Arvid Pardo, der in seiner 1967 vor der Generalversammlung der UNO gehaltenen Rede für ein neues Seerecht und die Erhaltung der Ozeane für die nachfolgenden Generationen plädierte, beschloss Elisabeth Mann Borgese, die Ideen des Chicago-Komitees mit ihrer Liebe zum Meer zu verbinden: Sie verfasste einen eigenen Entwurf für eine neue Seerechtsverfassung, initiierte die ersten „Pacem in Maribus“-Konferenzen und gründete das International Ocean Institute auf Malta, das heute über mehr als zwanzig Institute weltweit verfügt. Auch als Mitglied der österreichischen Delegation bei der UN-Seerechtskonferenz setzte sie sich für den Schutz der Weltmeere und die nachhaltige Nutzung der Ressourcen ein. „Wir müssen die Ozeane retten, wenn wir uns selbst retten wollen.“ Mit diesem Auftrag reiste die Kosmopolitin, die in ihrem Leben nicht nur die deutsche und die tschechoslowakische, sondern auch die US-amerikanische und die kanadische Staatsbürgerschaft hatte, von nun an durch die Länder. 1978 zog Elisabeth Mann Borgese in ihre Wahlheimat, Nova Scotia, Kanada, wo sie bis zu ihrem Tod lebte und als Professorin für Politikwissenschaft an der Dalhousie University in Halifax arbeitete.
13.07.2012 bis 21.10.2012
TheaterFigurenMuseum
Im Reich der Schatten - Chinesisches Schattentheater trifft Peking-Oper
Unter der Schirmherrschaft der UNESCO
Im Reich der Schatten - Chinesisches Schattentheater trifft Peking-Oper
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Seit Jahrtausenden spiegeln die Aufführungen des Schattentheaters und der Peking-Oper die Kulturgeschichte Chinas wider. In der vorwiegend leseundkundigen Bevölkerung waren die symbolstarken Theaterformen für die mündliche Kulturtradition von großer Bedeutung. Heute zählen beide Volkskünste zu den Meisterwerken des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit und stehen unter dem Schutz der UNESCO.

Das Schattentheater ist für China das, was die Grimmschen Märchen für unseren Kulturkreis bedeuten. Es handelt sich um eine ernsthafte dramatische Kunst, die einst in Stunden dauernden Vorführungen auf einem ca. 1,5 x 2 m großen Schirm aus Maulbeerpapier die existenziellen Fragen menschlichen Lebens von Liebe, Treue, Verrat, Freundschaft, Hass und Tod verhandelte. Im alten China war diese Volkskunst weit verbreitet und der meist lese- und schreibunkundigen Landbevölkerung eine willkommene und geschätzte Unterhaltung. Im modernen China machen ihr Massenmedien und die Orientierung auf den westlichen Lebensstil das Überleben schwer.

Bereits seit Ende des vergangenen Jahrhunderts ist das chinesische Schattentheater vor allem in Refugien zu finden. Zu diesen Refugien gehört auch das TheaterFigurenMuseum Lübeck, das in seinem großen Fundus chinesischer Theaterfiguren, Musikinstrumente, Theaterkulissen und Requisiten zahlreiche Schattenfiguren bewahrt. Etliche davon sind über 100 Jahre alt und viele sind von großen Meistern hergestellt worden. Rund 60 dieser Figuren aus den Sammlungen Fritz Fey und Luise Thomae sind in der Ausstellung „Im Reich der Schatten – chinesisches Schattentheater trifft Peking-Oper“ zu sehen. Darunter befinden sich Raritäten aus der Zeit der chinesischen Kulturrevolution von 1966-1976, die in Verbindung mit Filmen, Fotografien und Requisiten die verschiedenen Facetten des Schattentheaters widerspiegeln.

Das Schattentheater steht in enger Beziehung zur Peking-Oper, denn sowohl die „Roben“ der Figuren als auch die vorgetragenen Stücke sind zu einem großen Teil Übernahmen aus der Oper. Die Ausstellung zeigt neben den Schattenfiguren seltene Peking-Oper Roben von 1930. Die Verwendung der Farben unterliegt einem strengen Reglement, sodass Besucher der Peking-Oper die Charaktere der Spieler an den Farben erkennen: Gelb gehört zum Kaiser, rot steht für aufrechte, loyale Charaktere, weiß für würdevolle, gebildete Personen und schwarz ist die Farbe einfacher Figuren.

Sowohl das chinesische Schattentheater (November 2011) als auch die Peking-Oper (November 2010) sind von der UNESCO zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt worden. Die Ausstellung und die Veranstaltungen tragen zur Vermittlung und Förderung dieser bedrohten Kunstformen sowie zur Erhöhung ihres Bekanntheitsgrades in Deutschland bei. Wir freuen uns ganz besonders, dass die UNESCO die Schirmherrschaft für unsere Sonderausstellung „Im Reich der Schatten“ übernommen hat.

Die Ausstellung wurde mit dem renommierten Sinologen Dr. Rainald Simon aus Frankfurt und dem aus Tianjin in China stammenden Künstler Xiaomin Liu vorbereitet und geplant. Begleitveranstaltungen finden in Verbindung mit dem UNIMA (Union International de la Marionette) Weltkongress in Chéngd? im Figurentheater Lübeck statt. Bei der Lübecker Museumsnacht am 25. August wird eine Gruppe Löwentänzer aus Schleswig Holstein auftreten, die eine weitere traditionelle chinesische Volkskunst vorstellen wird. Im Rahmen des Schleswig Holstein Musikfestivals tritt das Schattenensemble Laoqiang aus China parallel zur Ausstellung in mehreren Städten in Norddeutschland auf. „Im Reich der Schatten“ ist eine von drei Ausstellungen, die in Lübeck im Kultursommer China zu sehen ist. Begleitend zur Ausstellung ist ein ausführlicher Katalog erschienen.

14.10.2012 bis 14.10.2012
Günter Grass-Haus
Eröffnungsfeier »Das neue Grass-Haus«
Eröffnungsfeier »Das neue Grass-Haus«
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14.09.2012 bis 14.10.2012
Kunsthalle St. Annen
Die Kunst des Selbstportraits VII. Sammlung Leonie von Rüxleben
Die Kunst des Selbstportraits VII. Sammlung Leonie von Rüxleben
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> Die Sammlerin Leonie von RüxlebenAm 21. September 2005 verstarb 85-jährig die 1920 in Berlin geborene Sammlerin Leonie Freifrau von Rüxleben. Die als Getreidemaklerin in Hamburg tätige Kunstfreundin hatte die Kunst des Selbstporträts für sich entdeckt. Über viele Jahre wuchs so nach und nach eine ganz besondere Sammlung graphischer Blätter. Es ist jedoch nicht nur der thematische Schwerpunkt allein, der diese Sammlung auszeichnet, sondern auch die Tatsache, daß es sich bei der Enthusiastin um eine Frau handelte.Wir kennen heute zahlreiche Sammler oder Sammlerehepaare, die allein oder gemeinsam großartige Werkgruppen unterschiedlicher Künstler zusammenbringen und diese dann später häufig als ihr Vermächtnis einem dafür geeigneten Museum als sinnvolle Ergänzung der bestehenden Sammlungen überlassen. Dass dieses eine einzelne Frau als Sammlerin in diesem Umfang tut bzw. tat, ist hingegen singulär.> Siebte AuswahlpräsentationZum siebten Mal werden rund 75 Werke aus der Selbstporträtsammlung Leonie von Rüxlebens in der Kunsthalle St. Annen ausgestellt. Wie schon zuvor, wird die alphabetische Reihenfolge fortgesetzt. Die Künstlernamen reichen von Peter Flinsch bis Günter Grass und versprechen eine Reihe von interessanten Kunstbegegnungen. Insgesamt sind dieses Mal 40 Künstlerpersönlichkeiten vertreten.Unter anderem werden Werke des Hamburger Druckers von Horst Janssen, nämlich Hartmut Frielinghaus, Arbeiten des Wegbereiters der modernen Farbradierung Johnny Friedländer, des Schauspielers Gert Fröbe, des Wiener Malers des Phantastischen Realismus Ernst Fuchs, des schleswig-holsteiner Malers dem Expressionisten Friedrich Karl Gotsch und des Vertreters des Magischen Realismus, Walter Gramatté zu sehen sein.Erneut wird bei dieser Ausstellung die Vielfalt des künstlerischen Schaffens im 20. Jahrhunderts anhand des Themas Selbstbildnis deutlich zutage treten.Was für die zum Teil ganz unterschiedlichen stilistischen Ausprägungen gilt, läßt sich auch in Hinsicht auf die Variationsbreite in der technischen Durchführung feststellen. Das Spektrum reicht von der Bleistiftskizze über das Aquarell bis zum Holzschnitt oder der Lithographie, von schwarz-weißen bis zu farbigen Drucken und Zeichnungen. Da sie sehr unterschiedlichen Regeln gehorcht, erfordert jede Druck- oder graphische Technik jeweils ganz eigene Fähigkeiten und Vorgehensweisen.Weil es von verschiedenen Künstlern in dieser Präsentation gleich mehrere Werke in der Sammlung Rüxleben gibt und diese auch ausnahmslos vorgestellt werden sollen, divergiert die Anzahl der Künstler natürlicherweise mit den in der Ausstellung gezeigten Arbeiten.Die Präsentation in alphabetischer Reihenfolge wird im Verlauf der kommenden Jahre kontinuierlich fortgesetzt, um auf diese Weise alle Selbstporträtgraphiken aus der Rüxleben-Sammlung einem breiten Publikum vorzustellen.
14.09.2012 bis 14.10.2012
Kunsthalle St. Annen
Jahresschau der Lübecker Künstler
Jahresschau der Lübecker Künstler
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In diesem Jahr wird die „Jahresschau Lübecker Künstler“, die einen Einblick in das Schaffen der bildenden Künstler gibt und ein wichtiger Spiegel der regionalen Kunstszene ist, erstmals in der Kunsthalle St. Annen ausgerichtet. Die Schau ist vom 14. September bis zum 14. Oktober zu sehen.Das Spektrum der Arbeiten reicht von der vollkommen nonfigurativen bis zur realistischen Darstellungsweise, von der Installation über Fotografie bis zur Bildhauerei.Die Auswahlkommission bestand in diesem Jahr aus Dr. Thorsten Rodiek (Leiter der Kunsthalle St. Annen, Lübeck), Dr. Peter Thurmann (Kunsthalle Kiel), Dr. Margret Schütte (Museum Schloss Gottorf), Dr. Dorothee Bieske (Museumsberg Flensburg) sowie Regine Bonke und Rainer Wiedemann von der Gemeinschaft Lübecker Künstler. Ein Blick zurück: Im Februar 1946 konstituierte sich eine kleine Gruppe Lübecker Künstlerinnen und Künstler zur „Gemeinschaft Lübecker Maler und Bildhauer e.V.“. Siebzehn Gründungsmitglieder hatte der neue Verein, der ab 1948 für einige Jahre im Behnhaus einen ständigen Ausstellungsraum zur Verfügung gestellt bekam. Ab 1962 konnte die Gemeinschaft zweimal jährlich das neu erbaute Museum am Dom nutzen. Ein 1983 gegründeter Förderverein für Kunst bot den Künstlern im Engelswisch eine neue Ausstellungsfläche. Ab 1990 stellte dann das Kulturforum Burgkloster regelmäßig Räume zur Verfügung.
05.05.2012 bis 07.10.2012
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
100 Jahre Strandbahnhof Travemünde
100 Jahre Strandbahnhof Travemünde
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Am 1. Mai 1912 wurde der Neubau des Strandbahnhofes in Travemünde eröffnet. Die Strecke Lübeck - Travemünde war von der Lübeck - Büchener Eisenbahn am 1. August 1882 in Betrieb genommen worden. Endbahnhof war damals der Stadtbahnhof (heute Travemünde Hafen). Die Passagierzahlen stiegen vor allem in den Sommermonaten ständig an, der Bäderverkehr nahm zu. Deshalb wurde die Strecke schon 1898 bis zum Strand verlängert. Das erste Stationsgebäude bestand aus Holzfachwerk. Der Bahnhof wurde nur in den Sommermonaten genutzt. Die Kapazitäten reichten bald nicht mehr aus. Zunächst wurden im Winter 1910/11 die Gleisanlagen erneuert, im darauf folgenden Jahr wurde ein neues Stationsgebäude errichtet, das mit der Wiederaufnahme des Betriebes am 1. Mai 1912 eingeweiht werden konnte. Die Ausstellung zeigt neben der Entstehung der Strecke und des Bahnhofsgebäudes vor allem auch die Auswirkungen des Bahnverkehrs auf die Entwicklung Travemündes als Seebad.
08.07.2012 bis 02.09.2012
Kunsthalle St. Annen
Im Zeichen des Drachen - Impressionen aus dem alten China
Werke aus der Völkerkundesammlung der Hansestadt Lübeck
Im Zeichen des Drachen - Impressionen aus dem alten China
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Im Zeichen des Drachen

Impressionen aus dem alten China

Vom 08.07.2012 bis zum 02.09.2012

Weltweit ist das „Fabeltier“ der Drache das am meisten verbreitete Symbol. Es tritt häufiger auf als Adler und Löwe, die als Zeichen von Macht in der Rangliste Platz zwei und drei einnehmen.

Von besonderer Bedeutung ist der Drache in der chinesischen Kultur. Er gilt als Ahnherr aller Chinesen und als unmittelbarer Vorfahre des „Himmelssohnes auf dem Drachenthron“, wie der Kaiser einst genannt wurde.

 In China ist der Drache allgegenwärtig. Man findet ihn auf Dächern, Schiffen, Münzen, Möbeln, Kleidung, Musikinstrumenten und allen nur denkbaren Gegenständen.  Er wird geschnitzt, gegossen, gemalt, gestickt und getanzt. In vielen Ortsnamen kommt der Drache vor; als Tierkreiszeichen gehört er zum dritten Monat des chinesischen Kalenders und einen aufgeweckten Knaben nennt man in China beispielsweise einen „kleinen Drachen“, während ein „aufsteigender Drache“ einen Mann bezeichnet, mit dem man bald rechnen muss. In der chinesischen Mythologie ist der Drache das Symbol mit den größten glückverheißenden Kräften. Wer im Jahr des Drachen geboren ist, dem ist das Schicksal wohl gesonnen.

Der Drache, der die männliche Kraft verkörpert und dem die Fähigkeit zugeschrieben wird, Regen zu senden oder zurückzuhalten und damit Macht über das Leben zu haben, ist im Gegensatz zur europäischen Mythologie ein gutartiges Tier, auch wenn seine Natur als rauh und ungestüm beschrieben wird. Er liebt Edelsteine und als seine Lieblingsspeise gelten gebratene Schwalben. Seine Gestalt, die unendlich viele Formen annehmen kann, vereint Merkmale von neun anderen Wesen in sich. Er trägt

-          die Hörner eines Hirsches

-           den Kopf eines Kamels

-           die Augen eines Hasen

-           den Nacken einer Schlange

-           den Bauch einer Muschel

-           die Schuppen eines Karpfens

-           die Klauen eines Adlers

-           die Tatzen eines Tigers

-           und die Ohren eines Ochsens.

Aus ihrem umfangreichen China-Bestand zeigt die Völkerkundesammlung der Hansestadt Lübeck ausgewählte Werke mit Drachendekor: unter anderem kostbare Textilien, Porzellan-, Keramik-, Metall- und Holzarbeiten aus verschiedenen Jahrhunderten. Die ungebrochene Anziehungskraft der traditionellen kulturellen Leistungen Chinas, das einmalige Phänomen der historischen Kontinuität, die Konstanten seiner Entwicklung und vor allem die charakteristischen künstlerischen Leistungen meist anonymer Schöpfer, die über China hinaus nach ganz Ostasien ausstrahlten, werden in der Ausstellung ausschnittweise illustriert.

08.07.2012 bis 02.09.2012
Kunsthalle St. Annen
Xiaosong - Unkontrollierte Ameisen
Xiaosong - Unkontrollierte Ameisen
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Xiaosong war im Sommer 2011 Teilnehmer der Biennale von Venedig und zeigte dort außerhalb der offiziellen chinesischen Ausstellung die systemkritische Arbeit Making Life (Das Schaffen des Lebens). Diese Präsentation wurde zusammen mit zwölf anderen Kollegen als Gegenveranstaltung zu den offiziellen, vom chinesischen Staat gezeigten Künstlern unter dem aufschlußreichen Titel Cracked Culture (Rissige oder Zersprungene Kultur) in dem heute als Schule dienenden Convento dello Santo Spirito realisiert. Über diese eindrucksvolle Arbeit berichteten „Der Spiegel“, das „Kunstforum International“ und das ZDF. Auch wurde der Künstler von diesen drei Medien hierzu interviewt.

In seinen Bildern, die aufgrund ihrer Kastenform eher als Objekte, denn als Gemälde zu verstehen sind, setzt sich Xiaosong mit dem Thema der Menschmassen und den von diesen ausgehenden künftigen Bedrohungen für den heutigen chinesischen Staat und dessen Gesellschaft auseinander.

Xiaosongs Bilder sind in der Regel im Wesentlichen monochrom und zeigen leuchtend-strahlende Farben, die von Gelb über Rot, Grün und Blau bis zu einem intensiven Lila reichen können. In den neuesten Werken wird diese allerdings durch Zweit- oder Drittfarben modifiziert, wobei aber immer eine dominante Hauptfarbe bestehen bleibt.

Von Weitem wirkt die monochrome Farbe als etwas vollkommen Einheitliches. Je nach Farbton werden Assoziationen an Feuer, Sonne, Wasser oder Blumenfelder ausgelöst. Dabei scheint allen Arbeiten zugleich auch ein stark meditativer Charakter zu eigen zu sein. Die Farbe in Ihrer Wahrnehmung als Licht und als Stimmungserzeuger, aber auch als dreidimensionaler Wirkungsträger mit ihren jeweiligen Charaktereigenschaften scheint hier der alleinige Inhalt zu sein. 

Dazu im Kontrast stehen dann die unzähligen durcheinanderwirbelnden Menschenleiber, die mit ihren kleinen Körpern die mitunter hochreliefartigen und unregelmäßig-dynamischen Oberflächenstrukturen bilden. Diese Bilddynamik setzt sich selbst auch noch dadurch für den aufmerksamen Betrachter fort, daß sich der Charakter des Gesamtbildes durch den tageszeitlich bedingten Lichtwechsel zum Teil erheblich verändert. Hervorgerufen wird eine solche Wirkung durch die hier in großen Mengen aufgetragene, überaus kostbare glänzende Ölfarbe, die von Xiaosong über viele Arbeitstage in unzähligen Schichten und sehr pastos aufgetragen wird. Nur sie erlaubt die hier wahrzunehmenden starken Lichtreflektionen und erzeugt in allen Werken die Dynamik und bildimmanente Spannung.

Daher ist die Farbe bei Xiaosong nicht nur ein optisches Medium, daß durch verschiedene Farbgebungen unterschiedliche Stimmungen zu erzeugen vermag, sondern zugleich auch ein haptisches. Die Farbe selbst als gestaltetes und das Bild in seiner Gesamtheit gestaltendes Relief wird materiell und stofflich.

Die Arbeiten, die in Lübeck und anschließend in einer umfangreichen Tournee in Koblenz,Shanghai und Peking gezeigt werden, wurden eigens hierfür gemalt.

In künstlerischen Weise verdeutlicht Xiaosong Spannungen innerhalb der chinesischen Gesellschaft, indem er in seinen Bilden grundsätzliche Probleme und Bedrohungen visualisiert, deren Gültigkeit weit über das Gegenwärtige in die Zukunft hinausreichen und damit zeitlos sind, weil diese Bildobjekte generelle und allgemeinmenschliche Phänomene beschreiben.

Neben seinen Gemälden werden in der Kunsthalle St. Annen zwei Videoarbeiten präsentiert.

Xiaosong studierte sowohl in China, wo er die traditionelle chinesische Kalligraphie erlernte, als auch in Berlin, wo er der westlichen Kunst begegnete. In Xiaosongs Arbeiten fließen daher die beiden großen Traditionen der chinesischen als auch der westlichen Kunst zusammen und bilden eine interessante Symbiose.

Die Ausstellung „Unkontrollierte Ameisen“ wird parallel zum Schleswig-Holstein Musikfestival in der Kunsthalle St. Annen in Lübeck gezeigt.

27.04.2012 bis 31.08.2012
Günter Grass-Haus
»Idyllenjäger«. Gottfried Keller als Maler
»Idyllenjäger«. Gottfried Keller als Maler
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Berühmt wurde Gottfried Keller (1819-1890) als Schriftsteller. Seine Romane Der grüne Heinrich und Martin Salander sowie sein Novellenzyklus Die Leute von Seldwyla gehören zu den Klassikern der Weltliteratur. Kaum bekannt ist hingegen, dass der Schweizer Autor in frühen Jahren Maler werden wollte. Heroische Landschaften, aber auch skurrile Skelette, Totenköpfe oder geschwänzte Teufel bevölkern seine Bildwelt. Der Dichter konnte sich jedoch erst entfalten, nachdem der Maler gescheitert war. Die Art und Weise, mit der Keller sein intensives Verhältnis zur Natur, seine beklemmenden Seelenzustände und seinen kritischen Blick auf Politik und Religion visuell zum Ausdruck brachte, hinterließ deutliche Spuren in seiner Literatur.Dank der großzügigen Leihgabe der Zentralbibliothek Zürich präsentiert das Günter Grass-Haus zum ersten Mal in Deutschland eine Auswahl bildkünstlerischer Arbeiten Gottfried Kellers. Die Sonderausstellung beleuchtet dessen künstlerische und persönliche Identitätssuche, die sich durch radikale Brüche, Rebellion gegen Autoritäten und existenzielle Konflikte auszeichnet und in der Familie, Freundschaften und unerwiderte Liebe eine große Rolle spielen.Nachdem Keller im Alter von fünfzehn Jahren von der Schule verwiesen wurde, fasste er den festen Entschluss, Landschaftsmaler zu werden. Die zweijährige Ausbildung bei dem dilettantisch arbeitenden Zürcher Kupferstecher Peter Steiger verlief allerdings enttäuschend. Auch nach einem mehrmonatigen intensiven Naturstudium bei dem Schweizer Maler Rudolf Meyer gelang es ihm nicht, sich als bildender Künstler zu etablieren. Seinen Traum vom Malen versuchte er daraufhin durch einen Studienaufenthalt in der damaligen Kulturmetropole München zu verwirklichen, wo sich viele Kunstschaffende unter König Ludwig I. an Werken der italienischen Renaissance orientierten. Für Keller wurden hier die klassizistisch-romantische Naturauffassung der Deutsch-Römer und die Stimmungslandschaften Carl Rottmanns vorbildhaft. Doch auch in München konnte er trotz seiner künstlerischen Fähigkeiten keine Verkäufe erzielen und verbrachte seine Tage planlos und zechend mit seinen Schweizer Künstlerfreunden. Desillusioniert kehrte er in seine Geburtsstadt Zürich zurück und fand ab 1843 schließlich zur Literatur. In seinem ersten großen Roman Der grüne Heinrich verarbeitete er sein Streben und Scheitern als Landschaftsmaler. Aus den Nachlassbeständen der Zentralbibliothek Zürich zeigt die Ausstellung im Günter Grass-Haus bedeutende Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen Kellers, die zwischen 1835 und 1849 entstanden, sowie Reproduktionen von Handschriften und Skizzenbüchern. Begleitend zur Schau erscheint eine reich bebilderte Broschüre, in der seine frühe Schaffensphase anschaulich erläutert wird. Die Publikation enthält zudem einen Essay, der die Einflüsse Kellers auf das Œuvre von Günter Grass beleuchtet.

Täglich
St. Annen-Museum
Leben in den Mauern des Weltkulturerbes
Neue Dauerausstellung zur bürgerlichen Wohnkultur in Lübeck: Ab Herbst 2012
Leben in den Mauern des Weltkulturerbes
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Im Obergeschoss des Klosterbaues werden ab Herbst 2012 rund 25 neugestaltete Themen- und Epochenräume die Lebensart der Lübecker Bürger vom späten Mittelalter bis zum frühen 19. Jahrhundert repräsentieren und in aktueller medialer Weise auch jungen Besuchern erschließen - ein facettenreiches Bild lübscher Kulturgeschichte von den kleinen Dingen des Alltags bis zu kunstvollen Schauobjekten aus Silber, Fayence, Porzellan und Glas. Die Selbstverwaltung und Repräsentation in der Hansestadt, ihre gesellschaftlich aktiven Gruppen und ihr Musikleben, aber auch die Welt der Kaufleute von ihrer Wohnungseinrichtung bis zur Kleidermode sind nur einige der Themen, die dort anklingen werden.
20.05.2012 bis 26.08.2012
St. Annen-Museum
Mittelalter-Spotlight "...aber kosten darf es nichts!"
Mittelalter-Spotlight "...aber kosten darf es nichts!"
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Prächtige Altäre und hohe Beträge – Luxusware zwischen Rechtsgeschäft und kalkulierter Wirtschaftlichkeit. Flügelretabel des 15. und 16. Jahrhunderts, heute gemeinhin Altäre genannt, waren mit ihrem kunstfertigen Bilderschmuck zunächst und vor allem auch Luxuswaren, die von den miteinander konkurrierenden kirchlichen, politischen und gesellschaftlichen Eliten nachgefragt und in Auftrag gegeben wurden. Für die strahlende Prachtentfaltung und die damit verbundene Glaubensversicherung mussten die Stifter enorme Summen aufbringen. Grund genug für die Auftraggeber und Auftragnehmer, die Herstellung dieser Einzelstücke vorab rechtlich und wirtschaftlich zu regeln. Aufträge mit allen denkbaren Ausführungsvorschriften und -fristen, Kostenaufstellungen, Rechnungen und andere Schriftquellen geben davon ein beredtes Zeugnis vom überraschend modernen Geschäft mit der Herrlichkeit aus Holz, Farbe und Metall während der letzten Hochkonjunktur spätmittelalterlicher Bildherstellung vor der Reformation. Mit dieser Präsentation beginnt das St. Annen-Museum eine offene Folge von „Ausstellungen im Taschenformat“, mit der wechselnde Themen und Fragestellungen am Beispiel von ausgesuchten Kunstwerken der einzigartigen Mittelaltersammlung Lübecks schlaglichtartig beleuchtet werden. Als fortlaufender Bestandteil des Museumsprogramms gedacht, sollen die „Mittelalter-Spotlights“ das St. Annen-Museum als lebendigen und spannenden Ort der Kunst- und Kulturvermittlung präsentieren.
Täglich
St. Annen-Museum
Sakrale Bildwerke
Herausragende Kirchenkunst des Mittelalters
Sakrale Bildwerke
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Das vor 500 Jahren errichtete St. Annen-Kloster beherbergt eines der schönsten Museen Deutschlands und damit das einzigartige Schatzhaus der alten Hansestadt Lübeck. Harmonisch fügt sich die bedeutende Sammlung sakraler Bildwerke aus Lübecker Kirchen in die spätmittelalterliche Klosterarchitektur mit Kreuzgang, Remter und Klosterhof. Sie gibt den größten Überblick über die Kunst des Mittelalters in Lübeck mit 26 Wandelaltären sowie qualitätvollen Skulpturen aus Holz und Kalkstein. Besonders anziehend für das internationale Publikum ist der Passionsaltar der Lübecker Familie Greverade vom flämischen Meister Hans Memling (1491). Der Danziger Paramentenschatz, eine Sammlung mittelalterlicher liturgischer Gewänder, wird nach einer Neuaufstellung im Herbst 2012 wieder präsentiert werden.
05.02.2012 bis 07.07.2012
TheaterFigurenMuseum
Fundsache Kramer
++entdeckt++erkundet++entwickelt++
Fundsache Kramer
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Harry Kramer „Ein Frisör aus Lingen“

* 25. Januar 1925 in Lingen (Ems); † 20. Februar 1997 in Kassel

Der Tänzer, Künstler und Professor für Bildhauerei an der Kasseler Kunstakademie wurde als Vertreter der Kinetischen Kunst und als Teilnehmer der documenta III 1964 international bekannt. Inspiriert von Oskar Schlemmer und Jean Tinguely baute er diverse Figuren und Skulpturen, die er zum Teil in seinen preisgekrönten Filmen in Szene setzte.

In der Sammlung Fritz Fey des TheaterFigurenMuseums befinden sich 17 im Werkverzeichnis verschollen geglaubte Figuren des Künstlers, die nun in der Sonderausstellung „Fundsache Kramer“ zu sehen sind. Weitere Skulpturen wie der "Schlappe Reifen", eine Porträtfigur von Harry Kramer aus Pappmaschee sowie eine Figur aus dem Projekt „Kinderlieder“ wurden als Leihgabe angeworben.

Die Ausstellung wird durch drei Hörstationen und einen Film ergänzt. In einem Interview erzählt Günter Grass von seiner Bekanntschaft mit Harry Kramer und dem Einfluss der Skulpturen auf die Werke „Die Blechtrommel“ und „Hundejahre“.

Begleitend zur Ausstellung sind diverse Publikationen wie eine Broschüre und der Film "Harry Kramers Mechanisches Theater" von Fritz Fey erhältlich.

"function: mensch": Am 30. Juni präsentieren die Studenten der Hochschule "Ernst Busch" Berlin und der Musikhochschule Stuttgart ihre Performance "function: mensch", die in Anlehnung an das Mechanische Theater von Harry Kramer entstanden ist.

02.10.2011 bis 24.06.2012
Museum für Natur und Umwelt
Wölfe
Eine Ausstellung des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz
Wölfe
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Eine Ausstellung des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz 2.10.2011 - 24.6.2012
Der Wolf war früher das am weitesten verbreitete Raubtier der Erde, wurde jedoch in West- und Mitteleuropa nahezu ausgerottet. Deutschland wurde erst Ende der 1990er Jahre wieder besiedelt. Wie viele Wölfe heute hierzulande leben und wo genau, weiß man nicht, denn der Wolf ist extrem menschenscheu. Aber er hinterlässt Spuren, die seine Anwesenheit – auch in Schleswig-Holstein – verraten. Das Museum für Natur und Umwelt in Lübeck zeigt auf 300 Quadratmetern eine Ausstellung des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz, die sich mit dem Leben dieser faszinierenden Tiere beschäftigt.

Sie beleuchtet das ausgeprägte Sozialverhalten im Rudel, die Beziehung zwischen Wolf und Beute, den Schutz der Wölfe und das zugehörige Wildlife- Management, aber auch Konflikte und Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung. Bis heute werden sie vom Menschen als Räuber gefürchtet, aber auch bewundert für ihre feinen Sinne, ihre ungeheure Schnelligkeit und Kraft. Die Ausstellung gibt gleichzeitig Einblicke in die modernen Untersuchungsmethoden von Wildbiologen. Das wildtiergenetischen Labor Senckenbergs analysiert als nationales Referenzzentrum Wolfsproben aus ganz Deutschland. Es deckt auf, mit welchem Rudel ein Tier verwandt ist, woher es kommt und wie sich das Wanderungsverhalten sowie die Ausbreitung entwickeln. Auch durch Sender und Satellitenortung bleiben Forscher dem Wolf dicht auf den Fersen, ohne ihn in seinem natürlichen Verhalten zu stören.

Eine Karte in der Ausstellung zeigt, dass Schleswig-Holstein geeignete Lebensräume für Wölfe bietet. Mittlerweile sind die menschenscheuen Tiere in der Lübtheener Heide im Westen Mecklenburgs angekommen und besiedeln von dort aus vielleicht eines Tages die Wälder vor den Toren Lübecks.

Spektakuläre Filmaufnahmen der Lausitzer Wolfsrudel, interaktive und akustische Installationen, Modelle und Präparate machen die aktuelle Ausstellung in Lübeck zu einem Erlebnis für alle Sinne. Dazu gehört auch ein Spielbereich, in dem Kinder den Nachtwald und seine Stimmen kennen lernen und Geschichten über den Wolf hören.

04.02.2012 bis 28.05.2012
Buddenbrookhaus
»Wollust des Untergangs.« 100 Jahre Thomas Manns 'Der Tod in Venedig'
»Wollust des Untergangs.« 100 Jahre Thomas Manns 'Der Tod in Venedig'
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1911 bereist Thomas Mann auf der Suche nach Zerstreuung Italien und Venedig. Die „Reihe kurioser Umstände und Eindrücke “, die ihm auf dieser Reise widerfahren, will Mann als kleine, „rasch zu erledigende Improvisation“ niederschreiben. Innerhalb eines Jahres entsteht daraus die Novelle Der Tod in Venedig, die Thomas Mann als sehr ernstes, da sehr persönliches Werk, empfindet. Diese Novelle ist bis heute international eine der bekanntesten und populärsten Arbeiten Thomas Manns. Der nur kurze Text behandelt wie kaum ein anderer in einer unglaublichen atmosphärischen und inhaltlichen Dichte die großen Themen Thomas Manns: die Künstlerproblematik, die griechische Mythologie, die Philosophie Nietzsches, die Homoerotik, die enge Verwobenheit der Erzählung mit Thomas Manns biografischen Erlebnissen – vor dem Hintergrund der kultur- und literaturhistorisch bewegten Epoche des fin de siècle um 1900. Venedig war von jeher aufgrund seiner glanzvollen Geschichte und der einzigartigen Lagunenlage Anziehungspunkt und Inspiration für Künstler. Thomas Manns Novelle Der Tod in Venedig hat die emotionale Aufladung dieser Stadt darüber hinaus maßgeblich beeinflusst. Hundert Jahre nach der Erstveröffentlichung stellt die Ausstellung den Text sinnlich inszeniert in den Mittelpunkt: Die Besucher folgen dem Protagonisten Gustav von Aschenbach auf seiner Reise nach Venedig bis zum „Untergang“ und können die Hintergründe und kunstvollen Strukturen dieser - laut zeitgenössischer Kritik – „meisterhaften“ Novelle entschlüsseln: sehend, lesend und hörend. Auf diese Weise lädt die Ausstellung dazu ein, der Wirkungsmacht der Erzählung und ihrer Sprache - der „Wollust“ – nachzuspüren, und verführt zur Wiederentdeckung des Textes. Katalog zur Ausstellung: Wollust des Untergangs. 100 Jahre Thomas Manns Der Tod in Venedig. Herausgegeben von Holger Pils und Kerstin Klein. Göttingen: Wallstein Verlag, 2012. 188 Seiten, 215 Abbildungen. ISBN 978-3-8353-1069-8Förderer und Partner:Von Keller-Stiftung, LübeckFörderverein Buddenbrookhaus e.V., LübeckZauberberg-Stiftung zur Förderung der Thomas-Mann-Forschung, Münchensowie private SpenderDer Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und MedienVHS LübeckMusikhochschule LübeckDeutsch-Italienische Gesellschaft LübeckKommunales Kino, LübeckHamburg Ballett, John NeumeierNDR KulturTheater LübeckLübeck PrideWeiland Kulturstiftung Henning HamkensIHK LübeckMercurio, Deutsch-Italienische Wirtschaftsvereinigung
04.03.2012 bis 27.05.2012
Kunsthalle St. Annen
Kunst nach 1945
Aus der Sammlung der Museen für Kunst und Kulturgeschichte
Kunst nach 1945
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Die Kunsthalle St. Annen zeigt ab dem 4. März einen interessanten Querschnitt durch die eigene Sammlung mit vielen klangvollen Namen. Zu sehen sind Ölbilder, Fotografien, Grafiken und Plastiken vorwiegend deutscher Künstler der Gegenwart. Neben Bildern des in Berlin lebenden Malers Max Neumann werden u. a. auch Arbeiten des 1926 in Hamburg geborenen Harald Duwe und des in Oberbayern lebenden Künstlers Bernd Zimmer zu sehen sein. Das Haus bietet also wieder eine Fülle an Entdeckungen.

04.03.2012 bis 27.05.2012
Kunsthalle St. Annen
KURT FLECKENSTEIN
Unberührbar
KURT FLECKENSTEIN
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Die 2003 fertiggestellte Kunsthalle St. Annen befindetsich als moderner Bau aus Stahl, Glas und Beton exakt an der Stelle, an der sich einst die 1843 niedergebrannte Klosterkirche St. Annen des 1502 – 1515 errichteten St. Annen-Klosters – ein Kloster der Augustinerinnen - befand. Die bis heute erhalten gebliebenen Ruinenreste dieser Kirche wurden in den Neubau kongenial und unverändert integriert.Fasziniert von diesem besonderen Kunstort entwickelte Kurt Fleckenstein im Vorwege der Ausstellungsrealisierung drei alternative Themen, die, wie bei allen anderen seiner vorhergehenden Projekte, auch hier einen unmittelbaren Ortsbezug hatten.„Der Mast einer Hochspannungsfernleitung wird in das Erdgeschoß der ehemaligen St. Annen-Kirche liegend montiert. Bereits im offenen Eingangsbereich wird der Besucher mit einer ihm bekannten und doch fremden Konstruktion konfrontiert. In der Kunsthalle sind nur noch bedingt Zeichen zu erkennen, die auf die Funktion und Architektur der ehemaligen Kirche hinweisen. Der Mast einer Fernleitung bildet ein Kreuz, welches der Größe des gesamten Kirchenbaus entspricht. Das Kreuz Christi, versinnbildlicht durch eine Konstruktion, die dem nationalen und internationalen Energietransport dient.“ So die Worte des Künstlers über seine Installation. Der niedergelegte, kreuzförmige Strommast wird auf diese ungewöhnliche Weise in der ehemaligen Kirche und dem heutigen Museum zu einem physisch und geistig prägnanten Symbol und Zeichen, das zahlreiche gedankliche Spielräume und Assoziationen evoziert und teilweise auch provoziert. Wie bei jedem guten Kunstwerk, lässt sich auch diese Arbeit nicht nur in einer einzigen, bestimmten Weise begreifen, sondern es bietet jedwedem die Freiheit und Möglichkeit, zu ganz eigenen, individuellen Schlussfolgerungen zu gelangen und Diskussionen zu beginnen.Während der Ausstellung wird im 1. und 2. Obergeschoß der Kunsthalle St. Annen eine interessante Auswahl an Arbeiten aus den Sammlungsbeständen des Museums zur Kunst nach 1945 zu sehen sein. Unter anderem werden Bilder von Max Neumann, Arnulf Rainer, Harald Duwe, Peter Klasen, Bernhard Heisig u. a. zu sehen sein. Außerdem wird als neue Leihgabe eine Skulptur der Berliner Bildhauerin Pomona Zipser präsentiert werden.Technische Realisierung: Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH, UmmendorfWeitere Informationen zu Kurt Fleckenstein und seinen Installationen finden Sie auf seiner Internetseite: http://www.kurt-fleckenstein.com/
16.10.2011 bis 15.04.2012
Günter Grass-Haus
»Jugendgefährdende Schriften«. Von Goethe, Hesse, Grass & Co.
7 Werke, 7 Schauspieler – Eine Ausstellung
»Jugendgefährdende Schriften«. Von Goethe, Hesse, Grass & Co.
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7 Werke, 7 Schauspieler – Eine Ausstellung

Es geht um Liebe, Schwärmerei, Pubertät, Identitätssuche, Sexualität, Gewalt, Gesellschaftskritik, Generationskonflikte – um Themen also, die insbesondere junge Menschen beschäftigen und mit denen sich auch deutsche Autoren in unterschiedlichen Epochen intensiv befasst haben.

Die Ausstellung präsentiert auf ungewöhnlich Art und Weise literarische Jugenddarstellungen vor verschiedenen historischen und gesellschaftlichen Hintergründen. Wichtige Passagen dieser Werke werden von jungen Schauspielern des Lübecker Theaters rezitiert, die in der Schau auf Monitoren zu sehen sind.

Hermann Hesse – Unterm Rad gelesen von Joseph Reichelt
Günter Grass – Katz und Maus gelesen von Jörn Kolpe
Karl Philipp Moritz – Anton Reiser gelesen von Lisa Friederich
Robert Musil – Die Verwirrungen des Zöglings Törleß gelesen von Patrick Heppt
Benjamin Lebert – Crazy gelesen von Will Workman
Johann Wolfgang von Goethe – Die Leiden des jungen Werther gelesen von Sara Wortmann
Frank Wedekind – Frühlings Erwachen gelesen von Ingrid Noemi Stein

25.03.2012 bis 04.04.2012
St. Annen-Museum
Schließung der Altäre - Passionszeit 2012
Entsprechend einer alten Tradition werden einige Wandelaltäre geschlossen.
Schließung der Altäre - Passionszeit 2012
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Anstelle der prächtigen Sonn- und Festtagsseiten werden so für wenige Tage im Jahr die Alltagsseiten der Klappaltäre sichtbar. Am 25. März um 18 Uhr sind Sie eingeladen, mit Restauratoren und Mittelalter-Forschern und begleitet von Musik auf mittelalterlichen Instrumenten dieses feierliche Ereignis mit zu erleben. In den Tagen bis Ostern haben Sie dann Gelegenheit, mit Sonderführungen diese selten gezeigten Altaransichten näher kennen zu lernen.
30.10.2011 bis 25.03.2012
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Die Lübecker Industrie im Werk Erich Gindlers (1903 - 1995)
Die Lübecker Industrie im Werk Erich Gindlers (1903 - 1995)
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Erich Gindler (geb. am 02.03.1903 in Königsberg, gest. am 14.09.1995 in Lübeck) besuchte von 1918 bis 1920 die Staatliche Kunst- und Gewerkschule in Königsberg, anschließend die dortige Kunstakademie, wo er 1923/24 Meisterschüler Arthur Degners war. Ab 1925 war er als freischaffender Künstler in seiner Heimatstadt tätig. Als Hauptarbeitsgebiet gab er Figurenmalerei und Portrait sowie Landschaftsmalerei und Stillleben an. Von 1928 bis 1939 war er an verschiedenen Stationen in seiner Heimat Ostpreußen und in Kassel tätig. Von 1939 bis 1945 war er Soldat. Sein Atelier und damit ein Großteil seines bisherigen Werkes wurden im Sommer 1944 bei einem Luftangriff zerstört. Er selbst geriet im April 1945 schwer verwundet in Kriegsgefangenschaft, aus der er 1946 nach Murnau in Oberbayern entlassen wurde. Dort wurde er ansässig und war unter anderem als Volkshochschuldozent tätig. 1963 erhielt er einen großen Auftrag der Firma Orenstein & Koppel in Lübeck und wurde hier ansässig. Sein künstlerischer Nachlass wird heute im Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg verwahrt.Die in der Ausstellung gezeigten Bilder Gindlers zeigen hauptsächlich den Schiffbaubetrieb der Firma Orenstein & Koppel, aber auch die Flender Werft und das Hochofenwerk. Auch einige Bilder der Passat in Travemünde sind zu sehen.
27.11.2011 bis 19.02.2012
Kunsthalle St. Annen
Die Kunst des Selbstportraits VI. Sammlung Leonie von Rüxleben
von Heinz Eberhardt bis Günther Filus
Die Kunst des Selbstportraits VI. Sammlung Leonie von Rüxleben
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Am 21. September 2005 verstarb 85-jährig die 1920 in Berlin geborene Sammlerin Leonie Freifrau von Rüxleben. Die als Getreidemaklerin in Hamburg tätige Kunstfreundin hatte die Kunst des Selbstporträts für sich entdeckt. Über viele Jahre wuchs so nach und nach eine ganz besondere Sammlung graphischer Blätter.Die diesjährige Ausstellung präsentiert rund 60 Selbstbildnisse von 19 Künstlern nun zum dritten Mal in alphabetischer Reihenfolge. Neben sehr bekannten Künstlerpersönlichkeiten, wie dem politisch stark engagierten Kieler Maler Heinrich Ehmsen und dem bekannten Expressionisten und späteren neusachlichen Maler und Graphiker Conrad Felixmüller, sind in dieser Ausstellung auch wieder eine Reihe von Arbeiten weniger bekannter, nichts desto trotz aber gleichwohl interessanter Künstlerpersönlichkeiten zu entdecken. Die Präsentation in alphabetischer Reihenfolge wird im Verlauf der kommenden Jahre kontinuierlich fortgesetzt, um auf diese Weise alle Selbstportätgraphiken aus der Rüxleben-Sammlung einem breiten Publikum vorzustellen.
26.11.2011 bis 19.02.2012
Kunsthalle St. Annen
Couture. Mode-Objekte von Stephan Hann
Couture. Mode-Objekte von Stephan Hann
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In seinen Modeobjekten erzählt der Berliner Mode- und Materialkünstler Stephan Hann Geschichten, die Erinnerung und neue Idee zugleich sind. Er interpretiert Alltagsgegenstände neu, bringt Materialien aus einem gewohnten Zusammenhang heraus und schafft Kleider, die wirklich getragen werden können. In aufwändiger Handarbeit, ganz wie in der französischen Haute Couture, kreiert Hann Kleidungsobjekte, mit denen er durch den spielerischen Umgang mit ungewöhnlichen Materialien immer wieder „magische Momente“ erzeugt. Hanns Modeobjekte sorgten bereits auf zahlreichen Modenschauen, Ausstellungen und Veranstaltungen in Moskau, Paris, New York, Hamburg, Rotterdam, Nürnberg, Wien und Berlin für Furore. Nun kommt der Ausnahmekünstler, dessen Kreationen eine Pop Art der Bekleidung sind, in die Lübecker Kunsthalle St. Annen und zeigt in einer Retrospektive rund 100 seiner Werke.
01.01.2012 bis 31.01.2012
TheaterFigurenMuseum
Unser Exponat des Monats
Unser Exponat des Monats
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Die Sammlung Fritz Fey zählt mehr als 30.000 Exponate von internationaler Bedeutung. Jeden Monat stellen wir eine Figur aus unserem Bestand als "Exponat des Monats" vor und präsentieren die Vielfalt eines ungehobenen Schatzes. Unsere Lieblinge im Januar: Handpuppen, Südchina, um 1900 Die Handpuppen stammen aus der Provinz Guangdong im Süden der Volksrepublik China. Traditionell sind chinesische Handpuppen meist ca. 25 cm lang, der Kopf misst ca. 10 cm. Sie ähneln im Aufbau den Stockpuppen, haben anders als diese jedoch Füße. Der Zeigefinger des Puppenspielers steckt im Kopf, sein Daumen in der linken Hand, der kleine Finger in der rechten Hand der Puppe. Das Handpuppentheater wurde der Überlieferung nach während der Ming-Dynastie in der Provinz Fuzhou von dem erfolglosen Studenten Liang erfunden. Da ihm die bis dahin üblichen Marionetten und Stockpuppen zu steif und zu schwierig zu manövrieren waren, zog er kurzerhand aus Stockpuppen die Stäbe heraus, vergrößerte die Löcher und fuhr mit den Fingern hinein.Der Museumsgründer Fritz Fey erwarb die Figuren zusammen mit einer Bühne Ende der 70er Jahre in Hongkong in einem Antiquitätenladen. Sie gehört zu den ersten bedeutenden Fundstücken der Sammlung Fey.
Täglich
Europäisches Hansemuseum
"dahin wie ein Schatten ..." - Aspekte jüdischen Lebens in Lübeck
Fotodokumentation
"dahin wie ein Schatten ..." - Aspekte jüdischen Lebens in Lübeck
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Die Fotodokumentation im Gerichtssaal des Burgkloster zeigt Aspekte aus dem Leben der Juden in Moisling und Lübeck von 1650 bis heute: den langen Weg der Emanzipation von der Ansiedlung vor den Toren Lübecks bis zur Erringung gleicher bürgerlicher Rechte, die vergleichsweise kurze Zeit fruchtbaren Miteinanders bis hin zur Vertreibung und Ermordung der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus und der zögerliche Neuanfang nach 1945.
Täglich
Europäisches Hansemuseum
Pfeffer & Tuch für Mark & Dukaten
Waren und Geld des Hansekaufmanns im Spiegel des großen Lübecker Münzschatzes
Pfeffer & Tuch für Mark & Dukaten
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Der große Lübecker Münzschatz war die Wechselkasse eines reichen Kaufmanns aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die Herkunftsgebiete der über 24.000 Münzen -von Granada (Spanien) im Westen bis Hermannstadt (Ungarn) im Osten, von Abo (Finnland) im Norden bis Neapel (Italien) im Süden - zeigen, wie die Zahlungs- und Edelmetallströme im Europa des frühen 16. Jahrhunderts verliefen und wie auf dieser Grundlage der Geldumlauf in Lübeck zustande kam. Der Schatz zeigt auch, mit welchen Regionen Europas die Lübecker Kaufleute ihren Handel betrieben. In einem Gewölbekeller des 13./14.Jahrhunderts ist auf Grundlage des Münzschatzes ein frühneuzeitlicher Kaufmannskeller szenisch nachgebaut. Figuren in zeitgenössischer Kleidung sind umgeben von der Handelware der Lübecker Kaufleute - Tuch und Teer, Wolle, Fisch und Pelze, Gewürze und Metall - verpackt in Ballen, Säcken und Fässern. Sie sind mit dem entsprechenden Wert des Münzschatzes in Beziehung gesetzt.
Täglich
Europäisches Hansemuseum
"Szenen aus einer Hansestadt"
Modelle, Skizzen und Bilder von Waltraut und Heinz-Joachim Draeger
"Szenen aus einer Hansestadt"
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Die Ausstellung zeigt die Originale von Heinz-Joachim Draeger, die vielen Fans schon aus seinen Büchern "Von Koggen und Kaufleuten" und "Die Torstraße" bekannt sind. Sie zeigen Szenen aus der Hansezeit und eine Straße im Wandel der Jahrhunderte von 1176 bis heute. Außerdem sind vier Modelle von Waltraut Draeger zu sehen: Sie bieten einen Blick in eine gotische Kirche, in das Schreibzimmer eines Klosters, in eine mittelalterliche Badestube und in das Haus eines Hansekaufmanns. Das prächtige Haus mit dem typischen Lübecker Stufengiebel diente nicht nur zum Wohnen, sondern auch als Kontor und Warenlager.
01.12.2011 bis 31.12.2011
TheaterFigurenMuseum
Unser Exponat des Monats
Unser Exponat des Monats
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Die Sammlung Fritz Fey zählt mehr als 30.000 Exponate von internationaler Bedeutung. Jeden Monat stellen wir eine Figur aus unserem Bestand als "Exponat des Monats" vor und präsentieren die Vielfalt eines ungehobenen Schatzes. Unsere Lieblinge im Dezember: Spejbl und Hurvínek, Tschechien, Anfang 20. Jahrhundert.

Spejbl und Hurvínek sind die zwei berühmtesten Marionetten des tschechischen Puppenspielers Josef Skupa (* 16. Januar 1892 † 8. Januar 1957). Die Stücke um Vater Spejbl und seinen vorlauten, aber aufgeweckten Sohn Hurvínek sind eine Mischung aus groteskem Humor und Alltagssatire. Skupa übte mit den Marionetten Kritik an den deutschen Besatzern, was im Januar 1944 zu seiner Verhaftung und Verurteilung wegen antifaschistischen Widerstands führte. Die Nazibehörden schlossen sein Theater. Im Februar 1945 gelang Skupa die Flucht aus dem brennenden Gefängnis in Dresden, und er eröffnete das Marionettentheater Spejbl und Hurvínek in Prag neu. Binnen kurzer Zeit erlangte es Weltruhm, und Spejbl und Hurvínek wurden eines der populärsten Theaterpaare.

Bis heute spielen neben den zwei Hauptcharakteren Hurvíneks Freundin Mánicka, Hund Žeryk und Spejble’s Frau Katerina am Spejbl und Hurvínek Theater in Prag und gastieren auf der ganzen Welt.

19.11.2011 bis 30.12.2011
Europäisches Hansemuseum
Jahresschau der Lübecker Künstler/innen
Jahresschau der Lübecker Künstler/innen
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Ende des Jahres schließt das Burgkloster seine Tore. Für die Lübecker Künstlerinnen und Künstler ist es somit die letzte Gelegenheit, in den vertrauten und wunderschönen Räumen des Klosters die Jahresschau abzuhalten. Sie ist vom 19. November bis zum 30. Dezember zu sehen. Die Jahresschau ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des Kulturlebens der Stadt. Sie bietet die Möglichkeit, sich ein umfangreiches Bild vom aktuellen Schaffen Lübecker Künstlerinnen und Künstler zu machen. Das Spektrum der jurierten Ausstellung reicht von der vollkommen nonfigurativen bis zur realistischen Darstellungsweise, von Installationen über Fotografie bis zur Bildhauerei.
Täglich
Europäisches Hansemuseum
Den Künsten ein Fest
eine Hommage an Ingaburgh Klatt
Den Künsten ein Fest
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Frau Dr. Ingaburgh Klatt wird Ende Februar 2012 in den Ruhestand gehen; das Burgkloster wird Ende Dezember 2011 wegen Restaurierungs- und Umbauarbeiten im Rahmen der errichtung eines "Europäischen Hansemuseums" geschlossen. Ingaburgh Klatt hat damit zwanzig Jahre lang als Direktorin die Geschicke des Kulturforums Burgkloster gelenkt, eine sehr erfolgreiche Kulturarbeit in Lübeck geleistet und den Künstlern immer die Türen ihres Hauses offen gehalten. Ihr zu Ehren veranstalten die Künstler in den historischen Räumen im Erdgeschoss eine ASusstellung, in denen noch einmal viele der Künstler gezeigt werden, die in den letzten 20 Jahren mit Einzelausstellungen im Burgkloster präsent waren.

11.11.2011 bis 30.11.2011
TheaterFigurenMuseum
Unser Exponat des Monats
Unser Exponat des Monats
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Die Sammlung Fritz Fey zählt mehr als 30.000 Exponate von internationaler Bedeutung. Jeden Monat stellen wir eine Figur aus unserem Bestand als "Exponat des Monats" vor und präsentieren die Vielfalt eines ungehobenen Schatzes. Unser Liebling im November: Junge und Elefant aus Myanmar, Ende 19. Jahrhundert.

Das Marionettentheater findet in Myanmar bereits im 15. Jahrhundert erste schriftliche Erwähnungen. Lange Zeit hatte es hier einen höheren Stellenwert als das Theater mit menschlichen Akteuren und ist auch am königlichen Hofe beliebt. Das Marionettentheater in Myanmar ist ein Tanztheater.

Der beliebte Elefant führt keine Tänze auf, sondern macht nur einige tapsige Schritte zum Takt der Musik. Mit seinem Rüssel kann er die tollsten Kunststücke machen und mit den Ohren wackeln, was vor allem Kindern gut gefällt. Die Elefantenmarionette wird oft von zwei Puppenspielern geführt. Sie ist innen hohl. Der freundlich blickende junge Mann ist aus Holz geschnitzt. Marionetten werden durch Musik, Gesang und Dialog charakterisiert. Ihrem Äußerlichen kommt dabei nur geringe Bedeutung zu.

09.10.2011 bis 20.11.2011
Buddenbrookhaus
Erich Kuby
AufZeichnungen 1939-1945
Erich Kuby
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„Warum muß ich in ein Volk hineingeboren sein, das aus Wagneropern Geschichte macht?“, fragte sich der Soldat Erich Kuby 1941, mitten im Krieg. In der Nachkriegszeit wurde Kuby (1910–2005) neben Größen wie Golo Mann, Marion Gräfin Dönhoff und Sebastian Haffner einer der bedeutendsten politischen Publizisten der Bundesrepublik, oder, wie Heinrich Böll ihn nannte: ein „Nestbeschmutzer von Rang“. Er schrieb für „Spiegel“, „Stern“, „Süddeutsche Zeitung“ und „Welt“, aber vor allem schrieb er stets kritisch, oft schonungslos und mit großer Schärfe. Geprägt von seinen Erfahrungen als Wehrmachtsoldat wollte er es den Deutschen nie leicht machen: Vehement focht er gegen die Wiederaufrüstung und setzte sich kritisch mit den gesellschaftlichen Verhältnissen der Nachkriegszeit auseinander. Distanz zum Geschehen, nicht selten ironische, kennzeichnet Kubys Schreibweise durch alle Jahrzehnte. Als scharfsichtiger Beobachter nahm er wie ein Seismograph Symptome wahr und schrieb ihre Tendenzen fort, oft mit großer Prägnanz.

In der Ausstellung werden erstmals Zeichnungen und Aquarelle von Erich Kuby präsentiert, in Kombination mit Notizen und Briefen, die er 1975 in dem Buch „Mein Krieg – Aufzeichnungen aus 2129 Tagen“ publiziert hat. Es ist ein zeitloses Buch, denn es beschreibt eine Geschichte individueller Verweigerung gegenüber der Inhumanität des Krieges – und es ist zu erfahren, wie Schreiben und Zeichnen als geistiger Quell dem Bestehen und dem Widerstehen dienen können. Beide kreativen Tätigkeiten setzen eine genaue Beobachtungsgabe voraus, ihre Resultate werden hier in einen Dialog gestellt. Die Ausstellung wurde von Susanna Böhme-Kuby und Benedikt Kuby kuratiert.

26.06.2011 bis 13.11.2011
Kunsthalle St. Annen
Welten entdecken
Werke der Völkerkundesammlung der Hansestadt Lübeck zu Gast in der Kunsthalle St. Annen
Welten entdecken
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Welten entdecken

Eine Reise in die weite Welt:  Die Hansestadt zeigt ihre kostbarsten und schönsten Exponate aus Afrika, Amerika, Asien, Europa und der Südsee

26.06.2011 bis 13.11.2011

Herausragende Kunstwerke der Kulturen der Welt aus dem umfangreichen Bestand der Völkerkundesammlung der Hansestadt Lübeck stehen vom 26. Juni bis 13. November im Mittelpunkt einer großen Ausstellung in der Kunsthalle St. Annen. Geordnet nach Kontinenten werden in allen Etagen des Hauses mehr als 200 selten oder noch nie gezeigte Werke aus 40 verschiedenen Ländern vorgestellt: Estland und Italien sind ebenso vertreten wie die USA und Peru, Kenia und Äquatorialguinea, Kasachstan, Thailand, Japan, Samoa, Australien und Papua Neuguinea. Die ältesten Objekte in der Ausstellung sind 2000 Jahre alt, das jüngste ist Anfang des 21. Jahrhunderts geschaffen worden. Die räumliche Breite und zeitliche Tiefe wird durch eine Vielfalt der benutzten Materialien ergänzt.

Die gezeigten Meisterwerke aus Afrika, Amerika, Asien, Europa und der Südsee offenbaren einen riesigen Erfindungsreichtum an Formen, Farben und Ausdrucksweisen. Damit wird die Faszination nachvollziehbar, die Avantgarde-Künstler der Klassischen Moderne vor mehr als hundert Jahren der außereuropäischen Kunst entgegenbrachten. Die Werke verkörpern zudem den Reichtum und die Schönheit der religiösen Vorstellungswelten ihrer zumeist namenlosen Schöpfer und eröffnen damit Schlüssel zu bisher unbekannten Welten.

Welten entdecken ist eine Ausstellung, die das ästhetische Erleben qualitativ herausragender Skulpturen, Masken, Textilien und Zierraten in ihrer Einzigartigkeit in den Mittelpunkt stellt und deutlich macht, dass Kunst als universales Phänomen in allen Kulturen der Welt zu finden ist.

18.06.2011 bis 09.10.2011
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
LMG, O&K, KRUPP, LMG...
Die Geschichte der Lübecker Maschinenbaugesellschaft
LMG, O&K, KRUPP, LMG...
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Im Industriemuseum geht es um die wechselvolle Geschichte eines bedeutenden BetriebesDie Lübecker Maschinenbaugesellschaft, 1873 als Aktiengesellschaft aus einem kleineren Vorläuferbetrieb hervorgegangen, war über viele Jahrzehnte einer der bedeutendsten Industriebetriebe der Stadt. Jetzt widmet das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk ihr eine eigene Sonderausstellung. LMG, O&K, Krupp, LMG… Die Geschichte der Lübecker Maschinenbaugesellschaft ist bis zum 9. Oktober zu sehen.Vor allem der Bau von großen Trocken- und Schwimmbaggern brachte der Firma weltweit einen guten Ruf ein. Bereits beim Bau des "Kaiser-Wilhelm-Kanals" in den 1890er Jahren wurde der Einsatz dieser Geräte besonders gelobt. Später kamen die hier gebauten Großgeräte weltweit im Tagebau zum Einsatz. Von 1917 bis 1987 war die LMG auch ein bedeutender Schiffbaubetrieb, der Spezialschiffe aller Art produzierte. Im Laufe der Jahrzehnte wechselten häufig die Hauptgesellschafter der Firma und damit auch ihr Name. Zu Beginn dieses Jahrhunderts musste der Betrieb zweimal Insolvenz anmelden. Im September 2010 konnte er erst im letzten Moment durch einen neuen Investor gerettet werden. Die Ausstellung zeigt die wechselvolle Geschichte des Werkes und stellt dabei die Arbeit seiner Beschäftigten in den Mittelpunkt.
08.07.2011 bis 02.10.2011
Günter Grass-Haus
© Arno Schmidt. Der Schriftsteller als Fotograf
© Arno Schmidt. Der Schriftsteller als Fotograf
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Der Schriftsteller Arno Schmidt (1914-1979) war nicht nur ein bedeutender Dichter, sondern auch ein begnadeter Fotograf. Seine Kamera verwendete er als Werkzeug wie ein Maler seinen Zeichenstift, um Landschaften, Personen und Gegenstände einzufangen und seine persönliche Lebenswelt zu dokumentieren. Fotos dienten dem Autor von „Zettels Traum“ als Gedächtnisstütze für seine schriftstellerische Arbeit. Nach und nach entwickelten sie sich von flüchtigen Schnappschüssen zu bewusst komponierten, den Betrachter unmittelbar fesselnden Aufnahmen, die einen Vergleich mit den dichten Beobachtungen in Schmidts Texten nahe legen. Das Spektrum der bisher gezeigten Ausstellungen im Günter Grass-Haus wird mit dieser Schau um eine bislang nicht gezeigte Kombination zweier Disziplinen, nämlich Fotografie und Literatur, erweitert. Zwischen dem Schaffen von Arno Schmidt und Günter Grass bestehen neben dem Aspekt der sogenannten „Doppelbegabung“ noch weitere Parallelen: Der um dreizehn Jahre jüngere Grass ordnet sich in eine ähnliche literarische Traditionslinie ein wie Arno Schmidt. 1964 trat Grass sogar als Laudator bei der Vergabe des Fontane-Preises an Schmidt auf. Zudem haben sich beide Autoren intensiv mit dem Medium der Fotografie auseinander gesetzt. Für dieses Projekt konnten der renommierte Fotografie-Experte, Herausgeber und Ausstellungsmacher Janos Frecot als Kurator und die Arno Schmidt Stiftung in Bargfeld als Leihgeber gewonnen werden.

15.05.2011 bis 25.09.2011
Buddenbrookhaus
Liebe ohne Glauben
Thomas Mann und Richard Wagner
Liebe ohne Glauben
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Erstmals im Fokus einer Ausstellung: die ambivalente Leidenschaft des Literaturnobelpreisträgers für den Komponisten Richard Wagner ist der Künstler, der Thomas Mann am stärksten beeinflusst und beschäftigt hat. Die lebenslange Faszination des Schriftstellers für den Komponisten wird jetzt zum ersten Mal in einer Ausstellung thematisiert: Das Buddenbrookhaus in Lübeck zeigt Liebe ohne Glauben. Thomas Mann und Richard Wagner vom 15. Mai bis 25. September. Mit dieser Ausstellung erreicht das über vier Jahre erfolgreich durchgeführte Gemeinschaftsprojekt "Wagner trifft Mann" zwischen dem Theater Lübeck und den Lübecker Museen seinen Höhepunkt.In der Schau sind Originalexponate aus dem Richard Wagner-Museum / Haus Wahnfried zu sehen - erstmals an einem anderen Ort als Bayreuth. Seit frühester Jugend liebte Thomas Mann die Musik Richard Wagners. Die Einflüsse Wagners haben in Thomas Manns Werk so deutliche Spuren hinterlassen, dass vieles in seiner Literatur ohne den Blick auf Wagner eigentlich gar nicht zu verstehen ist. Zugleich spielte die Auseinandersetzung mit Wagner für Thomas Manns Selbstverständnis als Künstler eine herausragende Rolle. Er sah Wagner als Gesamtkulturphänomen überaus kritisch, ja sogar mit Misstrauen.Erstmalig stellt eine Ausstellung dieses zwiespältige und leidenschaftliche Verhältnis in all seinen Facetten dar. Thomas Manns wechselnde Wagner-Bilder werden für den Besucher sichtbar. Zuneigung und Kritik tragen gleichermaßen Thomas Manns Wagner-Deutungen, die das Werk des Komponisten in großartigen Essays hell ausleuchten. Deutlich wird die Vielschichtigkeit und kulturgeschichtliche Tiefe der Auseinandersetzung, die diese Deutungen auch heute für ein kritisches Wagner-Verständnis unverzichtbar machen.Die Ausstellung begleitet Thomas Mann in fünf Etappen auf einem Passionsweg: in seiner Liebe zu und seinem Leiden an Richard Wagner. Dargestellt wird diese Geschichte anhand zahlreicher authentischer Exponate, die den Blick auf Wagner aus der Perspektive Thomas Manns inspirieren: Kompositionsskizzen zu Wagners Musikdramen, Gemälde und historische Ausstattungsgegenstände sind ebenso zu sehen wie die Totenmaske Wagners, Briefe, Fotografien und Erstausgaben. Zu hören ist, welche Opern Thomas Mann zu welchen literarischen Werken angeregt haben, welche Aufnahmen er selbst hörte, und welchen Eindruck Wagner-Aufführungen auf ihn machten.Eine Ausstellung des Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrums im Buddenbrookhaus in Kooperation mit dem Richard-Wagner-Museum / Haus Wahnfried, Bayreuth, und dem Thomas-Mann-Archiv, Zürich.

Katalog zur Ausstellung: „Liebe ohne Glauben. Thomas Mann und Richard Wagner“, herausgegeben von Holger Pils und Christina Ulrich, Göttingen: Wallstein Verlag 2011. ISBN: 978-3-8353-0965-4. Preis: 24,90 €. Zu bestellen über shop@buddenbrookhaus.de (zzgl. Versandkosten).

16.01.2011 bis 11.09.2011
Museum für Natur und Umwelt
Lust auf Laube und Liebstöckel
Natur und Kultur in Lübecker Kleingärten
Lust auf Laube und Liebstöckel
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Das Museum an der Musterbahn blickt erstmals in Lübecker Schrebergärten - und entdeckt kleine ParadieseJägerzaun, Gartenzwerge und gezirkelte Beete - so stellt man sich den typischen Schrebergarten vor. Doch die Realität sieht anders aus. Immer mehr Familien mit Kindern haben heute einen Kleingarten – und gestalten ihn mit Freude und viel Kreativität. Für sie ist das Grundstück im Grünen Ausgleich für die enge Stadtwohnung. Draußen sein macht Spaß, und bei jungen Leuten ist es hipp, im Kleingarten zu feiern. Mit den kleinen Paradiesen im Grünen beschäftigt sich eine Sonderausstellung im Museum für Natur und Umwelt: „Lust auf Laube und Liebstöckel“ wurde aufgrund der großen Nachfrage verlängert und ist noch bis zum 11. September zu sehen. Die Sonderausstellung erzählt von Lübecker Kleingartengeschichte(n), wirft einen Blick auf Kultur und Natur des Gärtnerns und macht Lust darauf, auch einen kleinen Garten naturnah und ökologisch zu bewirtschaften. Eingangs zeigen ein halbes Dutzend Stationen die spannende Entwicklung in der Region. Bereits seit mehr als 100 Jahren schaffen Kleingärten in Lübeck einen wertvollen Ausgleich zur verdichteten innerstädtischen Bebauung. Historische Themen sind z.B. die ersten Arbeitergärten in Lübeck, die Situation der Gartenfreunde während des Nationalsozialismus sowie in Kriegs- und Nachkriegszeit. Anschließend gewähren ein Dutzend Gartenfreunde den Besucherinnen und Besucher einen Einblick in ihr ganz persönliches Paradies. So lernen diese Gärten als Jungbrunnen, als Oase, Biotop, Galerie oder aber naturnahen Spiel- und Tobeplatz kennen. Nicht fehlen dürfen in einem modernen Kleingarten die ökologischen Aspekte. Aus der Erfahrung der Gärtnerinnen und Gärtner gibt die Ausstellung Anregungen zur naturnahen Bewirtschaftung, zur Freude an Artenvielfalt und leckerem Öko-Gemüse und –Obst aus eigener Produktion. Ergänzend zur Ausstellung ist das Buch „Lust auf Laube und Liebstöckel. Lübecker Kleingärtengeschichte(n)“ von Dr. Karen Meyer-Rebentisch im Auftrag des Vereins Grüner Kreis Lübeck e.V. erschienen. Herausgeber ist Grüner Kreis Lübeck e.V. im Lübeck Verlag.Preis: 7,80 Euro. Zu bestellen über shop@buddenbrookhaus.de oder über www.luebeck-verlag.de.

03.07.2011 bis 04.09.2011
Europäisches Hansemuseum
Christa Fischer
Von der Sparten Vielfalt
Christa Fischer
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Die Künstlerin und Naturschützerin wird im Burgkloster mit einer Ausstellung geehrtDie Künstlerin Christa Fischer ist landesweit als Porträtmalerin bekannt. In den Jahren 1978 und 1980 nahm sie an der Biennale der Ostseeländer in Sopot/Polen teil. Mit ihrem künstlerischen Werk verkörpert Christa Fischer einen wichtigen Aspekt in der Kunst nach 1945, die in Westdeutschland weitgehend von der Abstraktion geprägt wurde. In jüngster Zeit werden Künstler, die der Gegenständlichkeit treu geblieben sind, neu entdeckt. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen ihre akribisch realistischen Porträts, gekennzeichnet durch Ironie, und die ästhetisch ansprechenden "Karlsruher Studienblätter", die im Sommerrefektorium des Burgklosters gezeigt werden.Die Vielfalt ihrer künstlerischen Techniken ist beeindruckend: Zeichnung, Malerei, Installation, Objekt, Graphik, Textilgestaltung u. a.; die frühen Arbeiten, speziell aus der Studienzeit, wurden bisher noch nie öffentlich ausgestellt. Die Künstlerin Christa Fischer hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren intensiv für Artenvielfalt in Lübecks Stadtvegetation eingesetzt hat - insbesondere durch die Anlage von Wildblumenflächen. Sie wurde dafür von der Hansestadt Lübeck ausgezeichnet. Diese umweltpädagogische Arbeit wird mit Fotos im Kreuzgang des Burgklosters dokumentiert.
05.06.2011 bis 28.08.2011
Europäisches Hansemuseum
1933 – 1945. Verfolgt, verfemt, entartet
Werke aus der Sammlung im Willy-Brandt-Haus Berlin
1933 – 1945. Verfolgt, verfemt, entartet
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Beckmann, Dix, Pechstein: Im Gedanken an die Verfolgung "entarteter" Künstler zeigt das Kloster 130 herausragende Arbeiten Weil die Moderne Kunst dem nationalsozialistischen Kunstideal der "Deutschen Kunst" widersprach, wurde sie ab 1936 unter dem Sammelbegriff "Entarte Kunst" diffamiert. Es folgten Entlassungen, Berufsverbote, Beschlagnahme und Vernichtung von Kunstwerken. Viele Künstler wurden verfolgt oder ermordet. In der eigens konzipierten Münchner Ausstellung "Entartete Kunst" wurden im Jahr 1937 die Arbeiten derer Künstler an den Pranger gestellt, die heute als Höhepunkte der Kunst in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gelten. In München wurden die Werke eng aufeinander und teilweise schief aufgehängt und mit Schmähsprüchen an den Wänden versehen, um die Künstler zu verhöhnen. Laut offiziellen Angaben zählte die Ausstellung dennoch mit angeblich 2.009.899 Besuchern zu den bis dahin meistbesuchten Schauen Moderner Kunst.Der Freundeskreis Willy-Brandt.-Haus e.V. präsentiert im Gedenken an die Verfolgung "entarteter" Künstler noch bis zum 28. August die Sonderausstellung 1933 – 1945. Verfolgt, verfemt, entartet mit Werken aus der "Sammlung im Willy-Brandt-Haus". Gezeigt werden 130 Arbeiten von 85 Künstlerinnen und Künstlern. Die Ausstellung beleuchtet die Schicksale von den Nazis verfolgter Künstler wie Max Beckmann, Otto Dix, Max Pechstein und Heinrich Zille.
08.06.2011 bis 30.06.2011
Günter Grass-Haus
»Wolken überm Wald«
Eine Sonderausstellung in Zusammenarbeit mit dem NABU
»Wolken überm Wald«
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Eine Sonderausstellung des NABU in Zusammenarbeit mit dem Günter Grass-Haus08.06.2011 - 30.06.2011Im Internationalen Jahr der Wälder rücken der NABU und das Günter Grass-Haus den deutschen Wald auf ungewöhnliche Weise ins Zentrum der Öffentlichkeit.Als Gemeinschaftsprojekt entstand die ambitionierte Wanderausstellung Wolken überm Wald. Die Schau wird mit eindrucksvollen Originalgrafiken aus dem Bestand des Günter Grass-Hauses illustriert. Seine Gedanken zur beunruhigenden Situation der Wälder drückte Grass bereits in den 1980er und 1990er Jahren in zahlreichen Kohlezeichnungen und Lithographien aus: »Ich bin ein begeisterter Waldgänger. Wenn ich die Möglichkeit habe, ziehe ich mich in den Wald zurück und zeichne Bäume«.Die Ausstellung verbindet Grass’ kritischen Blick auf die damalige Situation mit der Einschätzung des NABU auf die heutigen Entwicklungen und zeigt auf, was getan werden muss, damit der Wald eine Zukunft hat.Zusätzlich laden Sinnesstationen die Besucher zu einem Waldspaziergang ein, bei dem sie das Ökosystem riechend, fühlend und hörend entdecken können.VeranstaltungenMi | 8.6.11 | 19:00 Uhr | Katharinenkirche LübeckVERNISSAGE MIT GÜNTER GRASSGrußworte der Senatoren Annette Borns und Bernd Möller.Einführung in die Ausstellung: Olaf Tschimpke, Präsident NABUund Jörg-Philipp Thomsa, Leiter Günter Grass-Haus.Günter Grass liest aus »Die Rättin«.Anschließend musikalischer und kulinarischer Empfangim Museumsgarten.Eintritt: 5 / 2,50 €Anmeldung: museen@luebeck.de oder unter (0451) 122 - 42 40Fr | 17.6.11 | 9:00–16:00 Uhr | Seminarraum Grass-Haus»20 Jahre Prozessschutz-Waldbau im Lübecker Stadtwald«Moderation: Torsten Teichmann, Lübecker Nachrichten, und KnutSturm, Stadtwald Lübeck. Mit Kurzvorträgen von Dr. Lutz Fähser,ehemaliger Leiter des Bereiches Stadtwald Lübeck, StaatssekretärKlaus Borger, Martin Kaiser, Greenpeace, Dr. Thomas Waldenspuhl,Abteilungsleiter Wald und Gesellschaft, Forstl. Versuchs- undForschungsanstalt BW, Knut Sturm, Leiter des Bereiches Stadtwald,Dr. Peter Meyer, Leiter Naturwaldforschung in den NW-FVA,Dr. Georg Möller, BUND, und Dr. Andreas Fichtner, Universität Kiel.Do | 30.6.11 | 16:00 Uhr | Günter Grass-HausFINISSAGE»Totes Holz« von Günter Grass: Zeichnendes Schreiben alskritische Naturbetrachtung. Vortrag von Julia Kanchana Schlichting,Universität GöttingenEintritt: 5 / 2,50 € inkl. Getränk

13.02.2011 bis 29.05.2011
Günter Grass-Haus
»Mythos und Zukunftstraum«. Texte und Bilder von Ernst Barlach
Eine Sonderausstellung der Ernst Barlach Stiftung Güstrow in Zusammenarbeit mit dem Günter Grass-Haus
»Mythos und Zukunftstraum«. Texte und Bilder von Ernst Barlach
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Die Ausstellung zeigt, in welcher Weise sich Ernst Barlach (1870-1938) in seinen Werken mit Mythen auseinandersetzte. Sie stellt dar, wie er die Sprache des Mythos in den Geist seiner Zeit transformierte und in seine Kunstsprache übertrug. Aus der Wahrheit der mythischen Geste schöpfte er Sinnbilder für Situationen des Lebens in seiner Gegenwart. Zugleich aber sah er den Mythos in seinem utopischen Licht und begriff ihn als fortwirkend in das Künftige.

Barlachs künstlerische Arbeit am Mythos gipfelt in der Darstellung der menschlichen Gestalt, in der expressionistischen Vision von einem neuen Menschen. Dies veranschaulicht die Ausstellung mit herausragenden Beispielen seiner literarischen und bildkünstlerischen Arbeiten. Gezeigt werden Handschriften seiner Dramen und Prosatexte, bibliophile Kostbarkeiten aus Barlachs Lebzeiten, Publikationen seiner literarischen Werke bis in die jüngste Zeit, Illustrationen zu eigenen und fremden Texten sowie meisterhafte Handzeichnungen und Plastiken. Darüber hinaus sind Druckgraphiken als Einzelblätter und als Mappenwerke aus Paul Cassirers berühmter Pan-Presse zu sehen.

27.02.2011 bis 29.05.2011
Kunsthalle St. Annen
Peter Klasen
Vorsicht Spannungszone
Peter Klasen
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In dieser Ausstellung werden ältere, jüngere und ganz aktuelle Werke des 1935 in Lübeck geborenen, aber nach seinem Studium u. a. bei dem informellen Maler Hann Trier an der Berliner Kunsthochschule seit 1959 in Paris lebenden Malers, Bildhauers und Photographen Peter Klasen präsentiert. Klasen ist heute ein international bekannter Künstler, dessen Werke bereits weltweit in Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt wurden. Viele bedeutende Museen weltweit besitzen seine Arbeiten.

Zu Beginn seiner Karriere in Frankreich gehörte er zu der Gruppe „Figuration Narrative“, die sich aus Protest gegen die damals dominierende abstrakte Malerei einer realistischen Mal- und Gestaltungsweise zuwandte, um sich auf diese Weise vielfach kritisch mit gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen.Bis heute schuf Klasen Werke, die sich unter dem Einfluß der amerikanischen und englischen Pop-Art mit der heutigen, technoiden und eiskalt gewordenen Zivilisation befassen, um auf diese Weise die Unmenschlichkeiten, die Sterilitäten und die um sich greifende Leere unserer heutigen Lebensform sichtbar zu machen. 

20.03.2011 bis 29.05.2011
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Topographie des Vergessens - Ein Bilderzyklus von Rosemarie Gaede
Topographie des Vergessens - Ein Bilderzyklus von Rosemarie Gaede
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Im Mittelpunkt der Ausstellung von Rosemarie Gaede stehen die Schicksale der vielen jungen Männer, die ihr so hoffnungsvoll begonnenes Leben während des Ersten Weltkrieges für ihr Vaterland „opfern“ mussten. Ausgangspunkt ihrer Arbeit waren etwa 30 mit Widmung versehene Portraitfotos von Kommilitonen und Freunden ihres Großvaters aus den Jahren 1909 – 1913. Sie kannte diese hoffnungsvoll in die Welt blickenden jungen Männer teilweise aus den Erzählungen ihres Großvaters. In verschiedenen künstlerischen Techniken nähert sich die Künstlerin diesen sinnlos auf dem „Feld der Ehre“ geopferten jungen Menschen an, um den Millionen in diesem Krieg gefallenen Soldaten ein  Denkmal zu setzten.

09.04.2011 bis 22.05.2011
Europäisches Hansemuseum
Flüge, flügge, Fliegenbein
Jahresschau der Gemeinschft Lübecker Künstler
Flüge, flügge, Fliegenbein
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Die Überraschung der Künstler, die Irritation und Sprachlosigkeit, als eine kleine Gruppe begann, ihren Vorschlag zu unterbreiten - welch ein Einstieg! Eine Ausstellung machen, die in vieler Hinsicht auch für uns selbst anders sein sollte. Innerhalb kürzester Zeit begann ein animierendes Spiel, ein "Vorspiel" mit Worten, dadaistischen Elementen und Einfällen, Rythmen, Absurditäten. Das Spiel der Ideen und Worte hat begonnen bei uns Fuß zu fassen, mit breiter Zustimmung aller; und wie das mit dem Beflügeln so ist, sollten Theater, Tanz, Musik die Wochen rahmen. Die Folgen: Konkrete und visuelle Poesie, "Insekten als Flugkünstler", Musikstücke zum Thema, Tanzperfomances, Lesungen.

So wie die Aussteller sich haben animieren können, sind wir überzeugt, auch die Besucher zu erreichen. Probieren Sie es aus! Lassen Sie sich ein, geben Sie Ihrer Phantasie mit Schmunzeln, Humor oder Ernsthaftigkeit Flügel.

31.10.2010 bis 30.04.2011
St. Annen-Museum
Knochen - das Elfenbein des kleinen Mannes.
Kunst und Alltagsgegenstände aus der Sammlung Klaus-G. Glüsing
Knochen - das Elfenbein des kleinen Mannes.
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Auf den ersten Blick hat es den Anschein, als seien die kunstfertigen und fragilen Gegenstände aus dem  kostbaren Elfenbein gefertigt. Doch dieser erste Blick täuscht. Eine genaue Betrachtung der Oberfläche – am besten mit der Lupe – zeigt die Porenstruktur von Knochen, zumeist Rinderknochen. Schon zu Beginn der Menschheitsgeschichte wurde Knochen oder Bein zur Herstellung von Alltagsgeräten verwendet. Das Material stand reichlich zur Verfügung, da die Tiere wichtiger Bestandteil der Nahrung waren. Waren es zuerst Waffen oder einfache Handwerksgeräte, wurde im Laufe der Entwicklung stetig das Spektrum der Verwendung erweitert. Es kamen Kunst- und Schmuckgegenstände hinzu, und es entwickelte sich bereits in der Zeit der Römer ein spezialisiertes Gewerbe der Beinschnitzer. Einen Höhepunkt in der Verarbeitung von Knochen gab es im Mittelalter. Geräte des alltäglichen Lebens, aber auch liturgische Geräte, wie Rosenkränze, Kruzifixe und Buchdeckelverzierungen, fanden immer stärkere Verbreitung neben der Verwendung des edlen, aber sehr viel teueren und selteneren Elfenbeins.In der Renaissance wurde das Elfenbein bevorzugt, Knochen jedoch weiterhin verwendet. Im 17. Jahrhundert begann die Drechseltechnik allmählich die reine Schnitzarbeit abzulösen.Die Blütezeit der Knochenverarbeitung lag im 18. und vor allem im 19. Jahrhundert. Im höfischen Bereich wurden Armbrüste und Jagdwaffen mit Knochenauflagen verziert. Die Damenwelt verlangte nach dekorativen Flohfallen, Fächern oder Tanzkarten.1775 etablierte Graf Franz I. zu Erbach-Erbach im Odenwaldstädtchen Erbach das Handwerk der Elfenbein- und Knochenschnitzerei. Noch heute ist Erbach eine Hochburg des Gewerbes. Im 19. Jahrhundert wurde der Zugriff auf das Elfenbein durch die Kontinentalsperre und durch Napoleons Besetzung Europas erschwert. So verlagerte sich die Produktion von Gebrauchs- und Kunstgegenständen immer stärker auf das Material Knochen.Die Biedermeierzeit erweiterte das Spektrum der Verarbeitung von Bein auf nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens: Ess- und Kochgeräte, Mode- und Schmuckartikel, Schreibgeräte, Handarbeitsutensilien, medizinische Instrumente, Hygieneartikel, Spielzeuge, Souvenirs, liturgische Geräte und vieles mehr wurden aus Bein gefertigt. Die Herstellung wurde immer stärker verfeinert, so dass die Erzeugnisse dem Geschmack des anspruchsvollen Publikums entsprachen.Der Bedarf war so groß, dass Rinderknochen aus Nord- und Südamerika importiert werden mussten. Geräte aus Bein wurden Exportartikel: Souvenirs aus Knochen gingen von Erbach, Geislingen und Michelstadt nach Österreich und in die Schweiz, Kruzifixe beispielsweise nach Spanien und Südamerika. Die Technik glich sich in denSchmuck- und Verzierungsformen immer mehr der Verarbeitung von Elfenbein an. Der erste Blick sollte bewusst täuschen. Der Kieler Jurist Klaus-G. Glüsing hat innerhalb von 30 Jahren die wohl Deutschland weit größte Privatsammlung von Geräten aus Knochen des 18. und 19. Jahrhunderts zusammengetragen. Der Schwerpunkt der Kollektion liegt auf der Zeit des Biedermeier. Die Sammlung stellt ein herausragendes und nahezu vollständiges Zeugnis eines Handwerk- und Kunstzweiges dar, der heute weitgehend vergessen ist. Kunststoff hat das Material Knochen ersetzt - allein in der Trachtenmode spielt es weiterhin eine Rolle.
22.01.2011 bis 26.04.2011
Buddenbrookhaus
Herta Müller. Der kalte Schmuck des Lebens.
Herta Müller. Der kalte Schmuck des Lebens.
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Herta Müller. Der kalte Schmuck des Lebens

Am 10. Dezember 2009 wurde der rumäniendeutschen Schriftstellerin Herta Müller der Nobelpreis für Literatur überreicht - 80 Jahre nach Thomas Mann. Nun wird ihr zum ersten Mal eine umfassende werkbiografische Ausstellung gewidmet, die zuerst im Literaturhaus München und im Literaturhaus Berlin gezeigt wurde und jetzt im Lübecker Buddenbrookhaus zu sehen ist.

Die Ausstellung folgt den Spuren der Autorin angefangen bei ihrer Kindheit im schwäbischen Banat bis hin zur Verleihung des Literaturnobelpreises in Stockholm im Winter 2009. Gezeigt werden bisher unveröffentlichte Dokumente und Fotografien aus dem Familienbesitz Herta Müllers. In Filmausschnitten sieht man das historische und das heutige Banat, Weggefährten wie die Autoren der "Aktionsgruppe Banat" kommen zu Wort, Auszüge aus Securitate-Akten berichten von einem rigorosen und menschenfeindlichem politischem System. Es sind Originalmanuskripte, das Arbeitsbuch zu "Atemschaukel" und andere literarische Zeugnisse zu sehen, dazu werden Collagen Herta Müllers, die seit Ende der Achtzigerjahre entstanden sind, im Original gezeigt.

Die Stimme der Autorin begleitet den Besucher durch die Ausstellung - ein für die Austellung erstellter Audioguide wurde von Herta Müller selbst besprochen.

Eine Produktion des Literaturhauses München in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Berlin und dem Buddenbrookhaus. Konzeption: Ernest Wichner, Lutz Dittrich.Begleitpublikation:

Zur Ausstellung ist ein Austellungsheft des Münchener Literaturhauses erschienen. Es enthält zahlreiche Abbildungen und einen bislang in Deutschland unveröffentlichten Text Herta Müllers aus dem 1983 in Bukarest erschienenen Prosaband "Drückender Tango". Das Heft kann zum Preis von 5 EUR (zzgl. 1,50 EUR Versandkosten) über shop@buddenbrookhaus.de bestellt werden.

Die Lübecker Ausstellungsstation und das Begleitprogramm werden gefördert durch:

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Berlin

Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck

Possehl-Stiftung

Verband Frau und Kultur, Gruppe Lübeck

Wir danken unseren Partnern:

Literaturhaus Berlin

Literaturhaus München

Kulturpartner NDR Kultur

KoKi

St. Petri zu Lübeck

Theater Lübeck

Informationen:

0451-1224240

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06.03.2011 bis 24.04.2011
Europäisches Hansemuseum
Marc Chagall - "Aus dem Herzen heraus..."
Marc Chagall - "Aus dem Herzen heraus..."
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„Wenn ich aus dem Herzen heraus arbeite, gelingt fast alles“ hat der weißrussisch-französische Künstler Marc Chagall (1887–1985) einmal gesagt. Und sehr viele Menschen sind berührt, wenn sie seine Werke betrachten. Sie zeigen das ostjüdische Stetl, in dem Chagall bei Witebsk als ältestes von neun Kindern einer armen orthodoxen Familie aufgewachsen ist, sowie Motive aus der Bibel und aus dem Zirkusleben. In ihnen spiegeln sich tiefe Religiosität wie die Liebe zu den Menschen. Das Burgkloster zeigt Arbeiten aus dem Besitz von Prof. Engels, Lübeck, sowie des Kunsthauses Lübeck.
06.02.2011 bis 20.03.2011
Europäisches Hansemuseum
Mareile Stancke - Von Tagen und Nächten - Bilder und Objekte
Mareile Stancke - Von Tagen und Nächten - Bilder und Objekte
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Mareile Stancke, in Lübeck aufgewachsen, ist schon seit 1995 in den Ausstellungen der Lübecker Künstler mit Bildern und Installationen vertreten. Ihre Bilder üben häufig eine fast magische Anziehungskraft aus - nicht nur durch die hohe Ästhetik, sondern weil eine inhaltliche Tiefe spürbar wird, die etwas Geheimnisvolles hat, sich nicht sofort entschlüsseln lässt. Es geht um Beziehungen - von Menschen miteinander, in historischen Situationen, in ihrem Umfeld. „Während des Malens findet ständig eine Veränderung im Bild statt. Ganze Bildteile verschwinden. Sichtbar bleibt oft nur eine Ahnung von dem, womit ich angefangen hatte. Manchmal noch nicht einmal das. Aber der Impuls, aus dem heraus das Bild gewachsen ist, bleibt spürbar, sichtbar.“ (Mareile Stancke)

31.10.2010 bis 27.02.2011
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
"Zeitsprünge". Fotografische Montagen von Caesar Bauer.
"Zeitsprünge". Fotografische Montagen von Caesar Bauer.
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Lübeck und seine Vororte im Wandel: im Rückblick eine Blütezeit der Industrialisierung. Sie prägte die Lebensgewohnheiten der Arbeiter und Bewohner. Und heute? Eine Situation wirtschaftlicher Erosion und unklarer Perspektiven.

Daraus entstand die Grundidee für "Zeitsprünge".

Längs der Trave zwischen Lübeck und Travemünde fotografierte der Lübecker Künstler und Fotograf Caesar Bauer mit einer rund 100 Jahre alten 13 x 18-Kamera, umgebaut auf ein 6 x 17 cm-Panoramaformat. Es entstanden aktuelle fotografische Panoramen, die von dieser Veränderung erzählen. Verwoben sind sie mit historischen Aufnahmen aus dem Archiv der Geschichtswerkstatt Herrenwyk - nicht digital, sondern bewusst als Bildcollagen. Zeit- und Bildebenen bleiben sicht- und erkennbares Ausdrucksmittel. Es geht eben nicht um die Identität der Orte;  die offensichtlichen visuellen Brüche weisen bewusst über die reine Bestandsaufnahme hinaus. Für den Betrachter ergeben sich aus diesen Collagen vollkommen neue und ungewohnte Interpretationsmöglichkeiten.

07.07.2010 bis 31.01.2011
Günter Grass-Haus
Von Danzig nach Lübeck. Günter Grass und Polen
Von Danzig nach Lübeck. Günter Grass und Polen
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Die Kindheit und Jugend in der damals »Freien Stadt Danzig«, in der das Schicksal von Einwohnern deutscher, polnischer und kaschubischer Herkunft eng miteinander verwoben war, prägt Günter Grass entscheidend. In seinem Werk verarbeitet der Schriftsteller Eindrücke, die er im kleinbürgerlichen Elternhaus im Vorort Danzig-Langfuhr gesammelt hat. Dieser Mikrokosmos dient ihm als Schauplatz und Kulisse für die literarische Auseinandersetzung mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus, dem Zweiten Weltkrieg und der Shoa.Seit 1958 reist er immer wieder ins polnische Gdansk, recherchiert in Bibliotheken und Archiven und spricht mit den Einwohnern. Grass hat sich den Raum Danzig mit literarischenMitteln zurückerobert und auf diese Weise Verlorenes bewahrt: »Die meisten meiner Bücher beschwören die untergegangene Stadt Danzig, deren gehügelte wie flache Umgebung, die matt anschlagende Ostsee; und auch Gdansk wurde im Verlauf der Jahre zu einemThema, das fortgeschrieben sein wollte. Verlust machte mich beredt. Nur was gänzlich verloren ist, fordert mit Leidenschaft endlose Benennungen heraus, diese Manie, den entschwundenen Gegenstand so lange beim Namen zu rufen, bis er sich meldet.Verlust als Voraussetzung für Literatur.«Als Bürger verfolgt und kommentiert Günter Grass die deutschpolnischen Beziehungen engagiert. Bereits 1961 plädiert er öffentlich für eine Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze und unterstützt die neue Ostpolitik Willy Brandts. 1970 begleitet er den Bundeskanzler zum Abschluss des Warschauer Vertrages in die polnische Hauptstadt und wird Zeuge seines berühmten Kniefalls. Auch an den polnischen Streikbewegungen der 70er und 80er Jahre und den Aktivitäten der Gewerkschaft »Solidarnosh« nimmt Grass regen Anteil. Der Austausch mit polnischen Schriftstellern, Intellektuellen und Politikern schärft seinen Blick für die Entwicklungen des Landes.In der Ausstellung stellen Manuskripte, bildkünstlerische Arbeiten sowie selten gezeigte Bild- und Tondokumente das Leben und Werk von Günter Grass aus deutscher und polnischer Perspektive vor und gewähren zugleich Einblicke in die Beziehungen der beiden Länder zueinander.

14.03.2010 bis 27.06.2010
Günter Grass-Haus
»Janosch in Lübeck«
»Janosch in Lübeck«
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»Jetzt mal die Wahrheit: Ich ging in den Münchner Zoo Elefanten zeichnen.Nun stand dort neben den Elefanten eine Tigerente und befand sich beimZeichnen des daneben stehenden Elefanten automatisch auf dem Blatt.«Die Ausstellung, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen anspricht, konzentriert sich auf die bekannten Helden aus dem wunderbaren Kosmos von Janosch wie Günter Kastenfrosch,Emil Grünbär, Tiger und Bär aus »Oh wie schön ist Panama« und natürlich die Tigerente.Janoschs spielerischer Zugang zur kindlichen Vorstellungswelt und seine übersprudelndeKreativität zeugen von einer faszinierenden optimistischen Weltsicht, die sich auf die Leser – ob jung oder alt – überträgt.

13.09.2009 bis 31.01.2010
Günter Grass-Haus
Ein Buch schreibt Geschichte. 50 Jahre »Die Blechtrommel«
Ein Buch schreibt Geschichte. 50 Jahre »Die Blechtrommel«
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»Zugegeben: ich bin Insasse einer Heil- undPflegeanstalt …«Mit diesen Worten eröffnet Günter Grass 1959 sein episches Debütwerk »Die Blechtrommel«. Über Nacht wird der damals 32jährige berühmt und avanciert zu einem der renommiertesten Autoren der deutschen Nachkriegsliteratur.Fünfzig Jahre nach seinem Erscheinen hat der Roman nichts von seiner Sprachmacht und Originalität eingebüßt. Das Schicksal der Hauptfigur Oskar Matzerath, der wie sein Schöpfer in Danzig-Langfuhr aufwächst, als Dreijähriger willentlich sein Wachstum einstellt und gegen die Welt der Erwachsenen antrommelt, stößt auf weltweites Interesse: In mehr als vierzig Sprachen übersetzt und in über vier Millionen Exemplaren verbreitet, zählt »Die Blechtrommel«zu den erfolgreichsten deutschen Romanen. Anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums widmet das Günter Grass-Haus dem Werk eine eigene Ausstellung, die sämtliche Räume des Gebäudes einbezieht. Paris, Danzig und Düsseldorf bilden dabei die Schwerpunkte der Präsentation: Im Paris der 50er Jahre entsteht der größte Teil des Manuskripts. In der Ausstellung werden die Atmosphäre dieser Zeit und die Entstehungsgeschichte des Romans nachvollziehbar – von ersten thematisch verwandten Gedichten und Zeichnungen bis hin zu Arbeitsplänen und frühen Fassungen.Ein wichtiger Schauplatz der »Blechtrommel« ist der Mikrokosmos von Danzig. Der Romanheld erlebt hautnah, wie der Faschismus den Alltag des Kleinbürgertums durchdringt. In der Ausstellung werden Figuren und Motive des Werks vorgestellt und die zeithistorischen Hintergründe erläutert.Nach Kriegsende f lüchtet Oskar Matzerath in das »biedermeierliche Babel« Düsseldorf. Ähnlich wie Grass, der seine Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf als Bildhauerbeginnt, taucht Oskar in die dortige Künstlerszene ein und erlebt die Verdrängungsmechanismen der Nachkriegszeit. Grass’ Erfahrungen in der aufstrebenden Rheinmetropole werden in der Schau durch Arbeitsproben, Fotografien und Musikaufnahmenlebendig.Ein Blick auf die Rezeption des Romans rundet die Ausstellung ab. Auch die mit einem »Oscar« prämierte Verfilmung aus dem Jahr 1979 wird dem Besucher zusammen mit bislang unbekannten Dokumenten aus dem Archiv des Regisseurs Volker Schlöndorff in einemeigenen Kabinett gezeigt.

03.06.2009 bis 30.08.2009
Günter Grass-Haus
Das Arsenal des Dramatikers. Die Bildkunst Friedrich Dürrenmatts
Das Arsenal des Dramatikers. Die Bildkunst Friedrich Dürrenmatts
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Wenige Schriftsteller haben ein so vielseitiges und populäres Gesamtwerk hinterlassen wie Friedrich Dürrenmatt. Seine bitterbösen Tragikomödien sind ebenso wie seine Kriminalromane Welterfolge. Der Bilderreichtum seiner Texte bleibt bei Lesern und Theaterbesuchern haften und verführte viele Regisseure zu filmischen Umsetzungen.

Die Ausstellung geht den Quellen der Bildwelt Dürrenmatts auf den Grund und erschließt dem Besucher dabei eine in Deutschland noch weitgehend unbekannte Facette im Schaffen des Schweizers: Ebenso wie Günter Grass war er zeitlebens auch als bildender Künstler tätig. Der bildhafte Einfall, das „Heimgesuchtwerden“ von Bildern, spielte für sein Welttheater eine wichtige Rolle. In Zeichnungen, Gouachen und Collagen bereitete er Motive seiner literarischen Werke vor und entwickelte sie weiter.

Das Günter Grass-Haus, das als Forum für Literatur und bildende Kunst regelmäßig andere Doppelbegabungen vorstellt, zeigt nun verschiedene Formen der bildkünstlerischen Tätigkeit Friedrich Dürrenmatts und setzt sie zu seinen Texten in Beziehung. Buchillustrationen, szenisch angelegte Federzeichnungen, Bühnenbilder, Karikaturen und freie Motiv-Assoziationen verweisen auf beliebte Dramen wie Die Physiker und Der Mentor. Sie machen den Besucher jedoch auch auf weniger bekannte Arbeiten wie das frühe Drama Es steht geschrieben und die autibiographischen Stoffe aufmerksam.

Ergänzt wird die Ausstellung durch filmische und fotografische Annäherungen an den Künstler:

Zu sehen ist der Dokumentarfilm Das Porträt eines Planeten der Regisseurin Charlotte Kerr Dürrenmatt. Darüber hinaus werden im Anbau des Günter Grass-Hauses Portraits des Fotografen Robert Lebeck von Friedrich Dürrenmatt präsentiert.

01.06.2008 bis 31.08.2008
Günter Grass-Haus
Ein Bürger für Brandt. Der politische Grass
Ein Bürger für Brandt. Der politische Grass
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Günter Grass engagiert sich wie kein zweiter deutscher Schriftsteller für die Belange und Rechte von Minderheiten, für soziale Gerechtigkeit und Demokratie. Seine Einwürfe und Mahnungen finden weit über die deutschen Grenzen hinweg Beachtung. Fragt man nach derWurzel seines intensiven bürgerschaftlichen Engagements, fällt unwillkürlich der Name eines großen Lübeckers: Willy Brandt.Nachdem Bundeskanzler Konrad Adenauer während des Bundestagswahlkampfes im Jahre 1961 seinen Herausforderer aufgrund dessen unehelicher Geburt abwertend mit »Brandt alias Frahm« bezeichnete, sah es Günter Grass als seine »Bürgerpflicht, laut und deutlich für den Verleumdeten einzutreten: »Ich schraubte das Tintenfaß zu, verließ mein Stehpult, ergriff Partei.«Der bis zu diesem Zeitpunkt auf politischem Gebiet eher zurückhaltende Künstler Grass entwickelte in der Folgezeit einen für deutsche Schriftsteller ungewöhnlich hohen persönlichenEinsatz für Willy Brandt und die »ES-PE-DE«. Er tourte in einem VW-Bus quer durch die Bundesrepublik und hielt selbst in entlegenen Regionen Wahlkampfreden. Seinem Engagement sind zahlreiche prominent besetzte sozialdemokratische Wählerinitiativen zu verdanken. Darüber hinaus entwarf Grass Reden für Willy Brandt und gestaltete eigene Plakate.Neben Grass’ unmittelbarem politischen Engagement widmet sich die Sonderausstellung der politischen Sozialisation von Günter Grass und dessen politischer Weltsicht, die von Willy Brandt beeinflusst wurde. Das Engagement der beiden Nobelpreisträger für die Entwicklungsländer findet ebenso Berücksichtigung wie die Debatte um die Deutsche Wiedervereinigung.

27.10.2007 bis 27.10.2007
Günter Grass-Haus
Festakt zu Günter Grass 80. Geburtstag
Festakt zu Günter Grass 80. Geburtstag
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